„Honey Don’t“ ist nach „Drive-Away Dolls“ der zweite Solofilm von Ethan Coen. Zuvor hatte er gemeinsam mit seinem Bruder Joel Meisterwerke wie „Fargo“, „The Big Lebowski“ oder „No Country For Old Men“ realisiert. Ob der erst im September 2025 in den deutschen Kinos angelaufene Mix aus vertracktem Thriller und schwarzer Komödie mit Coens eigenen Klassikern mithalten kann, lest ihr etwas weiter unten in diesem Artikel. Oder ihr schaut einfach selbst rein:
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Jede Menge Stars und Neo-Noir-Klischees
Die Haupt- und Titelrolle von „Honey Don’t“ spielt Margaret Qualley. Die meisten von euch dürften die Tochter von Superstar Andie MacDowell („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“) aus der Serie „The Leftovers“, dem Horrorhit „The Substance“ oder Quentin Tarantinos meisterlichem „Once Upon A Time… In Hollywood“ kennen. Aktuell ist Qualley an der Seite von Glen Powell mit „How To Make A Killing – Todsicheres Erbe“ schon wieder in den deutschen Kinos vertreten.
Qualley hatte offenbar großen Spaß an ihrer sexy Rolle, die sich in typischer Film-Noir-Manier primär in trockenen Onelinern ausdrückt. Wie unser Chefredakteur Christoph Petersen im Rahmen seiner 3-Sterne-FILMSTARTS-Kritik analysiert, setzt sich „Honey Don’t“ aber auch sonst quasi komplett aus weitläufig erprobten Versatzstücken des Genres zusammen, die hier mit minimalen Variationen durchgemixt werden. Fast wirkt es, als hätten sich Regisseur Ethan Coen und seine Ehefrau/Cutterin/Ko-Autorin Tricia Cooke („Solitary Man“) zur Inspiration für ihr Drehbuch den einen oder anderen Coen-Klassiker zu viel angeschaut.
Abgesehen von der also nicht wirklich originellen Geschichte ist „Honey Don’t“ aber durchaus unterhaltsam. Dafür sorgen nicht nur das coole Seventies-Setting, sondern auch Qualleys mit ähnlichem Enthusiasmus spielende Kolleg*innen wie die immer wunderbare Aubrey Plaza („Parks And Recreation“), der herrlich trottelig daherkommende Charlie Day („It's Always Sunny In Philadelphia“) oder Marvel-Superstar Chris „Captain America“ Evans, den ihr bestimmt noch nie so schmierig erlebt habt.
"Honey Don’t": Das ist die Story
Kalifornien in den 1970ern: Honey O'Donahue (Margaret Qualley) arbeitet als Privatdetektivin im Provinznest Bakersfield. Wirklich aufregend ist das alles nicht. Und reich wird die junge Frau damit noch weniger, denn meist soll sie einfach nur potenziell untreue Ehepartner*innen nachstellen. Aktuell tauchen allerdings immer häufiger Leichen in der Gegend auf und der zuständige Cop Marty Metakawich (Charlie Day) ist offensichtlich unfähig, die Mordserie aufzuklären.
Als dann auch noch ihre Nichte Corinne (Talia Ryder) verschwindet, startet Honey ihre eigenen Ermittlungen und fängt parallel dazu eine heiße Affäre mit der in der Asservatenkammer arbeitenden Polizistin MG Falcone (Aubrey Plaza) an. Die Spur führt geradewegs zu Reverend Drew Devlin (Chris Evans). Der dubiose Prediger unterhält nicht nur einen privaten Sex-Kult, die sektenähnliche Kirche fungiert obendrein als Mittelpunkt eines florierenden Drogenhandels.
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