Guy Ritchie feierte mit seinen beiden Kult-Hits „Bube Dame König grAS“ und „Snatch“ einen perfekten Einstand ins Filmgeschäft und stand schon bald als Synonym für coole Gangster-Unterhaltung. Mittlerweile kennt man ihn zudem für geradlinige Action-Reißer („Cash Truck“, „Guy Ritchie's Der Pakt“) und Fantasy-Bombast („Aladdin“, „King Arthur: Legend Of The Sword“). Doch auch „Sherlock Holmes“ und „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“, in denen Robert Downey Jr. in der Rolle des Kult-Detektivs zu sehen ist, stehen bei vielen Fans hoch im Kurs.
Während Fans nach wie vor um „Sherlock Holmes 3“ bangen, um den es mal besser, mal wieder schlechter zu stehen scheint, gibt es seit dem 4. März in „Young Sherlock“ endlich neue Abenteuer des weltberühmten Ermittlers zu sehen – exklusiv bei Amazon Prime Video. Dass die Serie unter anderem von Guy Ritchie entwickelt, produziert und inszeniert wurde, macht dabei durchaus stutzig …
… denn bedeutet das etwa, dass die Kinofilme mit der Prime-Video-Serie zusammenhängen? Wird die im Streaming von Hero Fiennes Tiffin („After Passion“) gespielte Version von Holmes im weiteren Verlauf der Geschichte zur Inkarnation von Robert Downey Jr.? Darauf lieferte nun Matthew Parkhill eine Antwort – und der muss es schließlich wissen, immerhin hat er das Format gemeinsam mit Ritchie erdacht und als Showrunner auf den Weg gebracht.
"Young Sherlock" und die "Sherlock"-Filme
Wenn der 19-jährige Sherlock Holmes in „Young Sherlock“ an der Universität von Oxford in seinen ersten Fall hineinstolpert, könnte man durchaus auf die Idee kommen, hier eine jüngere Version von Robert Downey Jr.s Figur zu sehen. Nicht zuletzt, weil Guy Ritchie bei den ersten beiden Episoden auch Regie führte, damit also die Marschroute vorgibt – und diese stilistisch eben ganz und gar seiner unverkennbaren Handschrift entspricht.
In Anbetracht dessen hätte es wohl niemanden überrascht, wenn wir es plötzlich mit einem großen „Sherlock Holmes“-Film- und Serien-Universum zu tun hätten. Wie der Showrunner nun gegenüber The Wrap verraten hat, ist das allerdings nicht der Fall: „Am einfachsten lässt es sich so ausdrücken: Hero wird nicht zu Robert Downey Jr.“, so Matthew Parkhill. Stattdessen habe man eine grundlegend neue Figur erschaffen, die in ihrer eigenen Welt lebt.
Gleichzeitig räumt Parkhill ein, dass zwischen den beiden Geschichten aber auch viel Ähnlichkeit herrscht. Denn man wollte „etwas erschaffen, das diejenigen lieben, die auch die Filme lieben“. Nicht zuletzt aus diesem Grund – und weil Guy Ritchie seinen erzählerischen wie auch visuellen Style ohnehin nie so wirklich ablegen kann – schlagen Filme und Serie tonal in dieselbe lässige Kerbe. Während man Abenteuer-Vibe und Spaßfaktor genauso hochhalten wollte wie in den Filmen von 2009 und 2011, sollte die Hauptfigur jedoch „sehr, sehr anders“ sein.
Eine große Herausforderung für Hero Fiennes Tiffin
Und genau dieser Umstand entpuppte sich für Hauptdarsteller Hero Fiennes Tiffin als durchaus knifflige Angelegenheit. Für den gebürtigen Londoner, der auch schon für Ritchies „The Ministry Of Ungentlemanly Warfare“ vor der Kamera stand, war RDJs Holmes-Variation die erste, mit der er im Kino Bekanntschaft machte. Auch mit der Benedict-Cumberbatch-Serie „Sherlock“ war er vertraut. Dementsprechend herausfordernd war es für den Schauspieler, sich von den ihm bekannten Interpretationen zu lösen.
„Als mir die Rolle des jungen Sherlock angeboten wurde und ich direkt zugesagt habe, musste ich mich zusammenreißen, mir die bisherigen Darstellungen nicht noch einmal anzusehen, weil ich ohnehin schon so stark beeinflusst war“, so Tiffin gegenüber The Wrap. „Mir war klar, dass ich dem Projekt etwas Eigenes hinzufügen musste. [...] Meine Vorbereitungen beschränkten sich deswegen im Grunde auf das Drehbuch.“
Was am Ende dabei herausgekommen ist, könnt ihr seit gestern auf Prime Video feststellen. Alle acht Episoden der ersten Staffel wurden auf einen Schlag veröffentlicht. Außerdem findet ihr auf Amazons Streaming-Plattform seit wenigen Tagen auch einen der größten Kino-Klassiker überhaupt:
170 Minuten Kino in Perfektion: Einen der besten Filme aller Zeiten könnt ihr jetzt bei Amazon Prime Video streamen*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.