Wer den Namen Macaulay Culkin hört, denkt mit ziemlicher Sicherheit zuallererst an „Kevin – Allein zu Haus“. Kein Wunder: Die Komödie wurde 1990 zum zweiterfolgreichsten Film des Jahres, machte Culkin zu einem der berühmtesten Kinderstars aller Zeiten und gehört für unzählige Menschen bis heute zum absoluten Pflichtprogramm an Weihnachten. Zwei Jahre später kam mit „Kevin – Allein in New York“ die kaum minder erfolgreiche Fortsetzung in die Kinos …
… für die Culkin im Alter von gerade einmal 11 Jahren über 4 Millionen US-Dollar Gage einstreichen konnte! Außerdem ließ er sich einen Anteil von 5 Prozent am Nettogewinn zusichern – was sich bei einem weltweiten Einspielergebnis von 350 Millionen Dollar sicher gelohnt haben dürfte. Dazu kommen natürlich noch Erträge aus dem Heimkino- und Streamingmarkt, die Tantiemen aus den zahlreichen TV-Ausstrahlungen sowie Merchandise-Einnahmen. Es ist also davon auszugehen, dass der heute 45-Jährige an der Rolle des Kevin McCallister ein Vermögen verdient hat.
Diese Kult-Sitcom hat Macaulay Culkin abgelehnt
Das erklärt, warum Culkin nie wieder ernsthaft versucht hat, an seine Glanzzeit anzuknüpfen – und eine ikonische TV-Rolle, die ihm einen weiteren Karrierehöhepunkt und viele weitere Millionen auf dem Konto hätte bescheren können, gleich drei Mal (!) ausgeschlagen hat. Tatsächlich wurde der „Richie Rich“-Star nämlich für eine der beliebtesten und langlebigsten Sitcoms der Fernsehgeschichte angefragt: „The Big Bang Theory“!
12 Jahre und ebenso viele Staffeln lang flimmerte die kultisch verehrte Comedy-Serie rund um den Alltag einer Nerd-WG über die Bildschirme, und hätte mit Jim Parsons nicht eines der prägendsten Gesichter verfrüht die Segel gestrichen, wäre die Erfolgsgeschichte von „The Big Bang Theory“ womöglich noch immer nicht vorbei. Im Podcast-Gespräch mit Joe Rogan enthüllte Culkin, dass er beinahe ein Teil davon geworden wäre:
„Sie wollten mich für ‚The Big Bang Theory‘ haben, aber ich habe abgelehnt. Die Idee klang ungefähr so: ‚Also gut, da sind zwei nerdige Astrophysiker, und eine hübsche Frau zieht bei ihnen ein. Huch!‘ Das war im Grunde der Pitch. Sie meinten dann: ‚Wir holen echte Physiker, die die Formeln berechnen‘, aber ich dachte nur: ‚Ja, danke, ich passe.‘“
Die Macher der Serie taten alles, um Culkin zu überreden, doch der gebürtige New Yorker gab ihnen auch auf ihre zweite Anfrage einen Korb. „Ich sagte: ‚Nein, nein, nein! Noch einmal – ich fühle mich sehr geehrt, aber nein.‘“ Anschließend redete auch sein Manager auf ihn ein, immerhin ging es um viel Geld – Jim Parsons, Johnny Galecki, Kaley Cuoco & Co. sollen später bis zu 1 Million US-Dollar pro Folge bekommen haben. Doch Culkin ließ sich nicht umstimmen.
„Ich hätte Hunderte Millionen Dollar, wenn ich diesen Job angenommen hätte“, räumte er später ein. „Aber gleichzeitig würde ich mir wahrscheinlich den Kopf gegen die Wand schlagen.“ Welche Rolle er hätte übernehmen sollen, verriet Culkin nicht, doch seinen Worten kann man entnehmen, dass er auch nach dem Welterfolg von „The Big Bang Theory“ kein Fan der Sitcom geworden ist.
Heute hält sich Culkin ohnehin lieber fern von langfristigen Verpflichtungen. Nur gelegentlich taucht er in Filmen und Serien auf – etwa in „American Horror Story“ –, ansonsten widmet er sich eigenen kreativen Projekten wie etwa seiner Satire-Plattform Bunny Ears.
Im vergangenen Jahr verstarb Catherine O'Hara, die nicht nur Culkins Filmmutter in „Kevin – Allein zu Haus“ spielte, sondern auch im wahren Leben zu einer Art Ersatzmutter für den damaligen Jungschauspieler wurde. Wie bewegend Culkin auf ihren Tod reagierte, lest ihr im nachfolgenden Artikel:
"Mama, ich dachte, wir hätten noch Zeit": So emotional verabschiedete sich "Kevin - Allein zu Haus"-Star Macaulay Culkin von seiner Filmmutter Catherine O'Hara