Auch wenn der Abspann anrollt, sollte man sich bei großen Blockbuster-Produktionen heutzutage davor hüten, direkt aus dem Kinosessel zu springen und den Saal zu verlassen - schließlich haben die Comic-Kracher von Marvel die sogenannten Post-Credit-Szenen zu einem echten Trend gemacht. Inzwischen nutzen auch viele weitere Produktionen abseits der Comic-Blockbuster-Schmiede dieses Konzept.
Solche Mid- oder After-Credit-Szenen werden meist dazu genutzt, um lose Handlungsfäden aus dem Film aufzugreifen und abzuschließen, einen letzten Lacher zu landen oder bereits einen ersten Ausblick in kommende Abenteuer zu gewähren. Im Fantasy-Kracher „Masters Of The Universe“ gibt es gleich zwei solcher Szenen. Im Folgenden wollen wir euch diese kurz erklären, dementsprechend folgt hier die obligatorische SPOILERWARNUNG! Wenn ihr den Film also noch nicht geschaut habt, dann nichts wie ab ins Kino – anschließend könnt ihr ja noch einmal einen Blick in diesen Artikel werfen.
Das steckt hinter den beiden Post-Credit-Szenen
Die erste Szene, die kurz nach dem Einsetzen des Abspanns eingefügt wurde, ist eine liebevolle Rückbesinnung auf die moralischen Lehren, die es am Ende jeder Episode der Cartoonserie „Masters Of The Universe“ gab. Hier wurde noch einmal die Folge zusammengefasst und herausgearbeitet, was wir denn daraus gelernt haben. Im Kino-Kracher kommt diese Aufgabe dem zaubernden Fan-Liebling Orko zu, der sonst leider durch Abwesenheit glänzt.
Viel überraschender ist jedoch die Mid-Credit-Szene, denn diese dürfte bei Fans Jubelstürme auslösen. Hier lauschen wir zuerst einem Gespräch, in welchem über eine mysteriöse Person gesprochen wird, die unter tragischen Umständen verschwunden ist. Dennoch besteht Hoffnung, dass diese eines Tages wieder auftauchen wird. Nach einem Szenenwechsel sehen wir, von welcher Figur hier gesprochen wird: Die Kamera offenbart eine mysteriöse Frau, die jedoch nur von hinten zu sehen ist. In der Hand hält sie ein Schwert, das Erinnerungen an die magische Waffe von He-Man wach werden lässt.
She-Ra kommt!
Kenner*innen der Materie wissen natürlich, dass es sich hier um She-Ra beziehungsweise Prinzessin Adora handelt. Die Zwillingsschwester von He-Man ist selbst durchsetzungsfähige Kriegerin, die mit ihrem magischen Schwert und ihrem kampferprobten, geflügelten Einhorn in die Schlacht zieht. Leider wurde sie in Kindheitstagen vom finsteren Hordak auf die Welt Etheria entführt. Seitdem sie aber um ihre wahre Identität weiß, kämpft sie für die Freiheit des Planeten.
She-Ra wurde 1985 von Mattel als Reaktion auf den Erfolg der He-Man-Spielzeugreihe und -Serie ins Leben gerufen. Mit dieser wagemutigen Heldin wollte man sich vorrangig an ein weibliches Publikum richten. Wir dürfen auf jeden Fall gespannt bleiben, ob She-Ra im Falle des Erfolgs von „Masters Of The Universe“ einen eigenen Film bekommt, oder nur einen Part in einer potentiellen Fortsetzung spielen wird.
Wenn ihr einmal ausführlich hören wollt, was wir zu „Masters Of The Universe“ zu sagen haben, dann könnt ihr euch einfach die neuste Ausgabe des FILMSTARTS-Podcasts Leinwandliebe zu Gemüte führen:
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