Die dritte Staffel von „House Of The Dragon“ hat gerade erst angefangen, da stehen wir direkt schon mit zwei Knallerfolgen da: Episode 1 präsentierte uns die große Schlacht in der Gurgel, Episode 2 endet mit einer ziemlich überraschenden und sehr blutigen Enthauptung. Wenn ihr noch nicht in die Folge mit dem Titel „Königsmund“ reingeschaut haben solltet, empfehlen wir euch, das nachzuholen und dann zu diesem Artikel und unserem YouTube-Recap-Video zurückzukehren – denn es folgen Spoiler!
Eigentlich fühlen sich die ersten beiden Folgen von Staffel 3 direkt schon wie ein Staffelfinale an – und das hat auch einen Grund! Denn ursprünglich sollte die zweite Staffel zehn statt nur acht Folgen lang sein, diese beiden Episoden sollten also dort am Ende stehen. Dann wurde aber die Entscheidung getroffen, sie an den Anfang von Staffel 3 zu verlagern. Das führte bei der zweiten Season zu einem ziemlich antiklimaktischen Finale, das bei vielen Fans nicht gerade auf Gegenliebe gestoßen ist. Wenn ihr wissen wollt, wie wir das „kleine Staffelfinale“ zum Auftakt der dritten Season einordnen, schaut einfach in unser Video rein:
Darin diskutieren wir auch den bewegenden Moment direkt am Anfang der zweiten Folge, in der Rhaenyra Targaryen (Emma D’Arcy) ihren toten Sohn Jace (Harry Collett) betrauert. Ein verzweifelter Gemütszustand, der sich durch die gesamte Episode zieht – und in einer wenig triumphalen, sondern ziemlich gebrochenen Thronbesteigung gipfelt.
Rhaenyra köpft Otto - und besteigt sichtlich erschüttert den Eisernen Thron
Rhaenyra ist am Boden zerstört und sorgt am Ende der Episode dann auch noch für einen überraschenden Schockmoment, als sie den plötzlich wieder auf der Bildfläche erschienenen Otto Hightower/Hohenturm (Rhys Ifans) deutlich widerwillig und ziemlich ungeschickt köpft – und direkt danach dessen Tochter Alicent (Olivia Cooke) und Enkelin Helaena (Phia Saban) ins Angesicht blicken muss. Was uns in unserem Recap-Video zu der Frage führt: Sind die Bande zwischen Rhaenyra und Alicent, die gerade erst durch den gemeinsamen Pakt für den Einmarsch in King’s Landing/Königsmund neu gestärkt wurden, jetzt endgültig zerbrochen?
Mit Folge 2 hat Rhaenyra jedenfalls endgültig den Point of No Return erreicht, und das auf die traurigste Weise, die möglich ist: Ihr bis dato größter politischer Sieg markiert gleichzeitig ihren dunkelsten und einsamsten Moment, in dem sie sogar zum ersten Mal selbst zum Schwert greift. Sie ist jetzt Königin, aber sie hat nahezu alles verloren.
Unterschiede zur Buchvorlage: Darum überrascht die Serie viele Fans
Doch nicht nur der blutige Schocker am Ende sowie das wie ein Finale wirkende Ausmaß der zweiten Folge sorgen unter Fans für Diskussionen: Auch die tonale Änderung gegenüber der Vorlage von George R.R. Martin überrascht und stellt die Weichen für eine andere Figurenzeichnung von Rhaenyra in der Serie im Vergleich zum Buch.
Wird die Königin der Schwarzen bei Martin als eine eher grausame, rachsüchtige und rücksichtslose Figur dargestellt, deren Machtübernahme als eiskalt und zornerfüllt beschrieben wird, ist sie in der Serie eher sympathisch und deutlich von der tiefen Trauer um Jace gezeichnet. Und ihr niedergeschlagener, durch das Blut von Otto watender Gang zum Thron zeichnet das Bild einer gebrochenen Frau.
Wenn euch unser Video-Recap gefallen hat, lasst uns gerne einen Like auf YouTube da. Und wenn ihr wissen wollt, warum die neue Folge der dritten „House Of The Dragon“-Staffel gerade womöglich zusätzliches Öl in den Streit zwischen „Game Of Thrones“-Autor George R.R. Martin und „Dragon“-Showrunner Ryan Condal gegossen hat, dann schaut mal in diesen Artikel rein:
Neue Runde im "Game Of Thrones"-Zoff: Schießt "House of the Dragon" hier etwa gegen George R.R. Martin?