Am 22. Juni war es endlich so weit: Nach zwei Jahren Wartezeit hat uns die erste Folge der dritten „House Of The Dragon“-Staffel wieder in die Welt von Westeros entführt. Eine Welt voller Drachen und Magie, voller Prophezeiungen und geheimnisvoller Figuren – man denke nur an die Hexe Alys (Gayle Rankin) oder an den nur einen Sekundenbruchteil auftauchenden gehörnten Grünen Mann, der uns daran erinnert, dass in der von George R.R. Martin geschaffenen Fantasy-Welt die sonderbarsten Wesen existieren. Doch auf der anderen Seite ist „House Of The Dragon“ auch tief in der Realität verwurzelt …
… der Realität von Machtkämpfen, von strategischen Entscheidungen, von politischen Ränkespielen und von Bürgerkrieg. Und der, wie es ist, eine Frau in einer Machtposition zu sein. Während Aegon (Tom Glynn-Carney) bei dem Geschwisterstreit um den Thron allein schon damit auftrumpfen kann, dass er ein Mann ist, werden seiner Halbschwester Rhaenyra (Emma D’Arcy) wegen ihres Geschlechtes immer wieder Steine in den Weg gelegt. Nicht zuletzt von ihrem Sohn Jace (Harry Collett), der sie einmal mehr entmündigt, indem er sie in ihre Gemächer sperren lässt, um sie vor einer Schlacht zu „bewahren“.
Und genau dieser Moment ist es, in dem ein Stück realer Weltgeschichte Eingang in das Fantasy-Reich von Westeros findet. Denn Königin Rhaenyra bemüht eine Aussage, die schon eine reale Königin vor ihr gesprochen hat – Queen Elizabeth I., eine der berühmtesten Frauen der Geschichte. Auf diese bezieht sich das Easter-Egg, als Rhaenyra sagt: „Ich mag nach außen den kraftlosen Körper einer Frau haben, aber ich habe Herz und Tatkraft eines Königs.“
Rhaenyra zitiert Königin Elizabeth
In der englischen Originalfassung heißt es an dieser Stelle: „I may appear to have the weak and feeble body of a woman, but I possess the heart and spirit of a king“ – und damit gibt die Königin von Team Schwarz fast genau die Worte wieder, die die Königin von England im Jahr 1588 bei einer Ansprache im Feldlager von Tilbury an ihre Truppen richtete („I know I have the body but of a weak and feeble woman; but I have the heart and stomach of a king, and of a king of England too“).
Hier verweist die Fantasy-Serie also geschickt auf eine Schwester im Geiste von Rhaenyra – eine Monarchin, die sich in einer männerdominierten Welt behaupten muss. So klar wie hier sind bei „House Of The Dragon“ bisher selten Fantasie und Realität miteinander verschmolzen. Doch in Folge 1 gibt es nicht nur dieses spannende Easter-Egg zu entdecken, sondern auch einen Weltrekord zu bestaunen. Mehr darüber erfahrt ihr in diesem Artikel:
"House Of The Dragon" hat mit Staffel 3 sogar einen Weltrekord aufgestellt – und zwar bei der großen Schlacht in Folge 1!