Heute im TV: Monumentale Katastrophen-Action – da würde selbst Zerstörungs-Profi Roland Emmerich staunen
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Gehört ihr zu den Filmfans, die nicht genug von natürlichen Desastern bekommen können? Je größer und zerstörerischer die Katastrophen auf Leinwand und Bildschirm, desto besser? Dann schaut zur Primetime doch mal in „The Wave - Die Todeswelle“ rein.

Der norwegische Reißer „The Wave - Die Todeswelle“ läuft am heutigen 8. Februar 2026 um 20.15 Uhr auf RTL Zwei. Eine Wiederholung wird nicht angeboten. Wer den Ausstrahlungstermin verpasst, kann den FSK-12-Titel auf Blu-ray und DVD* oder – aktuell erfreulich günstig! – als kostenpflichtiges Video-on-Demand nachholen:

In der Hauptrolle erwartet euch Kristoffer Joner, der nach „The Wave“ auch in den USA Fuß fassen konnte. So war er unter anderem in den globalen Hits „The Revenant“ und „Mission: Impossible - Fallout“ dabei. Neben Joner standen außerdem noch Ane Torp Dahl („Oslo-Stories: Träume“), Thomas Bo Larsen („Der Rausch“), Fridtjov Såheim („Troll“) und Jonas Hoff Oftebro aus der Netflix-Hitserie „Ragnarök“ vor der Kamera.

Kleines Budget, große Bilder

Katastrophenfilme mit Natur-Desastern erfreuen sich schon seit Dekaden großer Beliebtheit. Woran das liegt? Vielleicht daran, dass es die Nerven kitzelt, sich vorzustellen, wie man selbst in solchen Situationen reagieren würde. Unwillkürlich stellt man sich die Frage: „Würde ich heldenhaft handeln, versuchen, schnellstmöglich abzuhauen, oder würde ich mich resigniert meinem Schicksal stellen?“ Vielleicht hat man aber auch – so wie es wohl bei den Blockbuster-Regisseuren Roland Emmerich („The Day After Tomorrow“, „White House Down“) und Michael Bay („Armageddon“, „Die Insel“) der Fall sein dürfte – einfach nur Spaß daran, möglichst monumentale Zerstörung beziehungsweise den kompletten Abriss ganzer Städte vor Augen zu haben?

Ob einer oder beide der genannten Hollywood-Giganten jemals den norwegischen Genre-Beitrag „The Wave - Die Todeswelle“ gesehen haben, ist nicht bekannt. Der Verfasser dieses Artikels ist sich aber sehr sicher, dass sie beeindruckt wären, was der Kollege Roar Uthaug („Troll“, „Tomb Raider“) mit einem Bruchteil ihres üblichen Budgets zustande gebracht hat.

The Wave - Die Todeswelle
The Wave - Die Todeswelle
Starttermin 26. Februar 2016 | 1 Std. 50 Min.
Von Roar Uthaug
Mit Kristoffer Joner, Thomas Bo Larsen, Ane Dahl Torp
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
3,1

Der Film hat zwar bereits ein gutes Jahrzehnt auf dem Buckel (Kinostart in Norwegen war im August 2015), sieht aber in Bezug auf seine Spezialeffekte noch immer grandios aus. Es ist wirklich erstaunlich, wie real die Bedrohung durch die Natur in „The Wave - Die Todeswelle“ rübergebracht wird. Uthaug und seinem Team stand dafür lediglich ein Gesamtbudget von fünf Millionen Euro zur Verfügung – was im Vergleich zu den Herstellungskosten von Katastrophen-Actionern aus Hollywood geradezu lächerlich anmutet.

Inspiriert wurden Roar Uthaug sowie seine Drehbuchautoren John Kåre Raake („The Fortress“) und Harald Rosenløw-Eeg („The North Sea“) von einem realen Ereignis aus dem Jahre 1934. Damals stürzten bei einem Erdrutsch zwei Millionen Kubikmeter Felsmasse in einen Fjord. Die daraus resultierende Flutwelle von bis zu 62 Metern Höhe zerstörte die Ortschaft Tafjord und forderte Dutzende von Menschenleben.

„The Wave“ war ein riesiger Erfolg in ganz Skandinavien und avancierte sogar zum erfolgreichsten Kinostart des Jahres 2015 in Norwegen. Falls euch der Film gefällt, könnt ihr im Anschluss gleich das Sequel „The Quake - Das große Beben“ anschauen. Der sich um eine Erdbebenkatastrophe drehende Streifen ist ebenfalls als Video-on-Demand zu haben. Zudem steht er noch bis zum 28. Februar 2026 in der Mediathek von Tele 5 als Gratis-Stream bereit.

"The Wave": Das ist die Story

Der Geologe Kristian Eikjord (Kristoffer Joner) lebt mit seiner Familie in dem Touristenort Geiranger nahe des Geirangerfjords. Während seine Frau Idun (Ane Dahl Torp) im lokalen Hotel als Empfangschefin arbeitet, ist er Teil des kleinen Forschungsteams, das die seismischen Bewegungen rund um die mächtigen Felswände am Fjord beobachtet. Nun wollen die Eikjords mit ihren Kindern allerdings ins deutlich größere Stavanger umziehen, wo Kristian einen neuen Job in der Ölindustrie angenommen hat.

Anstelle eines entspannten Abschieds bekommt der Wissenschaftler es an seinem letzten Arbeitstag im Erdrutsch-Frühwarnzentrum aber mit einer regelrechten Katastrophe zu tun. Denn die Messgeräte zeigen plötzlich auffällige Werte an. Sofort befürchtet der Experte, dass die Gesteinsschichten des nahegelegenen Berges Åkerneset in Bewegung geraten sein könnten.

Zunächst will ihm jedoch niemand Glauben schenken. Doch Kristians Befürchtungen werden zur grausamen Realität. Denn riesige Felsbrocken stürzen in den Fjord und lösen eine gewaltige Flutwelle aus, die die umliegenden Siedlungen allesamt überrollen wird. Verzweifelt versucht Kristian, seine Mitmenschen zu warnen und vor allem seine Lieben in Sicherheit zu bringen...

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