Als ich „Warrior“ zum ersten Mal sah, war das noch vor dem Deutschlandstart – im Flugzeug auf dem Weg nach Kanada. Doch selbst auf dem Mini-Bildschirm vor meinem Sitz entfaltete Gavin O'Connors Mix aus Familiendrama und MMA-Spektakel eine Wucht, die mich in den Actionszenen elektrisierte und in den emotionalen Momenten zu Tränen rührte. Mehrmals. Und das tut er auch heute noch.
„Beast“ von Tyler Atkins gelang das am Ende zwar nicht ganz. Für alle Fans des brüderlichen Schlagabtauschs, in dem sich Tom Hardy und Joel Edgerton ebenso viele Vorwürfe wie Hiebe um die Ohren hauen, lohnt sich das Reinschauen aber dennoch. Dazu habt ihr nun endlich auch in Deutschland die Gelegenheit: Nachdem „Beast“ bereits am 18. Juni seine digitale Premiere als Video-on-Demand feierte, erscheint das Martial-Arts-Drama am 25. Juni nun auch auf DVD und Blu-ray.
Wer Filme wie den erwähnten „Warrior“ ins Herz geschlossen hat, dürfte auch hier durchaus auf seine Kosten kommen. Auch wenn „Beast“ der altbekannten Grundprämisse am Ende nicht viel hinzufügen kann und in allen Belangen letztlich nur so etwas wie die Light-Version des Hardy-Edgerton-Vehikels ist.
"Beast": Grundsolide Direct-to-Video-Kost
Erzählt wird die Geschichte des einstigen Mixed-Martial-Arts-Champions Patton James (Daniel MacPherson), der sein Geld mittlerweile als Fischer verdient. Seine glorreichen Zeiten, in denen er selbst den bis heute gefürchteten Xavier Grau (Bren Foster) dessen einzige Niederlage zufügte, sind also längst vorbei. Bis er eines Tages von seiner Vergangenheit eingeholt wird.
Während James von finanziellen Sorgen geplagt wird, wird eines Tages sein ebenfalls im Ring stehender kleiner Bruder Malon (Mojean Aria) ausgerechnet von Grau krankenhausreif geprügelt. Um all die Gewalt endgültig hinter sich zu lassen und im selben Atemzug seine Schulden zu tilgen, beschließt James schließlich, auf ein Angebot seines einstigen Managers Gabriel Stone (Luke Hemsworth) einzugehen: Mit Unterstützung seines früheren Trainers Sammy (Russell Crowe) soll er sich noch einmal fit für den Ring machen – und Grau in einem alles entscheidenden Kampf gegenübertreten.
Ja, mit dem Plot gewinnt man keinen Blumentopf. Wie gut das Ganze umgesetzt wurde, ist dennoch durchaus bemerkenswert – und bei genauerer Betrachtung keine große Überraschung. Mit Drehbuchautor David Frigerio, dem überzeugenden Hauptdarsteller Daniel MacPherson, Hemsworth sowie einem grandios ruppig aufspielenden Russell Crowe machte schließlich ein Quartett erneut gemeinsame Sache, das bereits großen Anteil an dem bärenstarken Action-Kracher „Land Of Bad“ hatte.
Nicht zu vernachlässigen ist außerdem, dass man mit Bren Foster einen DER Action-Stars der Stunde an Bord holte, der sich mit dem für kleines Geld produzierten, aber in Sachen Gekloppe schlicht atemberaubend-brachial inszenierten „Life After Fighting“ kürzlich in die Auslage spielte – und damit eine ernstzunehmende Kampfansage in Richtung Scott Adkins und Co. abgab. Während Crowe und MacPherson mit ihrem Spiel so vor allem der dünnen Geschichte ein wenig Fleisch auf die Knochen geben, ist Foster eine Bereicherung, wann immer die Fäuste fliegen. Das passt, schließlich verläuft „Beast“ zwar streckenweise auch ziemlich ruhig, ab und an geht es aber eben doch ans Eingemachte – und dann ist Foster zur Stelle. Und zwar sowas von!
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Brachialer Mix aus Kriegsfilm und Martial-Arts-Spektakel im Heimkino – mit Scott Adkins in Höchstform!Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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