Wenn es um Mantel-und-Degen-Abenteuer geht, ist wohl keines so berühmt wie die von Alexandre Dumas ersonnene, vage von historischen Ereignissen inspirierte Geschichte der Musketiere. Nicht zuletzt, weil die literarische Vorlage zahlreiche Male verfilmt wurde – wobei sich viele Adaptionen bloß auf einen Teil der Sage beschränken.
Wer Lust auf ein umfassenderes Musketier-Erlebnis hat (oder sich schlicht und ergreifend fragt, wie es nach „Die drei Musketiere – D'Artagnan“ weitergeht), darf sich auf einen aufregenden TV-Abend freuen. Denn heute, am 29. Dezember 2025, feiert das Historien-Abenteuer „Die drei Musketiere – Milady“ seine deutsche Free-TV-Premiere – und zwar ab 22.15 Uhr im ZDF!
Einschalten lohnt sich, denn nicht nur der Verfasser dieses TV-Tipps findet, dass diese Fortsetzung die Stärken des Vorgängers ausbaut und im selben Zug einige Schwachstellen ausbügelt: Der Look ist besser (dank einer klareren Farbdramaturgie), der Erzählfluss ist mitreißender und „Casino Royale“-Star Eva Green wird hier als verführende Intrigantin mit tragischer Hintergrundgeschichte völlig von der Leine gelassen!
Falls ihr eine Alternative zur TV-Ausstrahlung benötigt: Beide „Die drei Musketiere“-Teile sind als Heimkino-Doppelpack* erhältlich – und sowohl „D'Artagnan“* als auch „Milady“ lassen sich unter anderem via Amazon Prime Video als VOD beziehen.
Darum geht es in "Die drei Musketiere – Milady"
D’Artagnan (François Civil) will seinen Schwarm, die königliche Dienerin Constance (Lyna Khoudri), aus einer bedrohlichen Lage retten, wird aber während dieser Mission bewusstlos geschlagen und entführt. Zwar gelingt es ihm, aus der Gefangenschaft zu entkommen, doch der nächste Schock folgt sogleich: Dort, wo er die um Befreiung flehende Constance vermutet, trifft er stattdessen die totgeglaubte, geheimnisvolle Milady de Winter (Eva Green) an.
Es entsteht eine komplizierte Beziehung zwischen dem jungen Helden und der Unberechenbaren: Er fühlt sich dazu verpflichtet, ihr beizustehen – und ebenso fürchtet er sich vor dem, wozu sie fähig ist. Alsbald entsteht ein Verwirrspiel, in dessen Zuge D’Artagnan und seine Freunde Athos (Vincent Cassel), Porthos (Pio Marmaï) und Aramis (Romain Duris) in einen großen Krieg verwickelt werden, der über die Zukunft Frankreichs entscheiden könnte...
Wuchtige Action, mehr Lug und Trug
„D'Artagnan“ ist beeindruckend, gerät beim Versuch, historisch akkurate Akzente zu setzen und zugleich Dumas' Flair zu modernisieren, aber zuweilen ins Stolpern. Das Autoren-Duo Alexandre De La Patellière & Matthieu Delaporte fand beim zweiten Teil dagegen einen stimmigen Weg, um aus der Vorlage einen von Lug und Trug durchzogenen Abenteuerstoff zu formen: Die Figuren und ihre Motivationen gewinnen in „Milady“ an Komplexität, die Handlung wird derweil geradliniger aufbereitet. Das spielt der Vision in die Karten, die Regisseur Martin Bourboulon in beiden Filmen durchschimmern lässt!
Die dreckige Bildsprache passt einfach zu den staubig-opulenten Schauplätzen sowie den verzweifelten Figuren, die der drohende Krieg ebenso belastet wie der zwischenmenschliche Morast aus Untreue, hoffnungsloser Liebe und widersprüchlichen Allianzen. All das, während Komponist Guillaume Roussel einen energisch-dramatischen Score über die Handlung gießt, der bedrohlich wummert und unheilvoll wabert!
Wenn ihr, wie ich, nach der Schlusspointe von „Die drei Musketiere: Milady“ den Wunsch nach einem dritten Teil in den Raum raunt, dürft ihr euch glücklich schätzen: Produzent Dimitri Rassam teilte vergangenes Jahr mit, dass ein dritter Teil bereits in Planung sei (via Allociné)!
Und schon jetzt findet ihr im Streaming einen anderen, aufregenden Abenteuerfilm, mit dem De La Patellière und Delaporte einen Literaturklassiker an die heutigen Sehgewohnheiten anpassen, ohne ihn krampfhaft zu modernisieren:
Neu auf Amazon Prime Video: Für Fans klassischer Abenteuerfilme ist dieses bildgewaltige 3-Stunden-Epos ein absolutes Muss!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.