Auf dieses Kino-Abenteuer warten Millionen von Comic-Fans seit ihrer Kindheit – jetzt gibt's einen deutschen Starttermin
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Comics gibt's nicht nur von Marvel und DC, sondern auch aus Europa. Schon lange hoffen Fans dabei auf eine neue Kinoadaption der Kultcomics rund um das Marsupilami. Die ist jetzt ein Mega-Erfolg - und hat endlich auch einen deutschen Kinostarttermin.

Wer nicht nur Marvel und DC liest, sondern auch europäische Comic-Klassiker liebt, kennt es natürlich: das Marsupilami. Das gelbe Fantasiewesen mit den schwarzen Punkten und dem legendären acht Meter langen Schwanz gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Comic-Figuren. Wie viele Fans es auch hierzulande hat, zeigt das große Interesse am zu Beginn dieses Artikels noch einmal eingebundenen Trailer zu „Marsupilami“ auf unserer Seite (und das obwohl wir die Vorschau aktuell nur im französischen Originalton mit englischen Untertiteln anbieten können).

Als wir im Dezember 2025 über diesen berichteten, wussten wir noch nicht, wann und wie die Realverfilmung hierzulande erscheint. Doch jetzt haben wir eine gute Nachricht. Nachdem die Comic-Adaption in Frankreich schon ein riesiger Erfolg und mit fast sechs Millionen Besucher*innen der bislang größte Hit des Jahres 2026 ist, gibt es „Marsupilami“ ab dem 20. August 2026 auch in Deutschland im Kino zu sehen.

"Marsupilami": Ein Comic-Klassiker

Erfunden wurde das Marsupilami 1952 vom belgischen Comiczeichner André Franquin. Ursprünglich tauchte die Figur nur als Nebencharakter in der beliebten Reihe „Spirou und Fantasio“ auf. Doch das verspielte Tier aus dem palumbianischen Dschungel wurde schnell so populär, dass es seine eigene Comicreihe erhielt – die bis heute weltweit gelesen wird.

Franquin gilt neben Hergé („Tim und Struppi“) sowie dem hinter der „Asterix“-Reihe steckenden Duo René Goscinny und Albert Uderzo als einer der prägendsten europäischen Comic-Schöpfer überhaupt. So war es überfällig, dass auch Franquins Schöpfung endlich den großen Film bekommt, den Fans sich seit ihrer Kindheit erträumen.

Warum Fans so lange auf diesen Film warten

Denn das Marsupilami inspirierte zwar mehrere Animationsserien, eine wirklich erfolgreiche Realverfilmung ließ jedoch lange auf sich warten. Der bisher einzige Versuch war „Auf den Spuren des Marsupilami“, der 2012 erschien.

In Frankreich lockte die Abenteuerkomödie damals zwar immerhin rund fünf Millionen Menschen ins Kino. International blieb der Film jedoch weitgehend unbeachtet – in Deutschland erschien er sogar nur direkt auf DVD. Vor allem fiel er bei vielen Fans durch. Umso größer sind nun die Hoffnungen, dass die neue Version dem Stoff endlich gerecht wird.

Das Publikum in Frankreich scheint zumindest der Ansicht. Schließlich strömte es nicht nur in Scharen in die Kinos und es wurden mehr Tickets für „Marsupilami“ verkauft als für jeden anderen Film 2026, sondern vor allem ist das Feedback sehr positiv. Bei unserer Schwesternseite Allocine hat die Neuverfilmung eine starke Publikums-Durchschnittswertung von 3,8 Sternen. Der vorherige Versuch kommt auf nur 2,3 Sterne.

Die Macher hinter der neuen Verfilmung

Verantwortlich für die neue „Marsupilami“-Adaption ist die Comedy-Truppe La Bande à Fifi rund um Philippe Lacheau. Gemeinsam mit seinen langjährigen Kolleg*innen Élodie Fontan, Tarek Boudali, Reem Kherici und Julien Arruti hat Lacheau bereits mehrere große französische Kinohits geschaffen, darunter „Alibi.com“, „Nicky Larson – City Hunter“ und „Superheld wider Willen“.

Auch im neuen Film stehen die Mitglieder*innen der Gruppe gemeinsam vor der Kamera. Neben dem Comedy-Ensemble gibt es weitere prominente Namen im Cast. So kehrt Jamel Debbouze als Figur aus der 2012er-Verfilmung zurück – eine Art Hommage an den früheren Film. Außerdem übernehmen der vielen von euch sicher vor allem aus „Léon – Der Profi“ bekannte französische Star Jean Reno sowie Didier Bourdon („Fanfan der Husar“) und Gérard Jugnot aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ wichtige Rollen.

Das ist die Story von "Marsupilami"

Im Mittelpunkt steht David (Philippe Lacheau), der kurz davor steht, seinen Job zu verlieren. Um das zu verhindern, nimmt er einen riskanten Auftrag an: Er soll ein geheimnisvolles Paket aus Südamerika abholen.

Gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Tess (Élodie Fontan) und seinem Sohn Léo (Corentin Guillot) reist er auf einem Kreuzfahrtschiff Richtung Ziel. Auch sein etwas tollpatschiger Kollege Stéphane (Julien Arruti) ist mit an Bord – und soll das mysteriöse Paket transportieren. Schließlich weiß David selbst nicht, was sich darin befindet.

Als Stéphane das Paket schließlich öffnet, kommt die Überraschung: Darin steckt ein flauschiges Baby-Marsupilami. Und mit diesem ungewöhnlichen Passagier gerät die Reise ziemlich schnell vollkommen außer Kontrolle.

Um einen anderen kommenden Kinofilm, der in Deutschland gerade auf großes Interesse stößt, geht es derweil im folgenden Artikel:

Kino wie früher? "Scary Movie 6" wagt, was sich heute immer weniger Filme trauen

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