Die vergangenen Jahre hat Taylor Sheridan vor allem als Macher zahlreicher Erfolgsserien begeistert. Da ist natürlich in erster Linie das legendäre „Yellowstone“-Universum zu nennen, aber auch Titel wie „Lioness“, „Landman“, „Mayor Of Kingstown“ und „Tulsa King“ stammen von dem erfolgreichen Autor und Regisseur. Bereits davor hat er sich aber auch als Filmemacher einen Namen gemacht – mit Drehbüchern zu unter anderem „Sicario“ sowie „Hell Or High Water“ und seinen Regie-Arbeiten „Wind River“ und „They Want Me Dead“.
Letzterer kam 2021 mit Angelina Jolie in die Kinos und war bislang der letzte Film von Sheridan. Doch das soll sich jetzt ändern. Denn der „Yellowstone“-Macher arbeitet an einem neuen Projekt: einem epischen Werk über die legendäre Schlacht von Alamo.
4D-Kinofilm über Alamo: Das ist Sheridans neues Projekt
Im texanischen San Antonio wird 2028 das neue Alamo Visitor Center And Museum eröffnen. Teil der Einrichtung, die sich komplett der legendären Schlacht von Alamo widmet, wird ein 4D-Kino sein. Es soll sich um das technologisch fortschrittlichste 4D-Kino der Welt handeln, das seinem Publikum ein hochmodernes immersives Erlebnis bieten soll. Das Kino soll dabei exklusiv einen Film zeigen, der Zuschauer*innen mitten in die Schlacht von Alamo versetzt.
Sheridan will den Film produzieren, schreiben und inszenieren. „Das Alamo ist das Fundament, auf dem Texas gegründet wurde“, gab der „Yellowstone“-Macher im Rahmen der Ankündigung zu Protokoll. „Die Opfer zu dokumentieren, die die tapferen Männer und Frauen erbracht haben, die ihr Leben bei der Verteidigung des Alamo ließen, ist eine Ehre, die ich bereitwillig annehme.“
Das ist die Schlacht von Alamo
Die Schlacht von Alamo fand im Jahr 1836 statt und gilt als eines der entscheidenden Ereignisse der Texanischen Revolution. Über 13 Tage hinweg belagerte die mexikanische Armee unter General Antonio López de Santa Anna eine kleine Gruppe texanischer Freiwilliger in der ehemaligen Missionsstation The Alamo in San Antonio. Trotz der massiven zahlenmäßigen Überlegenheit der Mexikaner weigerten sich die Verteidiger – unter ihnen legendäre Figuren wie Davy Crockett und James Bowie – aufzugeben. Am 6. März stürmten die mexikanischen Truppen schließlich die Festung, wobei fast alle texanischen Verteidiger ums Leben kamen.
Obwohl die Schlacht militärisch mit einer Niederlage für die Texaner endete, wurde sie zum Symbol für Widerstand und Freiheitskampf. Der Opfermut der Männer im Alamo spornte die verbliebenen texanischen Truppen an, die nur wenige Wochen später - getragen von dem Schlachtruf „Remember The Alamo!“ - den entscheidenden Sieg gegen General Santa Anna errangen.
Heute gilt die Missionsstation als texanisches Heiligtum. Bereits mehrere Filme entstanden rund um den Mythos und dieses Sinnbild für den harten Kampf der texanischen Unabhängigkeit des heutigen US-Bundesstaates von Mexiko. Allen voran ist hier „Alamo“ aus dem Jahr 1960 von und mit John Wayne zu nennen. Die Western-Legende steckt damals einen beträchtlichen Teil seines Privatvermögens in das am Ende mehrfach oscarnominierte Epos. 2004 gab es zudem die mit Billy Bob Thornton, Dennis Quaid und Patrick Wilson hochkarätige besetzte moderne Version „Alamo – Der Traum, das Schicksal, die Legende“.
Taylor Sheridans "Alamo"-Film wird exklusiv im Museum laufen
Mit „Alamo: The Price Of Freedom“ erschien 1988 auch ein IMAX-Historiendokudrama, welche aufgrund einiger Kontroversen für viele Diskussionen sorgte. Das Projekt wurde extra für ein IMAX-Kino in San Antonio produziert und läuft dort seitdem ununterbrochen, um an die legendäre Schlacht zu erinnern. Es ist damit so etwas wie ein Vorläufer des Projekts, das Taylor Sheridan nun neu konzipiert – mit einer Ausnahme: „The Price Of Freedom“ wurde auch in anderen Kinos gezeigt.
Sheridans „Alamo“-Projekt soll ausschließlich im 4D-Kino des neuen Alamo Visitor Center And Museum gezeigt werden. Wer also das immersive Erlebnis mit 4D-Technologie selbst erleben will, muss eine weite Reise auf sich nehmen. Aus unserem Berliner Büro sind es rund 8.700 Kilometer Luftline bis zum neuen 4D-Kino in San Antonio. Aktuell gibt es keine Direktflüge aus Deutschland, sodass man je nach Verbindung aus Berlin mit locker 15 Stunden, aus anderen deutschen Städten mit mindestens 12 Stunden Reisezeit rechnen muss.
Bis ihr als Sheridan-Fans diese Reise bucht, solltet ihr aber noch ein wenig warten. Das Alamo Visitor Center And Museum ist schließlich noch nicht einmal eröffnet. Laut jüngsten Presseberichten könnte das im Herbst 2027 erfolgen, das künftige Museum listet auf der eigenen Webseite aber selbst das Frühjahr 2028 als geplanten Eröffnungstermin. Es ist zu erwarten, dass Sheridans 4D-Western dann auch ab dem Starttag exklusiv in dem neuen Kino des Komplexes laufen wird.
Taylor Sheridan feierte gerade erst wieder einen sensationellen Serienerfolg. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
8 Millionen Views in 10 Tagen: Die neue Serie des "Yellowstone"-Masterminds lässt selbst seine größten Hits alt aussehen!FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessanten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.