Wie sehr Hollywood von Hypes geprägt ist und wie sehr dort alle dem neuesten Trend hinterher rennen, lässt sich aktuell mal wieder sehr gut beobachten: Nach dem überragenden Erfolg des Horror-Doppelschlags „Backrooms“ (331 Millionen Dollar weltweit) und „Obsession - Du sollst mich lieben“ (376 Millionen Dollar weltweit), ist nämlich ganz Hollywood auf der Suche nach dem neuesten YouTube-Horror-Hit, der sich ähnlich erfolgreich adaptieren und in die Kinos bringen lässt. Nun wurde ein möglicher Nachfolger gefunden: „The Mandela Catalogue“.
„Obsession“ ist aus den ersten Social-Media-Gehversuchen des aufstrebenden Filmemachers Curry Barker hervorgegangen, der nach seinem auf YouTube veröffentlichten No-Budget-Debüt „Milk & Serial“ die Möglichkeit bekam, sein Nachfolgeprojekt für deutlich mehr Geld umzusetzen. Und „Backrooms“ ist sogar die direkte Fortsetzung von Kane Parsons' gleichnamiger Web-Serie, inszeniert von dem gerade einmal 20-jährigen YouTuber persönlich. In eine ganz ähnliche Richtung geht nun auch „The Mandela Catalogue“:
Alex Kister inszeniert "The Mandela Catalogue"-Film
Denn auch dieser Film wird vom Macher der erfolgreichen YouTube-Horror-Serie gedreht, nämlich Alex Kister – und zwar basierend auf einem Drehbuch, das er gemeinsam mit Tyler Clifton geschrieben hat. Das berichtete das US-Branchemagazin Deadline exklusiv.
Während bei Drehbuch und Regie also zwei junge, aufstrebende Talente ihre Chance auf den großen Durchbruch in Hollywood bekommen, werden sie von zwei echten Hollywood-Veteranen als Produzenten unterstützt: Scott Stuber und Steven Spielberg.
„The Mandela Catalogue“ wird nämlich von den Produktionsfirmen United Artists und Amblin für Amazon MGM Studios entwickelt, das heißt, der Film wird dann von Amazon in die Kinos gebracht und dürfte danach auf Prime Video landen. Amazon, UA und Amblin sind dabei aus einem Bieterwettstreit mit elf (!) Parteien als Sieger hervorgegangen.
Das ist "The Mandela Catalogue"
Doch was ist das überhaupt für eine YouTube-Reihe, um die sich offenbar ganz Hollywood gestritten hat? „The Mandela Catalogue“ gehört wie „Backrooms“ zum Genre „Analog Horror“, das den Grusel im analogen Look der Videotechnologie der 90er und 2000er präsentiert – also Videokassetten und frühe Digitalkameras.
Erzählt wird hier eine passend dazu in diesen Dekaden angesiedelte Geschichte über das fiktive Mandela County im US-Bundesstaat Wisconsin, das von bösartigen Gestaltwandlern heimgesucht wird, den sogenannten Alternates. Diese versuchen, die Menschen in Mandela County in den Wahnsinn zu treiben und ihre Position einzunehmen. Präsentiert wird all das – ebenfalls ganz ähnlich wie bei „Backrooms“ – in einer Reihe von unterschiedlich langen Videos aus verschiedenen Perspektiven.
Bereits 2025 hatte Alex Kister übrigens verkündet, dass er ein Drehbuch zu einem „The Mandela Catalogue“-Film geschrieben hat, in dem es um eine Gruppe von Highschool-Absolventen geht, die nach dem Verschwinden eines Mitschülers eine Reihe von unerklärlichen und unheimlichen Ereignissen erlebt und den Kontakt zur Realität zu verlieren droht. Ob das dasselbe Drehbuch (oder zumindest dieselbe Geschichte) ist, das nun verfilmt wird, ist aber nicht bekannt.
Und um eine weitere Internet-Sensation, die nach dem Erfolg von „Obsession“ und „Backrooms“ verfilmt werden soll, geht es auch in dem nachfolgenden Artikel:
Nach Hollywood-Bieterschlacht: Internet-Sensation wird zum Horrorfilm – vom Macher eines der besten Filme 2025