Heute ohne Werbung im TV: Einer der besten deutschen Filme der letzten Jahrzehnte - 6,6 Millionen Kinozuschauer!
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Wolfgang Beckers „Good Bye, Lenin!“ zählt bis heute zu den erfolgreichsten deutschen Filmen – und ist heute Abend auf 3Sat zu sehen. Unbedingt einschalten!

Anfang der 2000er zog er Massen ins Kino – mit 6,6 Millionen Zuschauer*innen zählt er bis heute zu den zehn erfolgreichsten deutschen Filmen, wurde vielfach ausgezeichnet, international gefeiert, machte Daniel Brühl quasi über Nacht zum Star und löste ganz nebenbei noch einen Ostalgie-Hype aus. Die Rede ist natürlich von Wolfgang BeckersGood Bye, Lenin!“, der neben dem Deutschen Filmpreis auch den französischen César und den europäischen Filmpreis einheimsen konnte – und von der Kritik im In- wie auch im Ausland gefeiert wurde.

Wie auch der letzte Film des vor zwei Jahren verstorbenen Wolfgang Becker, „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“, verknüpft „Good Bye, Lenin!“ auf ganz besondere und charmante Art und Weise deutsche Zeitgeschichte mit Fiktion – und macht sie damit erfahrbar, anstatt sie nur zu erzählen. Ihr könnt „Good Bye, Lenin!“ heute Abend um 21.45 Uhr – ganz ohne Werbung! – auf 3Sat sehen. Alternativ findet ihr ihn auch auf Netflix im Stream.

Darum geht's in "Good Bye, Lenin!":

Während draußen die DDR zerbricht und die Mauer fällt, hat Alex Kerner (Daniel Brühl) seine eigenen Probleme: Nach einem Herzinfarkt liegt seine Mutter Christiane (Katrin Sass), ihres Zeichens überzeugte Sozialistin, monatelang im Koma. Als sie wieder aufwacht, warnen die Ärzte: Jede Aufregung könnte lebensgefährlich für sie enden. Wie soll er seiner Mutter also erklären, dass ihre Welt nun eine andere ist?

Und so tun er und seine Schwester Ariane (Maria Simon) alles dafür, um die gute alte sozialistische Ordnung in ihrem Wohnzimmer aufrechtzuerhalten – von der gefakten Nachrichtensendung bis hin zum Spreewaldgurkenglas. So einiges muss Alex sich einfallen lassen, um den Schein zu wahren: Nachrichtensendungen müssen gefaked, „Republikflüchtlinge“ aus Wuppertal erklärt werden…

Ein Zimmer, ein Land

„Good Bye, Lenin!“ schafft den Spagat zwischen Witz und Melancholie, zwischen Voice-over und Archivmaterial, zwischen alter Ordnung und deren Umbruch: Aus der Sozialwissenschaftsstudentin wird die Drive-in-Mitarbeiterin bei Burger King, aus Fernsehern werden Sat-Anlagen – der Westen frisst den Osten auf, nur im Plattenbauzimmer der Kerners, da pocht es noch, das sozialistische Herz, da hält man zusammen, da ist man solidarisch.

So verdichtet „Good Bye, Lenin!“ auf äußerst unterhaltsame Weise deutsch-deutsche Geschichte zwischen DDR-Tapeten und Cola-Bannern – und ist vollkommen zu Recht selbst ein Stück deutsche Filmgeschichte geworden.

Welcher mit über 11 Millionen Kinobesucher*innen der erfolgreichste deutsche Film ist, könnt ihr hier nachlesen:

Heute Abend streamen: Dieser Western war in Deutschland sogar noch erfolgreicher als "Avatar"!

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