Heute im TV: Dieses Fantasy-Abenteuer mit Drachen und Monstern basiert auf einem 25 Mio. Mal verkauften Roman
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Ihr steht auf die „Narnia“-Filme, „Percy Jackson“ und „Der Herr der Ringe“? Dann könnt ihr heute Abend einen Kinofilm im Free-TV sehen, der 2006 als Konkurrenz für diese Mega-Reihen ins Rennen geschickt wurde.

Mehr als 40 Millionen Bücher hat Schriftsteller Christopher Paolini bisher von den vier Fantasy-Romanen seines „Eragon“-Zyklus verkauft – über 25 Millionen davon allein vom ersten Teil „Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter“. Dessen starbesetzte Realverfilmung wird am Abend im Free-TV gezeigt:

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter“ läuft am heutigen 5. März 2026 um 22.35 Uhr auf dem Disney Channel. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Disney+* streamen. Zudem ist er als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:

Konkurrenz für "Herr der Ringe" & "Narnia"?

2004 triumphierte das damals noch nicht vom Disney-Konzern geschluckte „Star Wars“-, „X-Men“-, „Alien“- und spätere „Avatar“-Studio 20th Century Fox. Schließlich hatte man nach zähen Verhandlungen die Rechte an den „Eragon“-Bestsellern des US-Autors Christopher Paolini erworben. Nun machten sich die Verantwortlichen daran, das richtige Personal zu finden, um endlich auch eine eigene große Fantasy-Saga präsentieren zu können, die gegen die Mega-Franchises der Konkurrenz wie „Der Herr der Ringe“, „Harry Potter“ und die sich bereits am Horizont abzeichnenden „Chroniken von Narnia“ anstinken sollte. Eine dermaßen populäre Romanreihe musste einfach ein Hit werden, dachte man sich offenbar.

So wurde mit „Jurassic Park III“-Drehbuchschreiber Peter Buchman ein bereits bewährter Mann für das Skript verpflichtet. Und auch beim Casting wurde auf prominente Gesichter gesetzt: Neben dem Newcomer Ed Speleers für die jugendliche Titelrolle wurden jede Menge renommierte Mim*innen wie Jeremy Irons („Stirb langsam: Jetzt erst recht“), John Malkovich („Con Air“), Robert Carlyle („Trainspotting“), Garret Hedlund („Troja“), Sienna Guillory („Resident Evil: Apocalypse“) und Djimon Hounsou aus „Amistad“ unter Vertrag genommen.

Für den Posten des Regisseurs wollte man allerdings einen besonderen Weg gehen und vergab diesen an Stefen Fangmeier. Der Texaner war bis dahin für die Spezialeffekte bei Großprojekten wie „Terminator 2“, „Der Soldat James Ryan“ oder „Master & Commander - Bis ans Ende der Welt“ mitverantwortlich. Selbst einen Film inszeniert hatte er allerdings bis dahin noch nicht. Um es kurz zu machen: „Eragon“ war nicht nur Fangmeiers erste Regiearbeit, es war auch seine letzte. Nach dem Flop des 100-Millionen-Dollar-Unterfangens kehrte er zu seiner eigentlichen Berufung als Effektemacher zurück – unter anderem für „Game Of Thrones“.

Wie unser Chefredakteur Christoph Petersen in der mit lauen 2 von 5 möglichen Sternen noch vergleichsweise gnädigen FILMSTARTS-Kritik feststellt, scheitert die sprunghafte und überladene Adaption des 736-Seiten-Buches auf ganzer Linie. Kaum eine Szene dauert länger als 30 Sekunden. So hat das Publikum keine Chance, wirklich in diese Welt und die darin spielende Geschichte einzutauchen. Im Gegensatz zum episch präsentierten Vorbild „Der Herr der Ringe“ bekommen wir hier lediglich eine Aneinanderreihung von allenfalls lose miteinander verbundenen Story-Häppchen vorgesetzt, die keine Entwicklung von Spannung, Emotionen oder auch nur Atmosphäre zulassen.

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Starttermin 14. Dezember 2006 | 1 Std. 45 Min.
Von Stefen Fangmeier
Mit Ed Speleers, Jeremy Irons, Sienna Guillory
Pressekritiken
2,2
User-Wertung
1,7
Filmstarts
2,0
Auf Disney+ streamen

„Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter“ entpuppte sich als Riesenenttäuschung. So war es kein Wunder, dass die Macher der angepeilten Filmreihe schon nach dem ersten Part den Stecker zogen. Das Einschalten jenseits einer gewissen Neugierde gegenüber filmischen Desastern können wir deshalb auch zwei Dekaden nach dem Kinostart wirklich nicht empfehlen.

Doch für alle Fans der Romanreihe, die sich eine angemessene Umsetzung in bewegten Bildern wünschen, gibt es noch immer Hoffnung. Denn Disney+ arbeitet derzeit an einer Serie. Schaut man sich an, wie der Streaming-Service aktuell den ebenfalls nicht gerade begeisternden „Percy Jackson“-Filmen eine immens erfolgreiche Serie folgen ließ, gibt es durchaus Anlass zum Optimismus. Alles, was wir bisher über das Projekt wissen, hat FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt im folgenden Artikel für euch zusammengefasst:

Dank "Spider-Man"-Macher: Sehnsüchtig erwartete Fantasy-Serie auf Disney+ wird nach 4 (!) Jahren endlich Realität

"Eragon": Das ist die Story

Der 17-jährige Eragon (Ed Speleers) findet in der Natur von Alagaësia ein mysteriöses blaues Ei und nimmt es mit nach Hause. Es dauert nicht lange und der Bauernjunge ist der Ziehvater eines Drachenbabys, das er Saphira (Sprecherin in der englischsprachigen Originalfassung: Oscargewinnerin Rachel Weisz/deutsche Synchronstimme: NDW-Star Nena) tauft. Doch der grausame König Galbatorix (John Malkovich), der Reiter des – wie er glaubte! – letzten noch lebenden Drachen, fürchtet um seine Macht. Deshalb sendet er seine Soldaten aus, um Eragon und die ihm mittlerweile sehr liebgewonnene Saphira zu töten.

Mit Hilfe von Saphira und dem geheimnisvollen Geschichtenerzähler Brom (Jeremy Irons) kann Eragon im letzten Moment entkommen. Auf der Flucht stellt sich heraus, dass Brom selbst einer der einst zahlreichen Drachenreiter war. Er ist sich sicher, dass Eragon als erster Reiter seit langer Zeit dem von Galbatorix unterjochten Volk endlich wieder Hoffnung auf ein besseres Leben geben kann. Doch um dies zu erreichen, muss das Trio erst einmal zu den Varden gelangen, einer in weit entfernten Höhlen hausenden Gruppe von Rebellen unter der Führung des ebenso mutigen wie weisen Ajihad (Djimon Hounsou)…

Ihr wollt noch mehr epische Fantasy in Filmform? Dann schaut doch einfach in den folgenden Streaming-Tipp rein:

Vergleiche mit "Der Herr der Ringe" sind nicht zufällig: Fantasyfilm heute Abend streamen – eine der ganz großen Legenden in anderem Gewand

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