Das Kino ist wie geschaffen für Mantel-und-Degen-Abenteuer: Wehende Umhänge und fesche Hüte, die jede tollkühne Bewegung der Helden unterstreichen, prächtige Schauplätze (wahlweise historisch-echt oder schmuck nachgebaut) und wild herum gewirbelte, stechend-scharfe Waffen. Was will das Actionherz mehr?
Umso bedauerlicher, dass Piraten- und Musketier-Filme derzeit auf der großen Leinwand Mangelware sind. Ein Grund mehr, sich auf Klassiker, vergessene Kleinode und Geheimtipps aus vergangenen Dekaden zu stürzen – wie die zweiteilige „Ritter von Pardaillan“-Reihe: Die französisch-italienischen Koproduktionen „Der scharlachrote Musketier“ und „Der Triumph des Musketiers“ wurden 1962 respektive 1964 freudig als zwar konventionell erzählte, aber unterhaltsam gemachte Zerstreuung begrüßt.
Nun, Jahrzehnte später, ist dieser Mantel-und-Degen-Filmalltag eine beschwingte, hübsch kostümierte Ablenkung vom heutigen Popcornkino-Standard. Und die könnt ihr euch jetzt erstmals in HD nach Hause holen. Denn diese Woche ist die „Ritter von Pardaillan“-Reihe erstmals im deutschen Heimkino auf Blu-ray erschienen – als 2-Filme-Doppelpack!
Das 2-Disc-Set aus dem Hause Filmjuwelen enthält als Extra eine entfallene Szene, ein Interview sowie ein digitales Booklet. „Der Triumph des Musketiers“, der bei seiner westdeutschen Kino-Uraufführung nur geschnitten ausgewertet wurde, ist im Set sowohl in der hierzulande bekannteren, kürzeren Fassung als auch ungekürzt enthalten.
Das sind die "Ritter von Pardaillan"-Filme
Frankreich im ausgehenden 16. Jahrhundert: Das Land wird von ruchlosen Machtkämpfen durchgerüttelt. Mitten in diesem turbulenten Geschehen gerät zu Beginn von „Der scharlachrote Musketier“ die begehrte Gauklerin Violetta (Michèle Grellier) ins Visier des garstigen Herzogs Henri de Guise (Jean Topart). Glücklicherweise macht die junge Frau Bekanntschaft mit dem armen, streitbaren und mutigen Chevalier de Pardaillan (Gérard Barray), der sich mit vollem Herzen zu ihrem Beschützer aufschwingt...
In „Der Triumph des Musketiers“ hegt Henri de Guise einen neuen, finsteren Plan: Er will Heinrich III. (Jacques Castelot) um seinen Thron bringen. Daher nutzt er es aus, dass der König aufgrund seiner Sympathien für die Hugenotten politisch zwischen die Fronten geraten ist und fliehen muss.
Der sinistre Herzog belagert Heinrich III., weshalb Chevalier de Pardaillan eingeschaltet wird, um die feindlichen Linien zu durchbrechen. Dabei gerät der muntere Held in ein böses Intrigenspiel, in das unter anderem Bianca Farnèse (Valérie Lagrange), die Geliebte des Herzogs de Guise, involviert ist...
Beide Mantel-und-Degen-Actioner wurden von „Angélique“-Regisseur Bernard Borderie inszeniert und gemeinsam mit André Haguet („Der Kurier des Kaisers“) verfasst. Gedreht wurde unter anderem an malerischen, historischen Schauplätzen in Aveyron, Dordogne, Lot-et-Garonne und Yonne. Zudem wurde René Moulaert („Tatis Schützenfest“, „Die Hexen von Salem“) mit dem Kulissenbau beauftragt.
Und wenn ihr nach den beiden „Ritter von Pardaillan“-Teilen obendrein Lust auf Musketier-Action aus den 2000er-Jahren habt, ist unser folgender Heimkino-Hinweis sicher ebenfalls was für euch:
Für Fans von klassischem Abenteuerkino: Fast drei Stunden lange Mantel-und-Degen-Action mit Starbesetzung neu im HeimkinoFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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