Heute erstmals im TV: Intensiver Survival-Thriller mit Haifisch-Horror – im Flugzeug!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube steht auf sog. "Elevated Horror", also auf Filme wie "Hereditary", "Der Leuchtturm" oder "The Witch". Zwischendurch darf es aber gern mal ein geradliniger Slasher, ein tougher Home-Invasion-Thriller, eine spaßige Zombie-Komödie oder ein blutiger Hai-Schocker sein.

Sharks On A Plane! Eine auf jeden Fall schon mal interessante, weil doch recht originelle Idee für einen Mix aus Tierschocker und Katastrophenfilm präsentiert der seine Free-TV-Premiere feiernde Reißer mit Stars aus „Downton Abbey“ und „Star Trek“.

„Was zum Teufel sucht ein Hai in einem Flugzeug?“, fragt eine der Figuren von „No Way Up“ im Trailer. „Na, ja, er soll wohl für ein wenig Spannung und Gefahr sorgen“, könnte man dem jungen Mann antworten. Ob das bei dem Survival-Thriller letztlich funktioniert, lest ihr etwas weiter unten in diesem Artikel. Oder ihr schaltet einfach rechtzeitig euer Fernsehgerät ein und findet es selbst heraus.

„No Way Up“ läuft am heutigen 2. März 2026 um 22.15 Uhr im ZDF. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 3. auf den 4. März um 0.45 Uhr. Alternativ ist der FSK-16-Titel als Blu-ray/DVD* und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:

Viel Potenzial, wenig Ausschöpfung

Survival-Thriller trifft Tierhorror: Diese Genre-Kombination ist nichts Neues – schon gar nicht, wenn Haie im Spiel sind. Bei so gut wie jedem Film mit den scharfzahnigen Meeresraubtieren geht es für die darin auftretenden menschlichen Figuren ums nackte Überleben. Diese Situation dann aber im viele Meter unter der Wasseroberfläche befindlichen Wrack eines Passagierflugzeugs anzusiedeln, ist erst einmal eine schöne, weil so noch nicht allzu häufig dagewesene Idee. Präsentiert wird uns der 2024 auf den hiesigen Heimkino-Markt gekommene Reißer vom schweizerischen Action-Regisseur Claudio Fäh („Hollow Man 2“, „Sniper 4+7“).

Und auch in Bezug auf den Cast bekommen wir in diesem Sujet meist deutlich Schwächeres vorgesetzt. So sind mit „Star Trek: Deep Space Nine“-Fan-Favorit Colm Meaney sowie Phyllis Logan aus sechs Staffeln und drei Kinofilmen „Downton Abbey“ zwei reputable Schauspielveteran*innen dabei. Und auch die jüngere Garde mit Sophie McIntosh („Brave New World“), Will Attenborough („Verleugnung“) oder Manuel Pacific aus „Terminator 6: Dark Fate“ hat durchaus schon bewiesen, etwas auf dem Kasten zu haben.

No Way Up
No Way Up
Starttermin 25. Februar 2022 | 1 Std. 30 Min.
Von Claudio Fäh
Mit Sophie McIntosh, Will Attenborough, Colm Meaney
User-Wertung
2,3

Leider macht „No Way Up“ nicht wirklich viel aus seiner eigentlich vielversprechenden Besetzung und Szenario. Die Charaktere sind größtenteils arg eindimensional gezeichnet und es ist für mit dieser Art von Streifen vertraute Filmfans nicht allzu schwierig, vorauszusagen, wer innerhalb der knappen eineinhalb Stunden das Zeitliche segnen wird und wer zumindest eine Chance hat, den Abspann noch zu erleben. Dazu kommt, dass die Qualität der digitalen Effekte doch recht minderwertig ist.

So wird das Potenzial für Spannung, überraschende Wendungen und vielleicht auch ein wenig Verrücktheit à la „Meg“ oder „Deep Blue Sea“ nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft. Wahrscheinlich fehlten dafür vor allem die nötigen Budgetdollars. So klingt die Prämisse des Films nach deutlich mehr Aufregung, als schließlich geboten wird.

"No Way Up": Das ist die Story

Auf einem Touristenflug von Los Angeles zum mexikanischen Party- und Badeort Cabo San Lucas kommt es zu einer Katastrophe: Ein Vogelschwarm gerät in eines der Triebwerke. Durch aus diesem herausbrechende Metallteile wird ein Loch in den Rumpf des Jets gerissen. Dutzende Passagiere und Flugbegleiter*innen werden hinausgeschleudert. Irgendwie gelingt es den Piloten, die Maschine dennoch so weit unter Kontrolle zu halten, dass sie zu einer Notlandung auf dem offenen Ozean ansetzen können. Danach versinkt das Wrack jedoch schnell im Wasser.

Einige Überlebende – darunter Ava (Sophie McIntosh), die Tochter des kalifornischen Gouverneurs, ihr Bodyguard Brandon (Colm Meaney) und Avas Freund Jed (Jeremias Amoore aus aus „Zero Chill“) – finden sich in einer Ecke der schwer beschädigten Kabine wieder, wo sie dank einer Luftblase noch atmen können. Ob jemand die Notrufe gehört hat und Rettung unterwegs ist, bleibt ungewiss. Da beginnen Haie, in die auf einem Riff aufgesetzten Überreste des auseinandergebrochenen Flugzeugs einzudringen…

Einen deutlich besseren Schocker mit Haien gibt es seit kurzer Zeit fürs Heimkino. Im folgenden Artikel stellt FILMSTARTS-Autor Sidney Schering euch den auf mehreren Ebenen passend betitelten „Dangerous Animals“ vor:

Klingt nach Trash, ist aber echt gut: Mix aus Serienkiller-Schocker und Hai-Reißer neu im Heimkino

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