Die Faszination für Serienkiller ist – gerade in Amerika – schon seit den 1970er-Jahren zu vernehmen. Seit vielen Jahren aber muss man hier von einem globalen Phänomen sprechen. Wie angesagt Serienkiller aber wirklich sind, hat in den vergangenen Jahren unter anderem die megaerfolgreiche Netflix-Anthologie-Serie „Monster“ unter Beweis gestellt, die mit Staffel 1 geradewegs zu den erfolgreichsten und meistdiskutierten Formaten auf dem Streamingdienst mit dem großen roten N avancierte.
Bei Amazon Prime Video gibt es derzeit etwa mit dem ebenso düsteren wie starbesetzten Thriller „Frozen Ground“ True-Crime-Nachschub, in dem es aber mal nicht um Jeffrey Dahmer oder Ted Bundy geht, sondern um den hierzulande etwas weniger bekannten Robert Hansen. Dieser hat in Alaska zwischen 1971 und 1983 mindestens 17 Frauen getötet.
Wenn ihr als Prime-Kund*innen den von diesen Taten inspirierten Film ohne Aufpreis schauen wollt, müsst ihr euch jetzt allerdings ranhalten: „Frozen Ground“ ist nur noch bis 21. April 2026 im Prime-Video-Abo inklusive, danach müssen auf Amazons hauseigener Plattform alle zum Geldbeutel greifen.
Darum geht's in "Frozen Ground"
Der nach außen harmlos erscheinende Robert Hansen (John Cusack) führt ein Doppelleben. Seit mittlerweile 13 Jahren macht er die Straßen von Anchorage als bestialischer Serienkiller unsicher. Der Familienvater genießt es, wehrlose Frauen in der eisigen Wildnis Alaskas auszusetzen, um sie anschließend zu jagen und zu töten. Auf diese Weise hat er schon viele Frauen auf dem Gewissen.
Doch mit der wachsenden Zahl der gefundenen Leichen kommt State Trooper Jack Halcombe (Nicolas Cage) dem perfiden Killer langsam auf die Spur. Und dann wird Hansen unvorsichtig: die 17-jährige Cindy (Vanessa Hudgens) entwischt ihm und läuft dem Gesetzeshüter in die Arme. Bei Halcombe fühlt sich die junge und verzweifelte Frau sicher. Für ihn ist sie der Schlüssel zur Aufklärung der Mordserie...
Nicolas Cage jagt einen Serienkiller
In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es für „Frozen Ground“ nur unterdurchschnittliche 2 von 5 mögliche Sterne. Das Fazit von Stefan Dabrock fällt dabei folgendermaßen aus: „Scott Walker gibt es nicht, die realen Fakten seiner Geschichte zu einem dramatischen Thriller zuzuspitzen.“
Auch wenn man „Frozen Ground“ durchaus anmerkt, dass Regisseur Scott Walker hier sein Spielfilmdebüt abliefert, kann der Autor dieser Zeilen der schwachen FILMSTARTS-Wertung nicht zustimmen. Die düstere Jagd auf Serienkiller Robert Hansen überzeugt vor allem dank der wirklich starken Hauptdarsteller. Während Nicolas Cage mit eindringlicher Zurückgenommenheit die Rolle des klischeehaften Ermittlers meistert, ist John Cusack nuancierte Darbietung des Serienkillers in ihrer eiskalten Präzision wirklich famos.
Da stört das dann eben auch nur bedingt, dass „Frozen Ground“ etwas hüftsteif inszeniert ist und sich an den Fakten der damaligen Ermittlungsarbeit abarbeitet, ohne wirklich frischen Wind in das Serienkiller-Genre zu bringen. Dass Scott Walker aber trotzdem kein unbegabter Handwerker ist, merkt man auch anhand des Gespürs, die alaskische Landschaftskulisse einzufangen und einem allegorischen Unterbau zu schenken. Das ewige Eis ist nämlich oftmals auch eine Spiegelung der urwüchsigen Emotionen, denen die Protagonist*innen ausgeliefert sind.
Demnächst wird dann übrigens Nicolas Cage selbst wieder zum schaurigen Serienkiller, in der überraschenden Fortsetzung eines gefeierten Horror-Schockers. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Überraschende Fortsetzung zum "gruseligsten Film des Jahrzehnts" angekündigt – und Nicolas Cage ist auch wieder dabei!FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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