Klammert man seinen Auftritt in Robert Rodriquez' „Machete“ mal ein wenig aus, da es sich hier in erster Linie um ein Danny-Trejo-Vehikel gehandelt hat, dann muss ich es so deutlich sagen: Seit mehr als zwanzig Jahren hat Steven Seagal keinen wirklich brauchbaren Action-Film mehr abgeliefert. Das ist durchaus schade, denn mit „Nico“, „Zum Töten freigegeben“, „Deadly Revenge“ und nicht zuletzt „Alarmstufe: Rot“ konnte der Aikido-Meister in den 1990er-Jahren für viel Aufsehen sorgen.
Mit dem Beginn der 2000er-Jahre aber setzte die Karriere des Steven Seagal nicht nur für mich zum Sturzflug an. „Exit Wounds - Die Copjäger“ aus dem Jahre 2001 bildet dabei das letzte große Aufbäumen vor dem Abstieg in den Direct-to-DVD-Sumpf mit Ramsch wie „Out For A Kill“, „Submerged“ oder „Attack Force“. Der Action-Kracher von Andrzej Bartokowiak läuft heute, am 17. März ab 22.40 Uhr bei Nitro. Aufgrund der FSK-18-Freigabe ist die heutige Ausstrahlung gekürzt. Unzensiert gibt's den Film bei Amazon Prime Video:
Dass sich „Exit Wounds“ auch heute noch als durchaus temporeicher, teilweise stark choreographierter Action-Snack erweist, liegt an Regisseur Andrzej Bartkowiak. Der polnische Filmemacher konnte sich zuvor als Kameramann bei „Falling Down“, „Lethal Weapon 4“ oder „Speed“ beweisen, um dann mit „Romeo Must Die“ seinen ersten Spielfilm zu inszenieren – und seine Action-Kompetenz ein weiteres Mal zu belegen. „Exit Wounds“ bildet dort keine Ausnahme und ist in erster Linie klassisches Genre-Kino, das sich inhaltlich durch eine angenehme Schnörkellosigkeit auszeichnet und sich selbst nicht allzu ernst nimmt.
Darum geht's in "Exit Wounds"
Detective Orin Boyd (Steven Seagal) ist ein gnadenloser Einsatzgänger, hat einiges auf dem Kerbholz und wird wegen seiner Verfehlungen in der jüngeren Vergangenheit in das schlimmste Polizeirevier von ganz Detroit strafversetzt. Doch Boyd denkt gar nicht daran, sich an seinem neuen Arbeitsplatz hängen zu lassen und gibt den Kampf gegen Ungerechtigkeit und die weit verbreitete Korruption unter seinen Kolleg*innen nicht auf.
Um endgültig aufräumen zu können, geht er ein ungewöhnliches Bündnis ein. Er schließt sich mit dem berühmt-berüchtigten Drogendealer Latrell Walker (HipHop-Star DMX) zusammen und gemeinsam gerät das ungleiche Duo immer tiefer in die Wirren einer tödlichen Verschwörung, die Boyd und Walker bis in die höchsten Ränge des Polizeipräsidiums führt.
Michael Caine war einst so verzweifelt, dass er einen Film mit Steven Seagal drehte. Was dahinter steckt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich war so verzweifelt, dass ich einen Film mit Steven Seagal drehte": Michael Caine spricht über die schwierigste Zeit seiner KarriereDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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