Beinahe jeden Tag kommen bei den Streaming-Anbietern neue Titel hinzu – Filme, Serien, Mini-Serien und Dokus. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Aber zum Glück habt ihr uns! Woche für Woche suchen wir bei Amazon Prime Video nach unvergesslichen Klassikern, aktuelleren Hits und Geheimtipps, die ihr mit gültigem Abo kostenfrei streamen könnt.
Zu den erfolgreichsten Produktionen 2026 in Deutschland (wie auch im restlichen Teil der Welt) zählen bislang ein Animationsfilm („Super Mario Galaxy Film“), ein Biopic („Michael“) und ein Psychothriller („The Housemaid“). Anlass genug für uns, um euch heute drei Filme aus diesen drei beliebten Genres vorzustellen.
"Super Charlie" (2024)
Spätestens seit James Gunns letztjährigem Sommer-Blockbuster „Superman“ ist der „Stählerne“ vom Planeten Kal-El wieder en vogue. Ohnehin gilt er bekanntlich ja als der erste Superheld der Welt. Doch habt ihr schon mal von „Super Charlie“ gehört? Falls nein, wundert euch nicht. In Deutschland lief der skandinavische 3D-Animationsfilm als „Limited Release“ nämlich nur in wenigen Kinos und der weltweite Erfolg an den Kinokassen hielt sich in Grenzen. Dabei ist „Super Charlie“ ein wahrhaft intelligenter, anspielungsreicher Mix aus Superhelden-Hommage, Familienabenteuer und Action-Komödie für Groß und Klein!
Der zehnjährige Willy träumt davon, als Superheld durch die Lüfte zu fliegen. Das Problem: Nicht er ist es, der Superkräfte besitzt, sondern sein jüngerer Bruder Charlie. Da ist Eifersucht vorprogrammiert! Als zwei Schurken aufkreuzen, müssen die Brüder zusammenarbeiten, um ihre Heimatstadt zu retten. Als „hübsch animierte, knallig frech-bunt-fröhliche Familienkomödie“ bezeichnete unsere Autorin Gabi Sikorski den Film in ihrer Kritik und vergab gute 3,5 von 5 Sterne. Diesem Urteil schließt sich der Verfasser dieses Artikels uneingeschränkt an. Wer „Die Unglaublichen“ und „The Boss Baby“ mochte, sollte sich „Super Charlie“, der beiläufig komplexe Themen wie Geschwisterrivalität und Familiendynamiken ergründet, unbedingt auf die Watchlist packen.
"Air – Der große Wurf" (2023)
Während sich „Michael“ dem größten Popstar der 80er- und 90er-Jahre widmet, geht es in „Air“ (auch) um Michael Jordan – den besten Basketballer aller Zeiten. Doch aufgepasst: Der vom Oscar-prämierten „Dream-Team“ Ben Affleck und Matt Damon („Good Will Hunting“) realisierte Film ist keine „typische“ Biografie, die pflichtbewusst die wichtigsten Lebensstationen der Hauptfigur abarbeitet. Vielmehr behandelt das Amazon-Original einen der größten Marketing-Coups und Wirtschafts-Deals aller Zeiten. Verantwortlich dafür ist ein Schuh! Was zunächst nach trockenem Business-Krimi klingen mag, entpuppt sich als raffiniertes, herausragend gespieltes Drama, das eine perfekte Balance zwischen bewährten Erzählmustern und kreativen Einfällen findet.
Damon ist als Nike-Mitarbeiter Sonny Vaccaro zu sehen, der 1984 alles riskiert, um den damals noch unbekannten Jordan unter Vertrag zu nehmen. Eine besondere Rolle spielt dabei der „Air Jordan 1“, der bis heute berühmteste Sportschuh der Welt – mit dem „His Airness“ bald zum gefeierten Basketball-Megastar aufsteigt. „Air“ entführt gekonnt und glaubhaft in die 80er-Jahre und zeigt auf faszinierende Weise, wie aus einer größenwahnsinnigen Idee eine der fruchtbarsten Kooperationen in der Geschichte des Sports erwuchs. Genial ist Afflecks Regie-Einfall, Jordan nur von hinten, von der Seite oder im Schatten zu filmen. Diese bewusste „Leerstelle“ schafft eine besondere Atmosphäre und eine Spannung, der man sich nicht entziehen kann.
"The Change" (2025)
Anfang des Jahres wurde „The Housemaid“ dank klaustrophobischem Thrill und überraschender Wendungen zum weltweiten Phänomen. Ebenso wie der Mega-Hit mit Sydney Sweeney thematisiert „The Change“ toxische zwischenmenschliche Beziehungen, ungleiche Machtverhältnisse und Manipulation. Alles dreht sich um die einflussreiche Familie Taylor, die aufgrund des Erstarkens einer landesweiten, radikalen politischen Bewegung („The Change“) auseinanderzubrechen droht. Das Unheil beginnt damit, dass Sohn Josh (Dylan O'Brien), seine neue Freundin (schön fies: „Bridgerton“-Star Phoebe Dynevor) erstmals der Familie vorstellt. Ein grober Fehler!
„The Change“ vermengt stilsicher Elemente des Familien-Dramas und Polit-Thrillers mit (leisem) Horror, dystopischen Anleihen und kammerspiel-artigem Grusel. Kein Wunder, kennt sich der Mann auf dem Regiestuhl doch bestens mit Suspense und dem Kreieren unbehaglicher Stimmungen aus. Der Film stammt nämlich vom Oscar-nominierten polnischen Regisseur Jan Komasa („Corpus Christi“), dessen aktueller Thriller „The Good Boy“ viele Kritiker begeisterte (88 Prozent Zustimmung bei Rotten Tomatoes). In „The Change“ erzeugt er meisterhaft eine von Zukunftsangst, Panik und Hilflosigkeit gekennzeichnete Aura. Ein gesellschaftliches Klima, in dem Radikalisierung und Spaltung vorherrschen – weshalb „The Change“ nicht aktueller und zeitgemäßer sein könnte.
Der Psychothriller-Megahit „The Housemaid“ bekommt in der Zwischenzeit Konkurrenz. Zumindest in Sachen Filmtitel. Verantwortlich dafür ist die (berüchtigte) Trashschmiede Asylum („Sharknado“):
Jetzt bekommt Sydney Sweeneys 400-Millionen-Dollar-Megahit Konkurrenz – erster Trailer zum Psycho-Thriller "Housemaid"Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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