Die „Spiderverse“-Filme gelten berechtigterweise als absolute Höhepunkte des Superhelden-Kinos. Nicht nur brachte die neue Hauptfigur Miles Morales angenehm frischen Wind in den altbekannten Spider-Man-Kosmos, auch animationstechnisch setzten die Filme neue Maßstäbe, weshalb der Erstling „Spider-Man: Into The Spider-Verse“ sogar mit einem Oscar für den besten Animationsfilm ausgezeichnet wurde.
Der Nachfolger „Spider-Man: Across The Spider-Verse“ setzte zwar nochmal einiges obendrauf, ließ viele Zuschauer durch sein offenes Ende allerdings auch etwas unbefriedigt zurück. Trost spendete damals das Versprechen, dass die Fortsetzung nur ein Jahr später folgen sollte. Danach war es jedoch mehrere Jahre still um den Film geworden.
Zuletzt wurde bekannt, dass der deutsche Kinostart von „Spider-Man: Beyond The Spiderverse“ für den 24. Juni 2027 angesetzt ist – ganze drei Jahre später als ursprünglich geplant. Den Grund verrieten nun die Masterminds hinter der Reihe.
Ein dritter Teil war zuerst gar nicht geplant
Das Filmemacher-Duo aus Phil Lord und Chris Miller, das für die Produktion und die Drehbücher der „Spiderverse“-Filme verantwortlich ist, gab kürzlich in einem Interview mit Gizmodo zu, dass die Verzögerung des dritten Teils vor allem einer großen strukturellen Umplanung geschuldet ist: „Ursprünglich war nur ein Film geplant, aber der wäre zu vollgestopft geworden, also wurde er in zwei Teile aufgespalten“, so Miller.
Diese Aussage erklärt natürlich, warum sich „Across The Spiderverse“ so unvollständig angefühlt hat. Mit der Aufteilung der Geschichte ergab sich allerdings ein großes Problem, denn man hatte für den dritten Teil zwar schon ein festes Ende parat, aber keinen Mittelteil, der einen ganzen Film hätte ausfüllen können.
Mittlerweile haben Lord und Miller zum Glück herausgefunden, wie sie die Geschichte sinnvoll ausbauen können. So war Spider-Man im letzten Teil hin- und hergerissen zwischen seiner Familie und seiner Verantwortung als Superheld – und genau dieser Zwiespalt wird auch in „Beyond The Spider-Verse“ weiter erforscht, wie Lord verriet: „Wenn deine Familie durch deine Berufung und deine Talente auseinandergerissen wird, wie flickst du sie wieder zusammen?“
Der Druck der Fans geht nicht spurlos an den Schöpfern vorbei
Während sich die Drehbuchautoren in den vergangenen Jahren der Ideenfindung gewidmet haben, bekamen sie natürlich auch den hohen Druck der Fans zu spüren. Und diese wollen sie auf keinen Fall enttäuschen, wie Miller beteuerte: „Niemand übt mehr Druck auf uns aus als wir selbst, mit dem stetigen Wunsch, uns jedes Mal zu übertreffen, Dinge zu sehen, die man noch nie zuvor gesehen hat, und etwas zu erleben, das sich völlig neu anfühlt.“
Gleichzeitig halten die „LEGO Movie“- und „21 Jump Street“-Macher die lange Zeit, die sie sich für die Entwicklung des Films nehmen, aber auch für unbedingt notwendig: „Der Trick ist [...], Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen und zu sehen, wohin all das führt“, erklärte Lord. Bei einer Sache können wir uns also fast sicher sein: „Beyond The Spiderverse“ wird nichts von der kreativen Kraft seiner beiden Vorgänger einbüßen!
Übrigens: In der Zwischenzeit haben sich Lord und Miller noch einem anderen Projekt angenommen, nämlich dem Sci-Fi-Blockbuster „Der Astronaut - Project Hail Mary“, bei dem sie nach langer Zeit auch wieder selbst auf dem Regiestuhl saßen. Dieser startet schon demnächst in den Kinos – und wird von den ersten Stimmen bereits jetzt in den Himmel gelobt:
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