Heute erstmals im TV: Atmosphärisch-emotionaler Exorzismus-Horror
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes Opa schmuggelte ihn als Achtjährigen ins Programmkino zu "Das Pendel des Todes". Geschadet zu haben, scheint es nicht – er erschreckt sich weiterhin gern.

Wer die Mischung aus psychologischem und übernatürlichem Grusel mag, könnte heute den richtigen Film im Free-TV finden. „13 Exorcisms“ startete 2023 in den Kinos, blieb dort aber weitestgehend unbeachtet. Am späteren Abend könnt ihr ihn nachholen.

Besessenheits- und Exorzismusfilme sind eines der ältesten, dabei ungebrochen populärsten Sub-Genres des Schauerkinos. Wer mal einen Beitrag zum Sujet sehen möchte, der nicht aus Hollywood kommt, kann am Abend die Free-TV-Premiere des spanischen Supernatural-Horrorfilms „13 Exorcisms“ einschalten. Etwas weiter unten in diesem Text verraten wir euch, ob sich das lange Aufbleiben unserer Meinung nach lohnt. Oder ihr schaltet einfach ein und fällt selbst ein Urteil:

„13 Exorcisms“ läuft am heutigen 15. Mai 2026 um 22.00 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai um 0.20 Uhr. Zudem steht der Film nach Ende der ersten Ausstrahlung bis zum 14. Juni 2026 als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei WOW* streamen – dort u.a. auch in der spanischsprachigen Originalfassung. Wer die Ausstrahlung und die Gratis-Stream-Option verpasst und kein Abo hat, aber bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auf ein Video-on-Demand ausweichen:

Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr den Reißer unter dem obigen VoD-Link übrigens ebenfalls ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des MovieCult-Channels* anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 3,99 Euro pro Monat fällig.

Lohnt sich das Einschalten?

„13 Exorcisms“ war das Langfilm-Regiedebüt von Jacobo Martínez. Während der Galizier danach noch zwei Episoden der Netflix-Serie „Der Fall Asunta“ inszenieren durfte, ist er fürs Kino in dieser Disziplin bis heute nicht wieder aktiv geworden. Zuvor war Martínez zumeist als Chef-Kameramann tätig. So verwundert es wenig, dass er eine durchaus ansehnliche und effektiv-emotionale Visualisierung der Story präsentiert. Auch in Sachen Atmosphäre zeigt er Talent.

Obwohl insgesamt fünf Autor*innen am Drehbuch mitarbeiteten, werden Martínez und sein sichtbar engagierter Cast von diesem aber zu häufig im Stich gelassen. Denn alles, was in „13 Exorcisms“ passiert, hat man als etwas erfahrenerer Horrorfan so oder zumindest sehr ähnlich schon vielfach gesehen und erlebt. Und auch die Figuren – speziell die Eltern, der Priester und die Mitschüler*innen der Protagonistin! – sind doch sehr klischeehaft gezeichnet. Sie laden viel eher zum gelangweilten Augenverdrehen als zum Mitfiebern ein.

13 Exorcisms
13 Exorcisms
Starttermin 16. März 2023 | 1 Std. 44 Min.
Von Jacobo Martínez
Mit María Romanillos, Ruth Díaz, Urko Olazabal
User-Wertung
3,0

„13 Exorcisms“ ist nicht wirklich grottenschlecht, aber eben alles andere als aufregend oder gar besonders. Da haben wir aus Spanien schon deutlich spannendere und bessere Genrestreifen gesehen. Als kleinen Einstieg in die Materie für Interessierte seien hier einfach mal die allesamt deutlich origineller daherkommenden „Das Geheimnis von Marrowbone“, „Malasaña 32“ oder die „[REC]“-Reihe als jüngere Beispiele für gelungenen Grusel aus España empfohlen.

Ihr verpasst also nicht allzu viel, wenn ihr „13 Exorcisms“ einfach sausen lasst und stattdessen einen der eben genannten Titel oder vielleicht endlich mal (wieder) den in Bezug auf diese Art von Horror noch immer die Referenz darstellenden „Der Exorzist“ von 1973 anschaut.

"13 Exorcisms": Das ist die Story

Aus reiner Neugierde geht Laura Villegas (María Romanillos) mit ein paar Freund*innen in ein Haus, in dem einst ein paar grausame Morde verübt wurden, und nimmt dort auch noch an einer Séance teil. Danach ist im Leben der Teenagerin alles anders. Denn sie wird immer wieder von schrecklichen Visionen heimgesucht und hört ein unheimliches Pfeifen.

In ihrer Not wenden sich ihre streng religiösen Eltern (Urko Olazabal und Ruth Díaz) an Pater Olmedo (José Sacristán), einen vom Vatikan autorisierten Exorzisten. Er soll Lauras Situation analysieren und gegebenenfalls auch gleich zur Tat schreiten. Als der Gottesmann das Mädchen näher untersuchen will, wird sie von einem übernatürlichen Phänomen heimgesucht. Der Pater ist überzeugt, es mit einem mächtigen Dämon, vielleicht sogar Lucifer selbst zu tun zu haben, der von Lauras Körper Besitz ergriffen hat, und versucht nun, diesen auszutreiben…

Einen vielversprechender aussehenden neuen Schocker aus Australien stellen wir euch samt seines Trailers im folgenden Artikel vor:

Nach "Talk To Me" & "Bring Her Back": Trailer zum Supernatural-Horror "Leviticus" – 97 Prozent bei Rotten Tomatoes!

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