Schon lange gibt es in Hollywood Pläne, die legendäre Marke „Power Rangers“ im ganz großen Stil zurückzubringen. Lange Zeit war ein Projekt von „Karate Kid Legends“-Macher Jonathan Entwistle für Netflix in Planung, das als düstererer Multiversums-Nostalgie-Trip sogar einen Teil der Originalbesetzung zurückbringen sollte. Doch mittlerweile hat Disney die Rechte an dem weltweit erfolgreichen Popkultur-Phänomen bekommen.
Jonathan E. Steinberg und Dan Shotz, die kreativen Hauptverantwortlichen hinter „Percy Jackson: Die Serie“, werden für Disney+ die jugendlichen Heldinnen und Helden mit ihren Kräften ein weiteres Mal gegen außerirdische und übernatürliche Bedrohungen kämpfen lassen. Getreu der Reihe werden auch sie beim „Power Rangers“-Reboot Science-Fiction, Martial Arts und bestimmt auch wieder bewussten Camp mischen – aber eine Sache machen sie auch radikal anders.
Ohne Action aus Japan: Ein komplett neues Konzept für die "Power Rangers"
Das Ziel ist mit der neuen Serie nicht nur die Fans der Marke anzusprechen, sondern komplett neue zu erschließen. Es wird keine Bezüge zu vorherigen Geschichten geben. Damit einher geht auch ein einschneidender Wechsel bei Entstehung und Planung der Story.
„Power Rangers“ war immer eng mit der legendären japanischen Action-Serie „Super Sentai“ verknüpft. Dialogszenen und Figureninteraktionen wurden zwar neu gedreht, aber die Actionszenen, all die Monsterkämpfe und Designs wurden direkt aus dem japanischen Vorbild übernommen. „Super Sentai“ endet aber 2026 nach über 50 Jahren Laufzeit und spielt so für die neue „Power Rangers“-Serie keine Rolle mehr. Diese verzichtet komplett auf japanisches „Super Sentai“-Footage. Alle Actionszenen werden neu produziert, erstmals werden für eine „Power Rangers“-Serie eigene Anzüge, Monster, Kämpfe und Effekte in Hollywood entwickelt.
Stehen die Stars für "Power Rangers" schon fest?
Noch hält sich Disney mit Mitteilungen zum Kult-Reboot bedeckt. Die bekannte Scooperin MyTimeToShineHello will aber neue Details zum Zeitplan erfahren haben. Laut ihren Informationen stehe der Casting-Prozess kurz vor dem Abschluss. Ab März 2026 sollen daher die Dreharbeiten für die Serie beginnen können. Vieles deutet darauf hin, dass es dann 2027 zum Start auf Disney+ kommen wird.
So verwundert es auch nicht, dass schon einige Namen in der Gerüchteküche kursieren. Laut dem oft über erstklassige Informationen zu Disney-Produktionen verfügenden Portal TheDisInsider wird wahrscheinlich Peyton Elizabeth Lee ins „Power Rangers“-Kostüm schlüpfen und eine Titelheldin spielen. Lee hat für Disney unter anderem schon die Hauptrollen in den Serien „Dr. Doogie Kamealoha“ und „Der geheime Club der zweitgeborenen Royals“ übernommen.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Auch „Drachenzähmen leicht gemacht“- und „Black Phone“-Star Mason Thames wird mit dem Projekt in Verbindung gebracht. Laut TheDisInsider wolle Disney ihn unbedingt haben. Zuletzt war aber noch ein Fragezeichen hinter seiner Verfügbarkeit. Aktuell dreht er noch „Drachenzähmen leicht gemacht 2“, was aber im Frühjahr abgeschlossen sein dürfte.
Universal Pictures
Laut den Informationen von TheDisInsider sei zudem Rita Rapulsa die große Bösewichtin der neuen „Power Rangers“-Serie. Für die ikonische Figur des Franchise soll Priyanka Chopra Jonas ganz oben auf der Disney-Wunschliste gestanden haben. Ob das Maushaus den indischen Superstar, der im Westen zuletzt vorwiegend bei Amazon („Citadel“, „Heads Of State“ und der kommende „The Bluff“) aktiv war, bekommen hat, ist allerdings unbekannt.
Amazon Prime Video
Berichten kann das Portal dagegen, dass noch einige Jungschauspieler*innen für Testaufnahmen vor der Kamera standen. Shaun Dixon („Vampirina: Teenage Vampire“), Paris Bravo („Venom: The Last Dance“), Judd Goodstein („Du bist sowas von nicht zu meiner Bat-Mizwa eingeladen“), Momoma Tamada („Avatar – Der Herr der Elemete“), Kira McLean („Permanent“) und der aus gefeierten „Naruto“- und „Pokemon“-Fanfilmen bekannte Christian Alexander Cruz sollen an diesen teilgenommen haben. Teilweise dürften sie aber in Konkurrenz für Rollen vorgesprochen haben, sodass am Ende nur einige aus dieser Reihe auch in der Serie mitspielen dürften.
Die "Power Rangers"-Zukunft ist spannend
Egal, wen wir vor der Kamera am Ende sehen, selten dürfte man mit so viel Spannung auf eine neue „Power Rangers“-Version geschaut haben.
Für langjährige Fans ist dieser Neustart definitiv ein Wagnis, weil er mit einem der zentralen Markenzeichen der „Power Rangers“ bricht: der engen Verbindung zur japanischen Vorlage „Super Sentai“. Viele ikonische Designs, Kämpfe und sogar der besondere Charme der Reihe entstanden gerade aus diesem kulturellen Hybrid.
Der radikale Neuansatz gibt den Autoren allerdings große Freiheit. Sie müssen ihre Geschichten nicht mehr so schreiben, dass sie zu bereits existierenden Kampfsequenzen passen. Erstmals bestimmt die Story die Action – und es läuft nicht umgekehrt. Der Verzicht auf vorgegebenes Archivmaterial eröffnet die Chance, Figuren, Tonfall und Mythologie langfristig zu entwickeln und eine große Geschichte mit einem durchgehenden Plan zu erzählen. Die neue Serie kann erwachsener, kohärenter und erzählerisch ambitionierter werden. Ob das so klappt, sehen wir wohl 2027 auf Disney+. Eine Serie, von der ihr seit wenigen Tagen dort bereits neue Folgen sehen könnt, stellen wir euch im folgenden Artikel vor:
Neu bei Disney+: Die knallharte neue Gangster-Serie des "Peaky Blinders"-Machers geht in die 2. Runde!