Mit „Prometheus“ erzählte Regisseur Ridley Scott 2012 die Vorgeschichte zu seinem Science-Fiction-Meisterwerk „Alien“, doch er stieß damit nicht nur auf Begeisterung: Zu zahm, zu verkopft und zu philosophisch war vielen Fans das Prequel, die eher ein weiteres Xenomorph-Gemetzel erwartet hatten. Mit einem weltweiten Einspiel von gerade einmal 403 Millionen Dollar blieb „Prometheus“ hinter den Erwartungen zurück – weswegen Scott und Studio Fox bei „Prometheus 2“ gegensteuerten:
Der Film wurde in „Alien: Covenant“ umgetauft und mit mehr Aliens, mehr Blut und mehr Horror aufgepeppt. Gelohnt hat sich das jedoch nicht, denn „Alien: Covenant“ kam nicht wesentlich besser bei Fans und Fachpresse an und spielte nur noch knapp 241 Millonen Dollar weltweit ein. Wir finden jedoch: Alle Fans von Sci-Fi-Horror im Allgemeinen und „Alien“ im Besonderen dürfen bedenkenlos zugreifen. „Alien: Covenant“ gibt es ab sofort im Abo bei Amazon Prime Video:
Alternativ findet ihr „Alien: Covenant“ auch im Abo bei Disney+, wo ihr außerdem „Alien 1-4“, „Prometheus“, die „Alien vs. Predator“-Filme, die „Predator“-Reihe sowie den neusten „Alien“-Film „Romulus“ und die Serie „Alien: Earth“ streamen könnt.
In seiner Kritik zu „Alien: Covenant“ vergibt FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen solide 3 von 5 Sternen und hebt dabei besonders hervor, dass der Film gewissermaßen zwischen zwei Stühlen sitzt. „Covenant“ sei jederzeit anzumerken, „dass das Abmetzeln noch einer weiteren Raumschiff-Crew für Ridley Scott vor allem Mittel zum Zweck ist, um seine philosophischen Ideen aus ‚Prometheus‘ weiterführen zu können.“
So ist etwa das Aufeinandertreffen der äußerlich identischen Androiden David und Walter (beide grandios gespielt von Michael Fassbender) und ihr Diskurs über Schöpfung, Kreativität, Götter und Gefühle dann auch fraglos der Höhepunkt des Films, abgesehen vielleicht von den bildgewaltig-epochalen Anfangsminuten und einer etwa zehnminütigen, atemlos spannenden Metzelsequenz zu Beginn.
Ansonsten setzt Scott vor allem auf hochtourige Blockbuster-Action mit Alien-Horror-Anstrich, die das Publikum aber eher kalt lässt, weil die Crew des titelgebenden Kolonisations-Raumschiffs Covenant sehr blass bleibt und man sich so trotz bekannter Gesichter wie Billy Crudup, Katherine Waterston und Danny McBride kaum um ihr Schicksal schert.
Die Handlung von "Alien: Covenant"
„Alien: Covenant“ spielt elf Jahre nach den Ereignissen von „Prometheus“. Die USCSS Covenant befindet sich auf dem Weg zu einem entfernten Planeten, als es zu einem Zwischenfall kommt und sie eine Übertragung mit einer menschlichen Stimme empfängt. Kurzerhand beschließt die Crew, stattdessen auf dem Ursprungsplaneten des Signals zu landen und diesen zu besiedeln, was sich jedoch schnell als Fehler erweist...
Im Kino geht die Sci-Fi-Reihe übrigens mit „Alien: Romulus 2“ weiter, für den allerdings ein neuer Filmemacher auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird:
Er hat Nicolas Cage zur Hochform auflaufen lassen: Regisseur für Sci-Fi-Horror "Alien: Romulus 2" offenbar gefundenDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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