Diese wichtigen "Peaky Blinders"-Figuren fehlen im Netflix-Film: Warum sind sie nicht in "The Immortal Man"?
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Statt einer siebten Staffel kam mit „Peaky Blinders – The Immortal Man“ ein Finale in Filmform zu Netflix. Vielen Fans dürfte dabei die Abwesenheit einiger wichtiger Figuren aufgefallen sein.

Vier Jahre nach dem Ende von „Peaky Blinders“ findet die Geschichte um Tommy Shelby (Cillian Murphy) mit dem Spielfilm „The Immortal Man“ ihren Abschluss. Dabei setzt der Film nicht nur auf bekannte Elemente, sondern bringt auch neue Gesichter ins Spiel: So sind unter anderem „Mission: Impossible“-Star Rebecca Ferguson, Tarantino-Liebling Tim Roth („Pulp Fiction“) und Barry Keoghan („Saltburn“) Teil des Casts. Letzterer übernimmt dabei die Rolle von Duke, Tommys ältestem Sohn, der zuvor in der Serie von Conrad Khan gespielt wurde.

Während Duke also neu besetzt wurde, fällt auf, dass viele andere bekannte Figuren zum Teil ganz fehlen. Warum das so ist, erklärte Serien-Schöpfer Steven Knight in einem Interview mit Digital Spy: „Die Geschichte entscheidet selbst, welche Figuren darin vorkommen werden […] Ich plane die Geschichte nicht wirklich bewusst, sie entsteht, während ich schreibe. Es ist fast so, als würde ich selbst entdecken, worum es geht.“ Die Abwesenheit mancher Charaktere ist also schlicht der Story geschuldet.

Was ist mit Arthur, Charles und Finn?

Wie die Autorin dieser Zeilen schon in ihrer 4 von 5 Sterne vergebenden Kritik äußerte, gibt es dennoch einige Figuren, deren Schicksale Fans wohl gerne ausführlicher gesehen hätten. Achtung: Es folgen Spoiler zu „Peaky Blinders: The Immortal Man“. Gleich zu Beginn des im Jahr 1940 spielenden Films wird enthüllt, dass der älteste Shelby-Bruder Arthur bereits seit zwei Jahren tot ist – und noch schockierender: Tommy selbst hat ihn getötet. In Rückblenden wird diese Szene zumindest angedeutet.

Obwohl Paul Anderson die Figur des Arthur Shelby über alle sechs Staffeln hinweg prägte, ist er im Film selbst nicht zu sehen. Berichten zufolge lag das unter anderem an persönlichen Schwierigkeiten, darunter mutmaßliche rechtliche und gesundheitliche Probleme. Dennoch äußerte sich Anderson gegenüber LADbible positiv zu der Entwicklung seiner Figur. In dem Interview erklärte er: „Nun, was soll man machen, oder? Es ist, wie es ist. Ich dachte mir, ich überlasse es einfach ihnen.“ Tatsächlich bezeichnete er die Handlung rund um Arthurs Ende als „großartig“, wenn auch zugleich „traurig“. Für Fans dürfte es daher zumindest ein kleiner Trost sein, dass Arthur auch ohne direkten Auftritt weiterhin ein wichtiger Teil der Geschichte bleibt.

Peaky Blinders: The Immortal Man
Peaky Blinders: The Immortal Man
Starttermin 20. März 2026 | 1 Std. 52 Min.
Von Tom Harper (III)
Mit Cillian Murphy, Rebecca Ferguson, Barry Keoghan
User-Wertung
3,0
Filmstarts
4,0

Für andere Figuren fällt ihr Schicksal im Film jedoch deutlich drastischer aus. So erfahren wir über Tommys zweiten Sohn Charles – und vermutlich das einzige Kind, das aus echter Liebe hervorgegangen ist –, dass er sich an der Front befindet. Über weite Strecken bleibt ein tatsächlicher Auftritt aus. Zwar war die Beziehung zuvor belastet, nachdem Lizzie Shelby (Natasha O’Keeffe) Tommy in Staffel 6 verlassen hatte und der damals etwa zehnjährige Charlie sich entschied, mit ihr zu gehen, dennoch wirkt seine lange Abwesenheit im Film beinahe ungerecht. Gegen Ende tritt er jedoch offenbar doch noch in Erscheinung. Achtung Spoiler: Er scheint bei Tommys Bestattung anwesend zu sein.

Am härtesten trifft es allerdings Finn Shelby. Der jüngste Bruder der Familie wird im Film nicht einmal erwähnt. Nachdem er in Staffel 6 von Duke aus den Peaky Blinders ausgeschlossen wurde, bleibt völlig offen, was anschließend aus ihm geworden ist. Hat die Familie wirklich jeglichen Kontakt zu ihm abgebrochen? Das erscheint zumindest fraglich – gerade Ada (Sophie Rundle) hätte vermutlich den Kontakt gehalten. Denkbar wäre auch, dass Finn ebenfalls an der Front kämpft und dies schlicht nicht thematisiert wird. Nachdem Darsteller Harry Kirton bereits früh angedeutet hatte, wohl nicht für den Film zurückzukehren, dürfte sein Verbleib jetzt trotzdem noch ein großes Fragezeichen hinterlassen. Ob er schlicht vergessen wurde oder ob dahinter ein bewusster erzählerischer Kniff steckt, lässt sich derzeit nur vermuten.

Fest steht jedoch: Das „Peaky Blinders“-Universum wird weiter ausgebaut und soll mit einem Serien-Sequel fortgesetzt werden. Es ist also durchaus möglich, dass Figuren wie Finn dort doch noch einmal auftauchen. Mehr darüber gibt es hier:

Neue "Peaky Blinders"-Folgen nach "The Immortal Man": Netflix-Fortsetzung kommt ins Rollen

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