Beinahe jeden Tag kommen bei den Streaming-Anbietern neue Titel hinzu – Filme, Serien und Dokus. Da verliert man schnell mal den Durchblick. Aber zum Glück habt ihr uns! Woche für Woche suchen wir im Angebot von Amazon Prime Video für euch nach vergessenen Serien-Klassikern, aktuelleren Hits und Geheimtipps, die mit gültigem Abo kostenlos abrufbar sind.
"Nine Perfect Strangers" (seit 2021)
Ihr möchtet euch mit der passenden Serie auf euren nächsten Wellness-Urlaub einstimmen? Dann habt ihr – zumindest auf dem heimischen Bildschirm – mit „Nine Perfect Strangers“ die Gelegenheit dazu. Allerdings haben die neun titelgebenden Gäste, die im idyllisch gelegenen Tranquillum House einchecken, nicht allzu lange eine entspannte Zeit. Denn dort erwartet sie mit der rätselhaften Masha (Nicole Kidman) eine ebenso charismatische wie durchtriebene Luxus-Ressort-Leiterin. Erfrischend unangepasst und kompromisslos erzählt die von Hit-Produzent David E. Kelley („The Lincoln Lawyer“) erdachte Serie von gestressten Großstädtern und ihren Versuchen, sich von den eigenen inneren Dämonen loszusagen.
Von der ersten Episode an lebt die aus zwei Staffeln bestehende Serie von ihrer klaustrophobischen Stimmung (einziger Handlungsort: das Resort), dem abgründigen Witz und seinem erlesenen Cast. Zu den namhaften Stars, die der ominösen Masha reihenweise verfallen, zählen Michael Shannon („Shape Of Water“), „Fast & Furious“-Star Luke Evans und Samara Weaving („Ready Or Not“). Nicole Kidman zeigt in der Rolle der Resort-Chefin, die ihre ganz eigenen, „experimentellen“ Heilmethoden anwendet, eine ihrer stärksten Karriereleistungen. Begeisternd und regelrecht elektrisierend.
"The L Word" (2004 - 2009)
Von „Heartstopper“ über „Boots“ und „Heated Rivalry“ bis hin zu „Deadloch“ und „It’s A Sin“ – In den letzten Jahren nahm die Zahl an Serien mit LGBTQ-Thematik und/oder explizit queeren Charakteren rasant zu. Vor zwanzig Jahren war das anders. Damals war es eine TV-Revolution, als mit „The L Word“ plötzlich eine Serie an den Start ging, in der sich alles um das Leben und die Liebschaften einer Gruppe moderner, queerer Frauen in Los Angeles drehte. Ausgangspunkt der Handlung ist die junge Jenny, die nach ihrem Umzug nach L.A. ihre Sexualität entdeckt und Teil der eingeschworenen Clique rund um Galeristin Bette und Journalistin Alice wird. Die US-Serie schildert die Geschehnisse (beinahe ausschließlich) aus der Sichtweise ihrer lesbischen und bisexuellen Protagonistinnen.
„The L Word“ greift gesellschaftliche Tabus auf und spricht komplexe Themen an. Es geht um Familiengründung, Trennungsschmerz und Verlust, Coming-Out, mentale Gesundheit, Transidentität und Paardynamiken. Daneben kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Mit teils entwaffnendem Witz und ordentlich Charme erzählt „The L Word“ nämlich vor allem von Liebe, Freundschaft und (Lebens)Lust. Mit Erfolg: Die Serie wurde in 30 Länder verkauft und diente etlichen Dramedy-Serien als Vorbild. 2019 feierten Bette und ihre Freundinnen in „The L Word: Generation Q“ (bis 2023) ein Comeback. Alle 71 Folgen von „The L Word“ stehen im englischen Originalton für Abonnenten kostenlos bereit:
Die deutschen Synchronfassungen aller Staffeln sind als Leih- und Kauf-VoD verfügbar:
"Daisy Jones And The Six" (2023)
Ihr mögt die Ästhetik und den Stil der 70er-Jahre? Dann solltet ihr euch „Daisy Jones And The Six“ nicht entgehen lassen. Die von Hollywood-Star Reese Witherspoon („Eiskalte Engel“) produzierte Mini-Serie schildert im Stil einer Musik-Doku dem Aufstieg und Fall der – fiktiven – Rockband „The Six“ und taucht tief ein in die L.A.-Musikszene jener Zeit. Als die Gruppe rund um Frontman Billy Dunne (Sam Claflin) auf die Sängerin Daisy Jones (Riley Keough) trifft, ist es der Beginn einer nie für möglich gehaltenen Weltkarriere. Doch der Erfolg währt nicht lange.
Das Amazon-Original lässt sich am ehesten als mitreißender Mix aus dem 00er-Jahre-Klassiker „Almost Famous“, der Serie „Nashville“ und dem Oscar-Hit „A Star Is Born“ beschreiben. Inhaltlich weist „Daisy Jones And The Six“ immer wieder Bezüge zur Historie der legendären Rockband Fleetwood Mac („Rumours“) auf und schildert im Kern den herausfordernden Versuch, beruflichen Erfolg und Beziehungsleben in Einklang zu bringen. Ein universelles Thema, das die Serie ganz beiläufig behandelt. Unverkrampft erzählt, lebt sie von der Chemie zwischen Keough und Claflin und fängt dank des atmosphärischen Soundtracks das sommerliche, kalifornische Soft-Rock- und Country-Feeling der 70er-Jahre perfekt ein.
Und falls ihr wissen wollt, welche neuen Streaming-Titel ihr im Mai bei Netflix und Co. auf keinen Fall verpassen solltet, schaut am besten mal in die Tipps von FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt rein:
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