Für viele Filmfans der 1990er-Jahre war Ariana Richards ein vertrautes Gesicht – schließlich prägte die junge Darstellerin als Lex Murphy in „Jurassic Park“ (1993) das Bild eines ganzen Kinojahrzehnts. Während Darsteller Joseph Mazzello, ihr Filmbruder Tim, seine Hollywood-Karriere bis heute fortsetzt und später sogar in einem oscargekrönten Kino-Hit mitwirkte, führte Richards’ Weg in eine ganz andere Richtung. Ihr letzter in der IMDb registrierter Auftritt vor einer Filmkamera stammt aus dem Trash-Film „Battledogs“ (2013) – ein kurzer, fast beiläufiger Abschiedsgruß an die Schauspielerei, bevor sie sich endgültig aus der Branche verabschiedete.
Vom Filmset zur Staffelei
Schon früh registrierte Richards, dass ihr Herz nicht so sehr an der Schauspielerei hing wie an der bildenden Kunst. Daran ändert auch der gigantische Erfolg von Steven Spielbergs Dino-Spektakel (global fast 980 Millionen US-Dollar Einspiel) nichts. Immerhin konnten Fans sie als Lex noch einmal kurz in einem Gastauftritt im Sequel „Vergessene Welt“ (1994) sehen.
Nach der Schule entschied sich Richards für eine akademische Ausbildung jenseits großer Filmsets: Im Jahr 2001 schloss sie ihr Studium am renommierten Skidmore College ab, wo sie einen Abschluss in Kunst und Schauspiel erwarb. Anschließend belegte sie weitere Kurse am Art Center College of Design im kalifornischen Pasadena – ein Schritt, der ihren neuen beruflichen Fokus festigte.
Heute arbeitet die 46-Jährige hauptsächlich als Malerin. Ihre Bilder umfassen Porträts und Landschaften, außerdem entstehen gelegentlich Werke, die an ihre „Jurassic Park“-Vergangenheit erinnern, etwa Dinosauriermotive. Die Gemälde werden regelmäßig in US-Galerien gezeigt und erfreuen sich einer stabilen Nachfrage. Wenn ihr euch für ihre Kunst interessiert, empfehlen wir euch ein Blick auf ihre Website.
Richards beschreibt sich auf ihrem Instagram-Account selbst schlicht als „Malerin, Schauspielerin, Mutter … und Liebhaberin von grüner Götterspeise“ – ein humorvolles Detail, das sofort an jene berühmte Szene erinnert, in der Lex Murphy mit zitternder Hand den Löffel mit dem grünen Wackelpudding hält. Für das 30-jährige Jubiläum des Dino-Blockbusters kopierte sie diese Szene noch einmal:
Privatsphäre statt Paparazzis
Auch privat hat sich ihr Leben gefestigt. Seit 2013 ist Ariana Richards mit dem Stuntman Mark Aaron Bolton verheiratet, zwei Jahre später wurde ihre gemeinsame Tochter geboren. Die Familie lebt zurückgezogen und Richards scheint diesen ruhigeren Alltag bewusst zu schätzen. Obwohl sie hin und wieder bei Jubiläumsveranstaltungen oder Fan-Events zur „Jurassic Park“-Reihe auftaucht, gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass sie eine Rückkehr zu größeren Filmrollen anstrebt.
Vielmehr entsteht der Eindruck, dass sie ihren Weg fernab Hollywoods gefunden hat. Die frühe Bekanntheit bleibt ein Teil ihrer Geschichte, doch ihr heutiges Leben dreht sich stärker um die Malerei und das Familienleben als um Kameras und Sets. Für viele bleibt sie deshalb vor allem Lex Murphy – ein Gesicht, das untrennbar mit einer der prägenden Filmszenen der 1990er-Jahre verbunden ist –, aber zugleich eine Künstlerin, die sich bewusst für ein unaufgeregteres Dasein entschieden hat.
Gleiches gilt auch für Andrea Elson, ebenfalls ein bekanntes Gesicht der 1990er-Jahre. Was die Darstellerin aus der Kultserie „Alf“ heute so macht, erfahrt ihr im folgenden FILMSTARTS-Artikel.
Sie war Lynn Tanner in "Alf": Was macht Andrea Elson eigentlich heute?Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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