Ab heute im Kino: Die Macher eines der besten Animes melden sich zurück!
Florian Tritsch
Florian Tritsch
-Freier Autor
Florian ist seit frühester Kindheit von allem begeistert, was auf der großen Leinwand im Lichtspielhaus zum Leben erwacht.

Eines der meistadaptierten Werke der Weltliteratur kehrt zurück ins Kino – diesmal als Anime. „Belle“-Regisseur Mamoru Hosoda inszeniert ein düsteres Drama nach William Shakespeare. "Scarlet" startet am 24. Februar bundesweit.

Ob in Michael Almereydas „Hamlet“auf direkte Weise, absurd m Stil von „Zombie Hamlet“ oder wie in Claire McCarthys „Ophelia“ als feministische Reinterpretation – „Hamlet“ ist ohne Frage eines der am häufigsten adaptierten Werke der Literatur. Und das wird sich so schnell nicht ändern, wie man auch an Aneil Karias zeitgenössischer Version sieht. Doch während „Hamlet“ noch in den Lichtspielhäusern läuft, steht schon die nächste Adaption des Shakespeare-Stoffs auf der großen Leinwand bevor! Mamoru Hosoda präsentiert mit „Scarlet“ seine ganz eigene Interpretation als bildgewaltiges Anime-Drama.

Hosoda, bekannt durch Anime-Erfolge wie „Belle“, „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ und „Summer Wars“, der mit 4,5 Sternen in der FILMSTARTS-Kritik für uns zu den besten Animefilmen überhaupt gehört, steht für emotional konzentriertes Erzählen und eine Bildsprache von bemerkenswerter Klarheit. Hosoda verschiebt den Fokus innerhalb der Geschichte um den Prinzen von Dänemark radikal und rückt eine junge Frau ins Zentrum der Tragödie. Zugleich verweist der Regisseur auf prägende Einflüsse – insbesondere auf „Prinzessin Mononoke“ aus dem Hause Studio Ghibli. Wie diese Elemente zusammenfinden, lest ihr entweder in unserer Kritik oder seht Ihr selbst ab dem 24. Februar im Kino – in der japanischen Originalfassung mit Untertiteln sowie in deutscher Synchronisation.

"Scarlet": Rache in neuen Bildern

Die Handlung führt uns ganz klassisch ins Dänemark des 16. Jahrhunderts. Hier regiert Amulet, ein gütiger, großartigen König, der von seinem Volk geliebt wird. Die einzigen, die ihm missgünstig begegnen, sind sein Bruder Claudius, der sowohl an Amelths Krone als auch an dessen Frau Gertrude interessiert ist und die eitle Gertrude selbst. Diese drängt Claudius dazu, ihrem Mann einen Landesverrat anzuhängen und zu töten und heiratet ihn.

Kurz darauf wird Claudius zum König gekrönt, doch seine Grausamkeit versetzen das Königreich in große Angst und Schrecken. Prinzessin Scarlet will ihn aufhalten und ihren Vater rächen, doch das geht schief und sie landet in der Unterwelt, einem Ort, an dem die Lebenden und die Toten koexistieren. Dort entfaltet der Regisseur eine visuelle Parallelwelt, die Realität und Jenseits stilistisch klar trennt.

Aktuell wird übrigens nicht nur ein Werk von William Shakespeare neu aufgelegt, sondern auch eine Kultserie aus den 1990er-Jahren bekommt ein Reboot – und das sogar mit einer der Originaldarstellerinnen:

90er-Kult: Die einst erfolgreichste Serie der Welt wird neu aufgelegt – und einer der Originalstars kehrt zurück!

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