Nach 40 (!) Jahren: Michael J. Fox enthüllt die Wahrheit hinter einem der berüchtigtsten "Zurück in die Zukunft"-Fehler
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

In seinen Memoiren zum „Zurück in die Zukunft“-Filmdreh hat Michael J. Fox viel warme Worte für die treuen Fans der Sci-Fi-Komödie übrig, räumt aber mit deren Theorien zur roten Gitarre auf…

Im Sommer 1985 startete mit Robert Zemeckis' „Zurück in die Zukunft“ eine Zeitreisen-Komödie, die zu einem vielgeliebten Hit avancieren und zwei weitere, ebenfalls populäre Teile nach sich ziehen sollte. Fans der Trilogie lassen sich bis heute in Foren über die für die Filme kreierten Requisiten – etwa den in eine Zeitmaschine verwandelten DeLorean DMC und das Hoverboard – aus.

Doch ein Requisit sorgte in den vergangenen vier Jahrzehnten immer wieder für Diskussionen und Spekulationen: Es ist die Gitarre, die Hauptdarsteller Michael J. Fox alias Marty McFly während des Abschlussballs seiner Eltern zur Vollführung von Chuck Berrys Rock'n'Roll-Stück „Johnny B. Goode“ bespielt.

Wo hat Marty (Michael J. Fox) diese Gitarre im Jahr 1955 her? Universal Pictures
Wo hat Marty (Michael J. Fox) diese Gitarre im Jahr 1955 her?

Legendäre Musiknummer im Film

Kurz zum Handlungskontext: Dieser Abschlussball findet im Jahr 1955 statt – lange vor Martys Geburt. Doch das Zeitreise-Experiment seines guten Freundes Dr. Emmett L. Brown (Christopher Lloyd) hat Marty in ebendieses Jahr zurückversetzt, wodurch er nun dafür sorgen muss, dass seine Eltern Lorraine (Lea Thompson) und George (Crispin Glover), wie es schon längst Geschichte ist, tatsächlich auf dem Abschlussball zusammenkommen.

Nach etlichen Hürden und Rangeleien mit dem schurkigen Widersacher Biff Tannen (Thomas F. Wilson) scheint es fast geschafft – und Marty hat nur noch eine Sache im Jahr 1955 zu erledigen: für den verletzten Gitarristen der Abschlussball-Band einspringen. Zu welcher inzwischen ikonischen Musiknummer in „Zurück in die Zukunft“ das führt, seht ihr hier:

Skandal: Eine Gibson ES-345 – und das 1955!

So gefeiert diese Szene auch war, fiel vor allem den Musik-Erprobten unter den Fans ein Detail ins Auge: Die feuerrote Gitarre, die Marty sich vom verletzten Gitarristen borgt, ist eine ES-345 des legendären Gitarrenherstellers Gibson. Doch dieses Modell war 1955 noch gar nicht verfügbar, sondern kam erst 1958 auf den Markt!

Während die Gitarren-Nerds über diesen Anachronismus nur enttäuscht den Kopf schütteln konnten, wollten andere „Zurück in die Zukunft“-Fans nicht an einen Fehler glauben. Daher wurde in unzähligen Foren darüber spekuliert, ob möglicherweise eine Zeitreise von Marty McFly ins Jahr 1958 für diesen oder spätere Teile der Trilogie angedacht war, aber dann wieder verworfen oder herausgeschnitten wurde.

In seinen im Oktober 2025 erschienenen Memoiren über den „Zurück in die Zukunft“-Dreh räumt Schauspieler Michael J. Fox mit den Gerüchten auf, wie das Magazin CBR berichtet. Das Buch heißt „Future Boy: Back To The Future And My Journey Through The Space-Time Continuum“, ist bislang nur auf Englisch erschienen und kann bei Amazon erworben werden:

Wie CBR berichtet, lasse sich aus dem Buch sich zwar Fox' große Wertschätzung für die über Jahrzehnte so loyal gebliebenen Fans herauslesen, doch auf den Gitarrenfehler sei er im Laufe der Zeit unentwegt angesprochen worden.

Ein Mysterium, so Michael J. Fox in seinem Buch, stecke nicht dahinter: „Hier gibt es kein filmisches Easter Egg – die Requisitenabteilung des Films hat sich einfach für die ES-345 entschieden, weil sie an die legendäre weinrote Gitarre erinnert, mit der Chuck Berry auf den Bühnen dieser Welt seinen berühmten Duckwalk vollführte.“

Ein Rätsel um „Zurück in die Zukunft“ weniger – doch es bleiben andere, etwa diese Sache mit dem Foto… Hier erfahrt ihr mehr dazu:

Stoppt "Zurück in die Zukunft" bei 13 Minuten und 41 Sekunden: Selbst die größten Fans der Kult-Saga haben dieses Detail nie bemerkt

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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