Die in der Regel jedes Jahr im Februar über die Leinwände unserer Hauptstadt gehende Berlinale (formell: Internationale Filmfestspiele Berlin) gilt als eines der fünf größten, wichtigsten und prestigeträchtigsten Festivals der Kinowelt – zusammen mit Cannes, Venedig, Toronto und Sundance. Sein Werk im Programm eines dieser Events unterzubringen, gilt für jede*n Filmemacher*in als veritabler Coup. Denn die dadurch garantierte mediale Aufmerksamkeit auf globaler Basis ist selbst von den teuersten Marketingkampagnen nur sehr schwer zu erreichen.
Entsprechend erfreut dürfte die tunesische Regisseurin und Drehbuchautorin Leyla Bouzid („Kaum öffne ich die Augen“) gewesen sein, dass ihr „Mit leiser Stimme“ in Berlin seine Weltpremiere feiern konnte. Das mit Krimi-Elementen angereicherte Drama war dort sogar im Wettbewerb um den Hauptpreis, den Goldenen Bären, platziert, der dann allerdings an İlker Çataks „Gelbe Briefe“ verliehen wurde.
„Mit leiser Stimme“ startet nun am 9. Juli 2026 bundesweit in den deutschen Kinos.
In den Hauptrollen erwarten euch die von der internationalen Presse für ihre Leistung hochgelobte, noch relative Newcomerin Eya Bouteraa („Red Path“) sowie die immer erstklassig spielende Hiam Abbass aus „Die syrische Braut“ und „Blade Runner 2049“. Weitere wichtige Parts werden von Marion Barbeau („Das Leben ist ein Tanz“) und Feriel Chamari („Auf der Couch in Tunis“) bekleidet.
Wir haben den Film im Rahmen der Berlinale bereits sehen und für euch rezensieren können. Die offizielle FILMSTARTS-Kritik von Chefredakteur Christoph Petersen lest ihr HIER.
"Mit leiser Stimme": Das ist die Story
Die erfolgreiche Ingenieurin Lilia (Eya Bouteraa) ist eine in Paris lebende Tunesierin. Nach dem überraschenden Tod ihres geliebten Onkels kehrt die 32-Jährige für dessen Beerdigung erstmals seit langer Zeit in ihre Heimat zurück. Dass der Onkel homosexuell war, wusste zwar jeder, gesprochen wurde darüber aber allenfalls hinter vorgehaltener Hand. Als Todesursache wurde ein Herzinfarkt attestiert. Da die Leiche allerdings nackt aufgefunden wurde, strengt die lokale Polizei dennoch Ermittlungen an.
Der Tod ihres Onkels geht Lilia unter anderem auch deshalb so nah, weil sie sich auf gewisse Weise in ihm wiedererkannt hatte. Schließlich lebt sie selbst in Frankreich mit ihrer Partnerin Alice (Marion Barbeau) zusammen, ohne dass ihre Mutter Wahida (Hiam Abbass) oder der Rest der Familie etwas davon erfahren darf. Weil Lilia die Todesumstände ebenfalls verdächtig vorkommen, beginnt sie, eigene Nachforschungen anzustellen. Dabei wird sie fortlaufend mit der konservativen Einstellung der Gesellschaft, aber auch ihrer Familie konfrontiert, vor der sie damals nach Europa Reißaus nahm…
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Einen weiteren kommenden Kinostart samt Trailer stellt euch FILMSTARTS-Redakteurin Chantal Neumann im Rahmen des folgenden Artikels vor:
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