Die deutsche Altersfreigabebehörde hat den Horrorfilm „Lee Cronin's The Mummy“ ab 18 Jahren freigegeben. Doch das ist nicht alles: Gleichzeitig wurde entschieden, dass der Film nicht zu einer Vorführung an den sogenannten stillen Feiertagen geeignet ist.
Dieses Feiertagsverbot wurde früher oft verhängt. In den 1950er- bis 1970er-Jahren verweigerte die FSK über der Hälfte aller Filme – auch Titeln mit deutlich niedriger Altersfreigabe – die sogenannte Feiertagsfreigabe. Mittlerweile hat sich das komplett geändert. Sogar die FSK selbst stellt auf ihrer Webseite die Frage, „inwieweit diese Regelung insgesamt noch als zeitgemäß empfunden wird“. Dort verweist man aber darauf, darüber nicht selbst entscheiden zu können. „Hier wären ein gesellschaftlicher Diskurs und der Gesetzgeber gefragt“, heißt es stattdessen.
Selbst macht man von der Verweigerung nur selten Gebrauch. Im vergangenen Jahr 2025 wurde mit „Terrifier 3“ nur ein einziger Film mit diesem sogenannten Feiertagsverbot belegt. In den ganzen 2020er-Jahren waren es insgesamt gerade einmal neun Titel. „Lee Cronin's The Mummy“ ist jetzt der erste Titel im Jahr 2026 mit dieser Einstufung durch die FSK.
Das bedeutet das Feiertagsverbot – allgemein und konkret für "Lee Cronin's The Mummy"
Die jeweiligen Bundesländer können bestimmte religiöse Feiertage wie zum Beispiel den Karfreitag zu sogenannten stillen Feiertagen erklären. Im Gesetz heißt es dann, dass an diesen Tagen nur solche Filme im Kino öffentlich laufen, die nicht dem „ernsten Charakter“ des Tages schaden. Es heißt also, dass Filme mit dem Feiertagsverbot am Karfreitag und je nach Bundesland auch anderen Tagen wie Allerheiligen nicht (!) im Kino gezeigt werden dürfen.
Das Verbot umfasst nur die öffentliche Kinovorführung. Streamingdienste müssen solche Filme natürlich nicht für einen Tag aus dem Programm nehmen. Auch der Verkauf von DVDs und Blu-rays ist davon nicht betroffen. Dasselbe gilt mittlerweile für die Ausstrahlung im Fernsehen, wie die FSK selbst auf ihrer Webseite deutlich macht.
Das führt dazu, dass das Feiertagsverbot faktisch für „Lee Cronin's The Mummy“ keine Relevanz hat. Der Horrorfilm startet am 16. April 2026, die Osterfeiertage sind vorbei, es stehen keine anderen Tage an, an denen das Verbot greifen würde. Mitte Mai ist zwar Christi Himmelfahrt, aber das ist kein stiller Feiertag. Es wird also keine einzige Vorführung von „Lee Cronin's The Mummy“ deswegen entfallen müssen. Das Feiertagsverbot hat hier also mehr symbolische Bedeutung.
Darum geht es in "Lee Cronin's The Mummy"
Der Journalist Charlie Cannon (Jack Reynor) zieht mit seiner Familie nach Ägypten, wo seine junge Tochter Katie spurlos verschwindet. Acht Jahre später wird nach einem Flugzeugabsturz ein Sarkophag gefunden, der nicht eine antike Mumie, sondern die einbalsamierte, aber lebendige Katie enthält. Die Cannons holen das entstellte Mädchen zurück in die USA, um ihre Familie wieder zu vereinen. Doch die Freude schlägt schnell in Grauen um, als sie bemerken, dass eine dunkle, übernatürliche Macht von Katie Besitz ergriffen hat und ihre Heimkehr blutige Konsequenzen fordert.
Noch mehr Horror gibt es auch im ersten Trailer zu „Insidious 6“, der kürzlich veröffentlicht wurde:
Eine der beliebtesten Horror-Reihen geht in die nächste Runde: Der erste Trailer zu "Insidious 6: Out Of The Further" ist da!FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.