Es war bislang schon bekannt, dass die Netflix-Adaption der Videospiel-Hit-Reihe „Assassin's Creed“ keines der insgesamt 14 Spiele als Vorlage haben wird. Da die Dreharbeiten in Italien stattfinden, wurde allerdings vermutet, dass das antike Rom erstmals Schauplatz der Auseinandersetzung zwischen den Templern, die die Menschheit kontrollieren und manipulieren wollen, und den Assassinen, die für den freien Willen kämpfen, ist. Jetzt haben wir darüber Gewissheit und sogar eine interessantes Jahreszahl.
Denn wie Netflix jetzt gemeinsam mit der Bestätigung des kompletten Casts enthüllte, wird die Geschichte im Jahr 64 nach Christus angesiedelt sein. Bei History-Fans dürfte es bei dieser Jahreszahl im Zusammenhang mit Rom direkt klingeln:
Ja, es ist das Jahr des Großen Brandes von Rom während der Herrschaft von Kaiser Nero. Das ermöglicht diverse spannende Hintergründe für die Erzählung und die Einbettung historischer Fakten in den wilden Mix aus Sci-Fi- und Historien-Abenteuer für den „Assassin's Creed“ bekannt ist.
Wir sind zumindest überzeugt, dass der sechs Tage andauernde Brand von Rom eine große Rolle spielen wird. Auch die systematische Verfolgung von Christen, welche dadurch in Gang gesetzt wurde, könnte man gut in die Story integrieren. Zu jener Zeit starben vermutlich die Apostel Petrus und Paulus. Spielen sie eine Rolle? Vielleicht als Verbündete der Assassinen? Auch Kaiser Nero selbst ist eine historische Figur, die man eigentlich einbauen muss. Der in der Popkultur gerne als Inbegriff des dekadenten, wahnsinnigen Tyrannen porträtierte Monarch wäre zum Beispiel perfekt, um von den Templern manipuliert und benutzt zu werden.
Womöglich gibt es auch Verbindungen zu den Spielen. Aus „Assassin's Creed II“ wissen wir, dass der Assassine Leonius im Jahr 41 nach Christus, also 23 Jahre vor den Ereignissen der Serie, Neros Onkel Caligula erstochen hat. Spielt das vielleicht eine Rolle? Theoretisch könnte Leonius selbst sogar Teil der Erzählung sein – jetzt als Mentor für einen jungen Assassinen im Mittelpunkt der Handlung.
Noch mehr Namen für "Assassin's Creed"
Erst vor wenigen Tagen stieß der dänische Bösewichtspezialist Claes Bang, der gerade im Amazon-Action-Hit „The Wrecking Crew“ zu sehen war, zur Besetzung. Er wäre ein exzellenter Nero-Darsteller. Aber auch „Mission: Impossible“-Schurke Sean Harris könnten wir uns gut in der Rolle vorstellen.
Neu zum Cast stieß jetzt übrigens auch noch Youssef Kerkour, der gerade als Waffenschmied im „Game Of Thrones“-Spin-off „A Knight Of The Seven Kingdoms“ überzeugte, sowie Mirren Mack, die ihr womöglich als Prinzessin Merwyn aus „The Witcher: Blood Origin“ kennt. Angeführt wird der Cast derweil von Toby Wallace („Euphoria“) und Lola Patticrew („Say Nothing“). Alle Rollen und genaue Handlungsdetails werden aber noch geheim gehalten.
Zudem gibt es noch keinen Termin, wann die „Assassin's Creed“-Serie zu Netflix kommen soll. Einen Film-Abschluss einer Erfolgsserie könnt ihr dagegen ab heute schon bei Streamingdienst mit dem großen roten N im Logo schauen. Doch lohnt sich das, wenn man die Serie nicht kennt? Der folgende Artikel liefert eine Antwort:
"Peaky Blinders: The Immortal Man" auf Netflix: Kann man den Film schauen, ohne die Serie gesehen zu haben?