Heute im TV: Einer der unterhaltsamsten Horrorfilme aller Zeiten – hier werden große Stars zu Haifutter
Benjamin Hecht
Benjamin Hecht
-Redakteur
Weil Hayao Miyazaki ihn träumen lässt, Sergio Leone ihm den Schweiß auf die Stirn treibt und Stanley Kubrick seinen Grips fordert: Dafür liebt Benjamin das Kino!

Am Abend läuft ein Titel im Free-TV, den jeder Fan von Tier- und Monster-Horror gesehen haben sollte. Thomas Jane, Samuel L. Jackson, LL Cool J, Saffron Burrows und Stellan Skarsgard werden in „Deep Blue Sea“ von extrem intelligenten Haien gejagt.

Seit Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ aus dem Jahr 1975 haben etliche Filmemacher*innen (und vor allem profitorientierte Produzent*innen) versucht, auf der Erfolgswelle mitzureiten – bis heute. Es gab zahlreiche „Der weiße Hai“-Fortsetzungen, Jason Statham hat sich in „Meg“ mit dem wohl größten Hai der Filmgeschichte auseinandergesetzt und die „Sharknado“-Reihe hat sich zu einem der beliebstesten Trash-Blockbuster aller Zeiten entwickelt.

Doch „Deep Blue Sea“ sollte in keiner Diskussion über Hai-Filme fehlen. Der Film mag zwar an „Der weiße Hai“ nicht heranreichen und aus heutiger Sicht sind die CGI-Effekte schon stark veraltet. Aber wer sich darauf einlässt, wird trotzdem hervorragend unterhalten.

„Deep Blue Sea“ läuft am heutigen 31. März 2026 um 20.15 Uhr auf Nitro. Dabei muss der FSK-16-Titel zu dieser frühen Abendstunde allerdings im die heftigsten Gewaltspitzen gekürzt gezeigt werden. Die Wiederholung am 3. April um 23.00 Uhr darf hingegen uncut ausgestrahlt werden. Alternativ ist der Film in ungeschnittener Fassung aber auch als Blu-ray, DVD oder Video-on-Demand zu erwerben:

Darum geht es in "Deep Blue Sea"

„Deep Blue Sea“ spielt in einer Forschungsstation unter Wasser, auf der Experimente an Haien durchgeführt werden. Ziel ist es, ein Heilmittel gegen Alzheimer zu finden. Doch der große Erfolg bleibt bislang aus und so wagen Dr. Susan McAlester (Saffron Burrows) und Gentechniker Jim Whitlock (Stellan Skarsgard) einen gefährlichen Schritt. Sie verändern die DNA der Tiere, um deren Gehirne zu vergrößern und so mehr Zellen für ihre Forschungen entnehmen zu können.

Doch das geht nach hinten los. Denn die Haie werden durch den Eingriff plötzlich super intelligent, haben keinen Bock mehr auf Experimente und dafür jede Menge Hunger. Also machen sie fortan Jagd auf die Besatzung, die mit Thomas JaneSamuel L. Jackson und LL Cool J noch einige weitere bekannte Gesichter zu bieten hat.

Deep Blue Sea
Deep Blue Sea
Starttermin 28. Oktober 1999 | 1 Std. 44 Min.
Von Renny Harlin
Mit Samuel L. Jackson, Saffron Burrows, Thomas Jane
User-Wertung
3,2

Das macht "Deep Blue Sea" so unterhaltsam

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: „Deep Blue Sea“ ist oberflächlich betrachtet kein besonders intelligenter Film. Die Story ist hanebüchen und die Besatzung der Forschungsstation trifft regelmäßig dumme Entscheidungen. Aber der Hai-Horror hat eben auch echt starke Qualitäten, vor allem in Sachen Inszenierung.

Regisseur Renny Harlin („Stirb langsam 2“) weiß die dämliche Prämisse hervorragend in Szene zu setzen. Atmosphärisch lässt „Deep Blue Sea“ nämlich keine Wünsche offen, die Hai-Angriffe sind spannend und oft auch extrem überraschend.

Die cleveren Viecher kommen zudem auf allerlei verrückte Gedanken, die zwar nicht allzu glaubwürdig, dafür aber enorm unterhaltsam sind. Zum Beispiel, wenn einer der Haie eines seiner Opfer als menschlichen Rammbock benutzt, um durch die Glasfassade der Forschungsstation zu brechen, oder wenn sich ein weiteres Crewmitglied in einem Gasofen versteckt und eines der Raubtiere smart genug ist, das Ding einfach anzuschalten und sein Futter somit lebendig zu backen.

Außerdem bricht „Deep Blue Sea“ dann auch mit der einen oder anderen Erwartungshaltung, die man durch andere Horrorfilme aufgebaut hat. Nur so viel sei verraten: Wer am Ende überlebt, ist durchaus eine Überraschung.

Wenn ihr also über die etwas in die Jahre gekommenen Effekte hinwegsehen und euer Gehirn mal für die Länge eines Spielfilms ausschalten könnt, dann liefert euch „Deep Blue Sea“ höchst unterhaltsamen Hai-Horror.

Apropos Haie: Im folgenden Artikel erfahrt ihr, wie es passierte, dass Steven Spielberg um ein Haar nicht den besten Film aller Zeiten mit den Meeresraubtieren hätte machen können:

"Ich dachte schon: Das war's": Steven Spielberg wäre die Regie von "Der weiße Hai" beinahe weggeschnappt worden

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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