"Ich hoffe, dass es irgendwann passieren wird": Nicolas Cage möchte mit dem DEM Kult-Regisseur der letzten 35 Jahre zusammenarbeiten
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Sie gehören zu den größten Kinoikonen unserer Zeit: Schauspiel-Berserker Nicolas Cage und Meisterregisseur Quentin Tarantino. Doch einen gemeinsamen Film haben sie noch nie gemacht. Zumindest einer der beiden hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Warner Bros.

Aufgrund der gefeierten Serie „Spider-Noir“, in der er sich als zermürbter Spinnenmann durchs New York der Dreißigerjahre schwingt, ist Nicolas Cage aktuell (mal wieder) in aller Munde. Große Namen vor unter hinter der Kamera standen Cage dabei zur Seite. So wurden die ersten beiden Episoden von Harry Bradbeer inszeniert. Dem Briten, der aktuell zu den gefragtesten Serien-Regisseuren zählt, gelangen in den vergangenen Jahren mit „Killing Eve“ und „Fleabag“ zwei moderne Klassiker des seriellen Erzählens.

Es ist natürlich nicht das erste Mal, dass Cage mit einem bedeutenden Vertreter seiner Zunft zusammenarbeitete. Im Laufe seiner 45-jährigen Karriere kooperierte der Kultstar mit etlichen Regie-Ikonen. Darunter David Lynch (für „Wild At Heart“), John Woo („Face/Off“) oder Ridley Scott („Tricks“). Doch einer der ganz Großen fehlt Cage noch in seiner Liste. Ein Mann, der das moderne Kino seit den 90er-Jahren so sehr geprägt hat wie niemand sonst. Die Rede ist, natürlich, von „Pulp Fiction“-Macher Quentin Tarantino.

Nicolas Cage: "Quentin und ich könnten etwas Besonderes schaffen"

Dabei wären die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit auf jeden Fall gegeben. Denn der 62-jährige Darsteller und der fast gleichaltrige Meisterregisseur können sich privat richtig gut leiden. Mehr noch: Sie sind seit vielen Jahren eng befreundet.

„Wir schreiben uns gelegentlich E-Mails oder sprechen über Filme. Ich mochte sein Buch über Filme sehr. Es hat mir gefallen, Filme durch seine Augen zu betrachten“, sagte Cage im Gespräch mit Variety. Der Schauspieler machte keinen Hehl aus seiner Wertschätzung für die Arbeit Tarantinos. „Für mich ist er ein wahrer Akrobat des Filmemachens. Seine Filme bewegen sich auf eine Art und Weise, die absolut verblüffend ist“, so Cage.

Nach Absage an Christopher Nolan: Nicolas Cage verrät, dass der "Oppenheimer"-Macher ihn nicht mehr zurückruft

Nicht nur, dass Cage und Tarantino befreundet sind. Sie teilen folglich ebenso die Liebe zum Kino. Wieso es mit einer Tarantino-Zusammenarbeit dennoch nie geklappt habe, wollte Variety-Journalistin Pat Saperstein daher wissen. Dem Oscar-Star („Leaving Las Vegas“) zufolge hätte er keine Ahnung, warum es noch nicht dazu gekommen ist. Ein gemeinsamer Film habe sich bis heute schlicht „nie ergeben“.

Dabei hätte er große Lust, das betonte Cage öffentlich immer wieder. So zum Beispiel 2015 in einem Newsweek-Interview. In Bezug auf Tarantino sagte Cage damals: „Quentin und ich könnten gemeinsam etwas ganz Besonderes schaffen. Ich bleibe optimistisch und hoffe, dass es irgendwann passieren wird.“ Außerdem gab er an, neben Tarantino auch gerne einmal mit Paul Thomas Anderson („One Battle After Another“) drehen zu wollen.

(Indirekte) Kooperation bei 90er-Action-Klassiker

Allein die Vorstellung dürfte jedem Kinofan ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Tarantinos rabenschwarze Dialoge und stilisierte Gewalt treffen auf Cages Exzentrik und sein überdrehtes Spiel. In gewisser Weise kamen diese Fähigkeiten bereits zusammen. Denn Cage und Tarantino haben strenggenommen einmal miteinander zusammengearbeitet – über Umwege. 1996 spielte Cage neben Ex-007-Darsteller Sean Connery im explosiven Action-Blockbuster „The Rock“. Tarantino wirkte damals am Drehbuch mit und steuerte einige Dialogzeilen bei.

The Rock - Fels der Entscheidung
The Rock - Fels der Entscheidung
Starttermin 6. Juni 1996 | 2 Std. 16 Min.
Von Michael Bay
Mit Nicolas Cage, Sean Connery, Ed Harris
Pressekritiken
3,8
User-Wertung
4,1
Filmstarts
4,0
Auf Disney+ streamen

Der legendäre Filmemacher arbeitete aber primär an den Dialogen für Connery – und verpasste dem Alt-Star prompt einen der kultigsten One-Liner des gesamten Films („[...] Gewinner gehen nach Hause und vögeln die Ballkönigin.“). Es blieb Cages und Tarantinos einzige (indirekte) Kooperation bis heute.

Im folgenden Artikel erfahrt ihr derweil, wieso der Schauspieler nach über 40 Jahren im Business mit „Spider-Noir“ nun seine erste Serienrolle übernahm:

Nicolas Cage verrät, warum er nach 45 Jahren seine erste (!) Serien-Rolle übernommen hat, und gibt zu: "Ich war sehr nervös"

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