Der Weg, den der satirische FSK-18-Thriller „Fight Club“ innerhalb von etwas mehr als 25 Jahren zurückgelegt hat, ist geradewegs filmreif: 1999 nahm die Romanadaption des „Sieben“-Regisseurs David Fincher bei einem Budget von zirka 64 Millionen Dollar global bloß 101 Millionen Dollar an den Kinokassen ein. Abzüglich solcher Variablen wie der Werbekosten war der bissig-böse, überraschende Zeitgeistkommentar mit Brad Pitt und Edward Norton also ein wirtschaftlicher Rückschlag – mit Folgen!
Im Folgejahr musste Bill Mechanic, der damalige Studioboss von 20th Century Fox, seinen Hut nehmen. Fast parallel dazu begann die verspätete, popkulturelle „Fight Club“-Blütezeit: Auf DVD fand der aufregende Mix aus schwarzem Humor und doppelbödigem Suspense endlich sein Publikum – wenngleich längst nicht all seine Fans den Film richtig durchblickten. Aus der Abrechnung mit archaisch-gewaltsamen Männlichkeitsbildern und blindem Gehorsam zogen nicht wenige Kinder (und Kindsköpfe) der 2000er eine Machismo-Anleitung.
Dessen ungeachtet steht „Fight Club“ für die FILMSTARTS-Community auf Platz 1 der besten Thriller aller Zeiten. Nun erhält er endlich ein Heimkino-Upgrade: Am 29. Mai 2026 erscheint „Fight Club“ erstmals in 4K! Da diese Premiere in Form eines Limited Edition Steelbooks erfolgt, sollten passionierte Fans wohl von der Möglichkeit zur Vorbestellung Gebrauch machen:
Als Bonusmaterial sind vier Audiokommentare, mehrere entfallene und alternative Szenen sowie ein Blick hinter die Kulissen angekündigt. Zudem gibt es einen Ausschnitt von den Feierlichkeiten, die abgehalten wurden als „Fight Club“ in die „Guy Movie Hall Of Fame“ aufgenommen wurde – ein Extra, das vor (unfreiwilliger?) Ironie trieft...
Darum geht es in "Fight Club"
Ein antriebsloser Yuppie (Edward Norton) ist von seinem monotonen Job genervt, von seinem austauschbaren Dasein frustriert und aufgrund seiner massiven Schlafstörungen brutal geschlaucht. Als er den selbstbewussten Tyler Durden (Brad Pitt) kennenlernt, ändert sich das Leben des Niemands: Er folgt Tyler überall hin, wo er mit Streichen, Provokationen und Zerstörung seine Duftmarke hinterlässt.
Sie prügeln sich zudem mit freundschaftlicher Härte. Dabei stellen sie fest, das sie sich danach deutlich besser fühlen, weshalb sie immer mehr perspektivlose Männer einladen, sich ihrem Fight Club anzuschließen, der regelmäßig im Keller einer Bar stattfindet. Aus freundschaftlichem Prügeln wird jedoch in Windeseile bitterer Ernst...
„Fight Club“ wurde vom Flop zum Kulthit, vom Kulthit zum Pflichttitel für Filmbegeisterte, vom Pflichttitel für Filmbegeisterte zum popkulturellen Zankapfel mit „Naja, er ist schon überbewertet, oder?“-Etikett und dann wieder zum respektierten Kultklassiker. Wir bei FILMSTARTS sind treue „Fight Club“-Fans, weshalb Finchers Satire-Thriller nicht bloß die vollen 5 Sterne in unserer offiziellen Kritik absahnte, sondern sich sogar den Spitzenplatz im FILMSTARTS-Ranking der besten FSK-18-Titel erkämpfte!
Damit dürfte uns das ungläubige Kopfschütteln eines Meisterregisseurs gewiss sein. Denn das schonungslose Vorführen gelangweilter Männer in privilegierten Wohlfühlpositionen, die denken, sich nur mit Gewalt, Demütigung und Zerstörung ein munteres Dasein sichern zu können, erntete harte Kritik durch einen von David Finchers namhaftesten Hollywood-Kollegen:
"Einfach unerträglich": Dieser Meisterregisseur hasst den 90er-Jahre-Kultfilm "Fight Club" von ganzem HerzenFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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