Michael Hartung (Charly Hübner), der Besitzer einer wirklich hoffnungslos überschuldeten Videothek, hat sein ganzes Leben lang offenbar auf das falsche Pferd gesetzt. Als ein ehrgeiziger Journalist ihn dann auch noch mit den Ergebnissen seiner Recherche konfrontiert, ändert sich für den charmant-melancholischen Micha auf einen Schlag alles. Denn der unnachgiebige Journalist behauptet, dass Micha vor mehr als drei Jahrzehnten als Angestellter der damaligen Reichsbahn die größte Massenflucht aus der DDR mit organisiert habe. Angeblich gibt es einschlägige Beweise in den archivierten Stasi-Akten und sogar einen dokumentierten Gefängnisaufenthalt, gefolgt von einer Zwangsversetzung in den Braunkohle-Tagebau. Von einer verlockenden Gage verführt, bestätigt Micha die Geschichte, obwohl nur wenige Bruchstücke davon der Wahrheit entsprechen.
Basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Maxim Leo.
Der gebürtige Sauerländer und Wahlberliner Wolfgang Becker wurde mit „Good Bye, Lenin!“ zum gefeierten Regisseur, Hauptdarsteller Daniel Brühl durch ihn zum Weltstar. Die Wende-Komödie über einen Sohn, der seiner kranken Mutter vorspielt, dass die DDR weiterbesteht, gilt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Filme aller Zeiten und wurde von der britischen Zeitung The Times als „witzigster Film aus Deutschland seit einem Jahrhundert“ bezeichnet. „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ nach dem gleichnamigen Roman von Maxim Leo sollte nun Beckers letzter Film werden: Er starb kurz nach Abschluss der Dreharbeiten im Dezember 2024.Eigentlich ist Micha Hartung (Charly Hübner) pleite, auch wenn er es nicht wahrhaben will. Seine Berliner Kiez-Videothek läuft schon seit Jahren nicht mehr – kein Wunder: Wir schreiben das Jahr 2019, Leih-Videos sind beinahe so out wie Röhrenfernsehgeräte,
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Trailer
1:03
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße Trailer (2) DF
Eine nette, aber harmlose DDR-Erinnerungskomödie. Einige Klischees werden bedient, der (West-) Journalist, der hinter einer großen Story her ist, der Ossi, der natürlich grundehrlich ist, sich auf darauf einlässt und sogar Gefallen an seiner Rolle als Held findet, die Freundin, die ihre Karriere dieser Weichenstellung zu verdanken hat und die Tochter, spoiler: die dem Vater die bittere Wahrheit ersparen will, dass seine Frau, ihre Mutter, die ...
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Brodie1979 ..
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3,0
Veröffentlicht am 8. Dezember 2025
Für mich ergibt das Drehbuch keinen Sinn: die Grundsituation wird aufgemacht, eben daß der arme Kerl in eine Mediensituation gerät, die ihm über den Kopf zu wachsen droht und es werde divrse Figuren und Handlungsstränge gestartet. Dann aber kommt keiner so Recht in Fahrt, sondern wie in einem Baukastensystem werden immer mal wieder Szenen aus der einen oder der anderen Storyline aneinander gebaut. Spannung entsteht dabei zwar nicht, aber ...
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Rob T.
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3,0
Veröffentlicht am 26. Dezember 2025
Es ist das Jahr, in dem 30 Jahre Mauerfall gefeiert werden. 2019 betreibt Michael Hartung (Charly Hübner) die vermutlich letzte Videothek Berlins. Sein laden steht kurz vor dem Aus, er ist hoffnungslos überschuldet.
Da kommt ihm der Journalist Alexander Landmann (Leon Ullrich) vom Magazin "Fakt" gerade richtig. Er bietet ihm viel geld für eine Story an.
Angeblich soll Michael 1984 für eine "Massenflucht" von Ost- nach West-Berlin ...
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Jörg Schröder
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4,0
Veröffentlicht am 9. Dezember 2025
Hab ich mich gefragt, warum gucke ich einen Film bei dem der "Hessische Rundfunk" federführend war. Gehört so ein Film nicht einfach ins Fernsehen und nicht ins Kino?! Aber das nur nebenbei... denn der Film lässt diesen Gedanken schnell verblassen. Es macht Spaß zu gucken, weil tolle Story, tolle Schauspieler und schönes Erzähltempo. Dazu lernt man eine Vorwendegeschichte kenne, die ich als Ossi noch nicht kannte ... eine S-Bahn die zu ...
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“Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße” hat eine Altersfreigabe ab 6 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 6 Jahre alt sind, den Film im Kino sehen dürfen. Kinder unter 6 Jahren dürfen selbst in Begleitung von älteren Personen oder Erziehungsberechtigten den Film laut FSK nicht im Kino sehen.
DDR-Film nach Romanvorlage
„Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Maxim Leo, der erst im Jahr 2022 erschien. Leo selbst wuchs noch in der DDR auf und erlebte die Wende mit 19 Jahren.
Letzter Film von Wolfgang Becker
Regisseur Wolfgang Becker („Good Bye, Lenin!“) verstarb am 12.12.2024 kurz nach Ende der Dreharbeiten zu „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Tod von Becker erscheint sein letzter Film in den deutschen Kinos. Die Verantwortung für die Postproduktion übernahmen Regisseur Achim von Borries, der mit Becker am Film „Ich und Kaminski“ (2015) arbeitete, und Produzent Stefan Arndt, dem langjährigen Wegbegleite
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