Zwischen 1993 und 2002 kam kaum jemand an „Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI“ vorbei. Die von Chris Carter geschaffene Serie prägte das Mystery-Genre wie kaum eine andere und entwickelte sich schnell zu einem popkulturellen Phänomen. Auch wenn das Kultformat 2016 mit einer zehnten und später mit einer elften Staffel fortgeführt wurde, die nicht ganz an die Glanzzeiten der Originalserie anknüpfen konnten, schadeten weder die durchwachsenen neuen Episoden noch die beiden umstrittenen Kinofilme dem legendären Ruf der Serie nachhaltig.
Schon vor über zwei Jahren wurde bekannt, dass „Akte X“ neu aufgelegt werden soll. Verantwortlich dafür ist Ryan Coogler, der die „Black Panther“-Filme für Marvel inszenierte und zuletzt mit „Blood & Sinners“ für Aufsehen sorgte – der Horror-Hit hat es bei dem gemeinsamen Jahres-Ranking von FILMSTARTS und unserer Schwesterseite Moviepilot auf Platz 2 der besten Filmen des Jahres geschafft. In einem aktuellen Interview sprach Coogler nun etwas ausführlicher über seine Pläne mit der Reboot-Serie.
So stellt sich Ryan Coogler das "Akte X"-Reboot vor
Im Happy Sad Confused Podcast von Josh Horowitz erklärte Coogler, welche Bedeutung „Akte X“ für ihn persönlich hat: Er habe die Serie früher gemeinsam mit seiner Mutter gesehen und halte sie für eine der schönsten Fernsehserien, die je produziert wurden. Für das Reboot verfolge er den Ansatz, etwas Bewährtes und Geliebtes aufzugreifen, es sich zu eigen zu machen und daraus zugleich etwas Neues entstehen zu lassen.
Inhaltlich soll die Neuauflage sowohl klassische „Monster-der-Woche“-Folgen als auch eine übergreifende Verschwörungsstory bieten. Beides gehöre untrennbar zur DNA der Serie, wie Coogler betonte: „Es wäre nicht ‚Akte X‘, wenn wir nicht ein bisschen von beidem hätten“, erklärte er.
Was ist mit Mulder und Scully?
Offen blieb bislang die Frage, ob die ikonischen Hauptdarsteller*innen Gillian Anderson und David Duchovny, die als Dana Scully und Fox Mulder Fernsehgeschichte schrieben, im Reboot auftreten werden. Coogler bestätigte zwar Gespräche mit beiden und äußerte große Bewunderung, wollte jedoch weder Zu- noch Absagen machen: „Ich meine, ich kann nicht ... Ich bin ein großer Fan von Gillian, ich bin ein großer Fan von David“, wehrte er ab. „Das ist alles, was ich sagen kann.“
Sollten sie zurückkehren, dürften eher Gastauftritte als feste Rollen denkbar sein. Stattdessen kursiert bereits das Gerücht, dass Danielle Deadwyler („Carry-On“) eine neue leitende Ermittlerin verkörpern könnte.
Allzu lange dürfte es jedoch nicht dauern, bis weitere Details bekannt werden. Wie Coogler im Interview verriet, ist das „Akte X“-Reboot genau das Projekt, an dem er aktuell arbeitet. Er wird das Drehbuch schreiben, als ausführender Produzent fungieren und möglicherweise auch selbst Regie führen. Die Voraussetzungen stehen damit gut, dass das neue Kapitel der Kultserie frischen Wind in das Mystery-Genre bringt.
Übrigens: Habt ihr gewusst, dass ein ganz anderer Star der Neunziger ursprünglich eine Hauptrolle in „Akte X“ übernehmen sollte? Um wen es dabei geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Kaum vorstellbar, aber wahr: Dieser 90er-Jahre-Star sollte ursprünglich "Akte X"-Hauptrolle übernehmen!