Heute im TV: Martial-Arts-Action aus Hollywood mit "Yellowstone"- & "American Pie"-Stars – die Neuauflage soll noch dieses Jahr im Kino starten
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Ihr habt Bock auf Prügel-Action basierend auf einem populären 1980er-Videospiel? Und ein paar vertraute Gesichter sollen auch dabei mitmischen? Dann könnt ihr heute „Street Fighter: Die Legende von Chun-Li“ im Free-TV einschalten.

Mit Videospielverfilmungen ist es in Bezug auf die Qualität ja leider oft so eine Sache – man denke nur an die (viel zu) vielen Machwerke des deutschen Regisseurs Uwe Boll. Inzwischen hat die Qualität der Adaptionen jedoch merklich zugenommen – siehe die Serien „The Last Of Us“ oder „Arcane“. Ob der 2009 mit einigen bekannten Stars umgesetzte „Street Fighter: Die Legende von Chun-Li“ ebenfalls dazugehört, erfahrt ihr etwas weiter unten in diesem Text. Oder ihr schaut einfach mal selbst rein, wenn der Actioner zur Primetime im Fernsehen gezeigt wird.

Street Fighter: Die Legende von Chun-Li“ läuft am heutigen 26. März 2026 um 20.15 Uhr auf Tele 5. Aufgrund der frühen Stunde darf der FSK-16-Titel dabei aber lediglich um die deftigsten Gewaltspitzen gekürzt gezeigt werden. Laut Schnittberichte fehlen dabei immerhin fast fünf Minuten an Hauerei, Stecherei und Ballerei. Uncut darf der Streifen in der noch in derselben Nacht folgenden Wiederholung um 2.15 Uhr gesendet werden. Wer nicht so lange aufbleiben möchte und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auf Blu-ray und DVD* oder Video-on-Demand ausweichen.

Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video habt, könnt ihr den Film unter dem obigen Link übrigens auch ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Filmtastic-Channels* anmelden. Sofern ihr nicht wieder stornieren wollt, werden nach dem Probezeitraum 3,99 Euro pro Monat fällig.

Hanebüchen. Ideenlos. Unterirdisch.

Okay, ihr seid also begeisterte Spieler*innen der 1980er-Klopper-Games aus der millionenfach verkauften „Street Fighter“-Reihe und hofft, dass „Die Legende von Chun-Li“ euch angemessen unterhält? Immerhin hat der Reißer für 2009er-Verhältnisse stattliche 50 Millionen Dollar an Budget verschlungen und bietet einige Stars. Die im Vorfeld mit großen Auftritten in Verbindung gebrachten Jean-Claude Van Damme („Bloodsport“) und Rick Yune („The Fast And The Furious“) waren zwar letztlich dann doch nicht dabei, als die Kameras zu rollen begannen.

Mit Oscarkandidat Michael Clarke Duncan („The Green Mile“), Chris Klein aus den „American Pie“-Comedys, Robin Shou aus den 1990er-„Mortal Kombat“-Adaptionen, The-Black-Eyed-Peas-Rapper Taboo („Be Cool“), Moon Bloodgood („Terminator: Die Erlösung“), Hongkong-Legende Cheng Pei-pei („Tiger & Dragon“) sowie Neal McDonough aus den Serien-Hits „Yellowstone“ und „Tulsa King“ war aber doch einiges an Prominenz zusammengekommen. Obendrein übernahm „Smallville“-Publikumsliebling Kristin Kreuk die Hauptrolle.

Street Fighter: The Legend of Chun-Li
Street Fighter: The Legend of Chun-Li
Starttermin 14. August 2009
Von Andrzej Bartkowiak
Mit Kristin Kreuk, Moon Bloodgood, Chris Klein
Pressekritiken
0,8
User-Wertung
1,5
Filmstarts
1,0

Herausgekommen ist dabei unter der Oberaufsicht von „Romeo Must Die“- und „Exit Wounds“-Regisseur Andrzej Bartkowiak allerdings ziemlicher Murks, wie ihr in der nur 1 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik nachlesen könnt. Unser Rezensent Jens Hamp nennt das Skript von Justin Marks (immerhin der spätere Co-Schöpfer, Drehbuchautor und Regisseur des Serien-Phänomens „Shōgun“) hanebüchen und platt, die Action-Choreografie von Dion Lam („Infernal Affairs“) völlig ideenlos und das Gros der darstellerischen Leistungen (einzige Ausnahme: Michael Clarke Duncan, der zumindest den Schalk im Nacken trägt) unterirdisch.

So ihr nicht aus welchen Gründen auch immer zu den Filmfans gehört, die sich bevorzugt cineastische Totalschäden ansehen, solltet ihr den Abend also besser mit einem anderen Streifen verbringen. Falls es unbedingt ein „Street Fighter“-Reißer sein soll, dann schaut doch einfach die 1994er-Adaption „Street Fighter - Die entscheidende Schlacht“. Denn bei der war JCVD damals tatsächlich dabei. Obendrein ist sie wenigstens noch (ungewollt!) amüsant, während das hier einfach nur öde bis ärgerlich daherkommt. Ansonsten bleibt euch noch zu hoffen, dass der für einen Kinostart im Oktober 2026 eingeplante neue Versuch besser ausfällt.

"Street Fighter": Das ist die Story

In den Straßen von Bangkok herrschen Gewalt und Verbrechen. Gangsterboss Bison (Neal McDonough) und seine Handlanger (u. a. Michael Clarke Duncan und Taboo) haben die Stadt bereits fast komplett in ihrem Würgegriff. Doch Bisons Gier nach Kontrolle, Macht und Geld kennt keine Grenzen. So beginnt er, nicht mehr nur die Oberschicht, sondern auch die Ärmsten der Armen in den Slum-Distrikten gnadenlos auszupressen.

Als die auch als Wushu-Kämpferin ausgebildete Konzertpianistin Chun-Li (Kristin Kreuk) erfährt, dass ihr totgeglaubter Vater (Edmund Chen) noch am Leben, aber in der Hand von Bison ist, schwört sie sich, ihn zu befreien. Dabei wird die junge Frau schon bald von ihrem Kampfsportlehrer Meister Gen (Robin Shou), dem Interpol-Ermittler Charlie Nash (Chris Klein) sowie der lokalen Polizistin Maya Sunee (Moon Bloodgood) unterstützt. Doch wird Chun-Li lange genug überleben, um Bison zum Showdown zu fordern?

Im folgenden Artikel könnt ihr mehr über den weiter oben erwähnten neuen „Street Fighter“-Kinofilm erfahren und euch auch schon erste bewegte Bilder anschauen:

Der erste Trailer zum neuen "Street Fighter"-Film ist da – und erweckt das Kult-Prügelspiel zum Leben!

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