"House Of The Dragon" löst endlich einen großen Cliffhanger auf: Darauf haben wir zwei Jahre gewartet!
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Folge 2 der dritten „House Of The Dragon“-Staffel nimmt eine besondere Position ein, denn ursprünglich sollte sie als Finale von Staffel 2 dienen. Das führt dazu, dass wir hier einen wichtigen Figurentod sehen, auf den wir 2 Jahre warten mussten.

Es kommt schon ziemlich überraschend, zumindest wenn es euch so geht wie der Autorin dieses Artikels: Die neueste „House Of The Dragon“-Folge „Königsmund“ löst einen Cliffhanger auf, dessen Existenz man eigentlich schon fast vergessen hatte – denn er wurde vor zwei Jahren aufgebaut, als Staffel 2 zu Ende ging. Ursprünglich hätten wir auch gar nicht so lange auf die Auflösung warten müssen: Die ersten beiden Episoden von Staffel 3 waren eigentlich als großes Finale der zweiten Season vorgesehen, wurden dann aber an den Anfang der dritten Staffel verschoben. Achtung, es folgen Spoiler zu Folge 2 von Staffel 3!

Nachdem Rhaenyra (Emma D’Arcy) weitestgehend friedlich in King’s Landing/Königsmund einmarschiert ist, muss irgendein Kopf rollen, ansonsten ist die Legitimität von Rhaenyras Throneroberung in Gefahr. In Ermangelung eines entsprechenden Targayrens aus den Reihen der Grünen – Aegon (Tom Glynn-Carney) und Aemond (Ewan Mitchell) haben die Hauptstadt verlassen – muss eben ein Verwandter herhalten. Genauer gesagt: deren Großvater Otto Hightower/Hohenturm (Rhys Ifans)! Doch wo zur Hölle kommt der am Anfang von Staffel 3 einfach her?

Warum ist Otto Hightower im Gefängnis?

Hier müssen wir zwei Jahre zurück spulen. Es war eine winzige, geheimnisvolle Szene, die uns damals Rätsel aufgegeben hat, inzwischen vor lauter Drachenschlachten aber nahezu in Vergessenheit geraten ist: Am Ende von Staffel 2 wurde Alicents Vater Otto in einen Kerker gesperrt – von wem, das haben wir damals nicht erfahren. Und diese Antwort ist uns „House Of The Dragon“ zwei Jahre lang schuldig geblieben, bis es jetzt in Folge 2 von Staffel 3 endlich zur Auflösung kam:

Lord Larys (Matthew Needham) hat Otto, der sich in Staffel 2 auf den Weg nach Highgarden gemacht hatte und seitdem von der Bildfläche verschwunden war, gefangengenommen und heimlich in King’s Landing eingekerkert. Und nicht nur der Verursacher von Ottos Gefangennahme wurde jetzt endlich enthüllt, sondern auch der Grund dafür: Der intrigante Larys hat Otto als „Geschenk“ für Daemon (Matt Smith) zurückgelassen, wohlwissend, dass Team Schwarz einen Sündenbock brauchen würde, nachdem er mit Aegon heimlich aus der Stadt geflohen war. Eine gute Möglichkeit für Larys, Otto loszuwerden, der ihm bei seiner Manipulation von Alicent und deren Söhnen schon immer ein Dorn im Auge gewesen ist…

Rhaenyra köpft Otto - und macht dabei keine gute Figur

Ottos Rückkehr auf die Bildfläche von „House Of The Dragon“ dauert so auch nur wenige Minuten. Rhaenyra weiß, dass sie ein Exempel statuieren muss, wenn sie schon nicht den Usurpator Aegon köpfen kann, bevor sie den Eisernen Thron besteigt. Und Daemon überzeugt sie, dass sie selbst es sein muss, die den tödlichen Hieb ausführt – nur so kann die Königin Stärke beweisen.

Von dieser Idee ist aber nicht nur Rhaenyra selbst überhaupt nicht angetan, die, wie Regisseurin Claire Kilner bestätigt, noch nie mit eigenen Händen einen Menschen getötet hat. Auch Otto will nicht, dass sie das Schwert führt – wenn er schon sterben müsse, dann solle lieber der kampferprobte Daemon seinen Kopf mit einem einzigen Streich abtrennen. Es kommt, wie es kommen muss: Es ist zwar letztendlich tatsächlich Rhaenyra, die Otto köpft, doch muss sie zweimal mit dem Schwert zuschlagen, bis das Haupt abgetrennt ist.

Änderung zur Vorlage von George R.R. Martin

Übrigens ist dies so nicht konkret in der Vorlage von George R.R. Martin beschrieben. Dort heißt es lediglich, der „Verräter“ sei geköpft worden – von wem, bleibt unklar. Für die Serie wählte man den Weg, Rhaenyra die Tötung zuzuschreiben, und zwar absichtlich so misslungen und mit viel Zögern seitens der Königin, wie es in den letzten Momenten von Folge 2 zu sehen ist: Autorin Sara Hess und Regisseurin Claire Kilner erklärten im offiziellen Begleit-Podcast zur Serie, man habe damit zeigen wollen, wie schwer es Rhaenyra falle, wie groß die emotionale Last sei, die auf ihren Schultern liege:

„Ich hatte das Gefühl, dass wir in diesem Moment ganz bei Rhaenyra bleiben wollten, weil es darum geht: Was bedeutet das eigentlich? Ich werde einen Menschen töten – etwas, das sie zuvor noch nie getan hat. … Ich glaube, wir wollten diesem Moment einfach das nötige Gewicht verleihen“, so Hess im Podcast.

Auch schon in Folge 1 hat es einen dramatischen Figurentod gegeben, nämlich den von Rhaenyras Sohn Jace (Harry Collett). Warum Fans jetzt sauer auf HBO sind, erfahrt ihr in diesem Artikel:

"House Of The Dragon": Figurentod löst großen Fan-Ärger aus – aber aus einem anderen Grund als ihr denkt!

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Annemarie Havran
Annemarie Havran
-Mitglied der Chefredaktion
An „Game Of Thrones“ zu denken, löst bei Annemarie richtiges „Heimweh“ aus, so verbunden fühlt sie sich mit der Serie. Wie gut, dass es Spin-offs gibt!
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