Haben die Minions auch für Hitler gearbeitet? Jetzt gibt es die offizielle Antwort!
Teile diesen Artikel

Zum Kinostart von „Minions & Monster” steht Regisseur Pierre Coffin gerade allen möglichen Medien Rede und Antwort. Die Kolleg*innen von Polygon haben dabei besonders hartnäckig nachgefragt – und ihn so ganz schön in die Bredouille gebracht …

Die Höhle war eine echt clevere Idee!

Wir erinnern uns: Der Lebenszweck der Minions ist es, den größten Bösewichten der Geschichte zu dienen! Aber während es noch ganz lustig ist, dass sie Napoleon im ersten „Minions“-Solofilm versehentlich mit seiner eigenen Kanone beschießen und so zu dessen ganz persönlichem Waterloo beitragen, gab es anschließend natürlich einige welthistorische Ereignisse, zu denen der chaotische Humor der Minions gar nicht passen würde.

Und deshalb haben sich die Verantwortlichen ganz clever die Sache mit der Höhle überlegt: Zwischen 1812 und 1968 verkrochen sich die Minions einfach in einer Grotte – und die Macher*innen gingen damit von vorneherein unangenehmen Fragen etwa zu zwei Weltkriegen aus dem Wege.

Aber jetzt hat sich Regisseur Pierre Coffin mit „Minions & Monster“ (übrigens der bislang beste Film der Spin-off-Reihe!) selbst in eine gewisse Zwickmühle manövriert: Im dritten Solofilm kommt nämlich heraus, dass es verschiedene Minions-Stämme gibt – und somit auch welche von ihnen zwischen 1812 und 1968 sehr wohl um den Globus getourt sind. „Minions & Monster“ spielt ja sogar selbst hauptsächlich während Hollywoods goldener Stummfilmära in den 1920er Jahren.

Aber damit kam dann – etwa in Online-Fanforen – doch sofort wieder die Frage auf: Was haben die Minions in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts getrieben? Haben sie sich womöglich dem größten aller Verbrecher, Adolf Hitler, angeschlossen?

In einem – von vorneherein auf die ganz harten Fragen rund um die Minions ausgerichteten – Interview mit Polygon wurde Pierre Coffin deshalb genau auf diese Problematik angesprochen. Zunächst versuchte er auch, sich noch aus der Sache herauszuwinden: „Ich wusste, dass ihr diese Frage stellen würdet. Schämt euch”, lacht Coffin. „Ich glaube, sie waren da in dieser Höhle.“

Aber zum Glück war der Interviewer gut vorbereitet – und konfrontierte den Regisseur direkt mit dem Umstand, dass die neuen Minions ja gerade nicht mit ihren Genossen in der Höhle ausharrten. Und so gestand Coffin schweren Herzens ein: „Ich habe versucht, der Antwort zu entgehen. Die Minions, die wir aus den vorherigen Filmen kennen, saßen also in der Höhle fest. Wo diese hier waren, weiß ich nicht, aber sie waren nicht Teil der ‚Big History‘.“

Nun bedeutet „Big History“ in der Geschichtsforschung zwar eigentlich etwas anderes, aber wir können uns sehr sicher sein, dass Coffin in diesem Moment sagen wollte, dass die Minions ganz sicher nicht mit dem Ersten Weltkrieg, dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus zu tun hatten.

Können Minions sterben?

Die Frage nach Hitler hat der Polygon-Interviewer schlauerweise erst am Ende des Gesprächs angebracht – das hätte ja auch nach hinten losgehen können. Stattdessen gab es zum Einstieg erstmal so halbfiese Fragen, die aber Minions-Fans mindestens ebenso umtreiben. So überstehen die gelben Sidekicks so ziemlich alle Gefahren unversehrt: Sie explodieren, werden überfahren oder durch das All geschossen – und trotzdem machen sie immer munter weiter.

Ob sie also auch altern und sterben können, ist eine Fan-Frage, die bisher unbeantwortet blieb. Aber auch hier gibt es nun eine offizielle Antwort: „Nein“, sagt Coffin eindeutig. „Wir haben es mehrmals versucht, aber aus irgendeinem Grund scheinen sie jedes Mal wieder zum Leben zu erwachen. Ich vermute also, dass sie nicht sterben können.“

Wie pflanzen sich Minions fort?

Ein anderes großes Mysterium ist die Herkunft (und Weiterverbreitung) der Minions. Im ersten „Minions“-Film von 2015 wird zumindest gezeigt, wie eine Eizelle sich zu den gelben Kreaturen entwickelt, die wir heute kennen und lieben. Doch wie geht es weiter? Und wenn alle Minions männlich sind, wie pflanzen sie sich eigentlich fort? Auch mit dieser Frage wurde Coffin konfrontiert – und tatsächlich hat er eine weitergehende Antwort. Denn es gab genau dazu eine geplante Szene im neuen Film, die letztendlich jedoch gestrichen wurde:

„Ich hatte noch eine andere Idee für den Vorspann von ‚Minions & Monsters‘. Ich wollte, dass es mit dem Urknall beginnt und dann aus dem Urknall Dunkelheit und viele kleine gelbe Punkte hervorkommen. Dann würden wir diesen gelben Punkten folgen, wie sie von Planet zu Planet wandern – und schließlich zu diesem großen blauen Ding gelangen, das sich gewissermaßen aufspaltet. Sie trugen also zur Trennung der Erde und des Mondes bei. Dann würden diese kleinen gelben Punkte auf die Erde kommen und sie bevölkern. Im Grunde wollten wir damit sagen, dass der Ursprung von allem eigentlich die Minions sind. Dann kamen wir jedoch zu dem Ergebnis, dass das etwas zu weit vom eigentlichen Thema unseres Films entfernt ist. Vielleicht setzen wir das in Zukunft für einen anderen Minions-Film noch um.“

Aber nicht nur die Minions selbst sind unsterblich, denn dasselbe gilt offenbar auch für ihre Zugkraft an den Kinokassen. Wie seine Vorgänger ist nämlich auch „Minions & Monster“ schon wieder auf dem besten Weg zum globalen Box-Office-Superhit – und das in Deutschland sogar vor dem offiziellen Kinostart:

Heute neu im Kino: Dieser Film hat schon die Charts erobert, bevor er jetzt erst offiziell startet

Charlotte Castillon-Weiss
Charlotte Castillon-Weiss
-Social Media Managerin
Charlotte arbeitet als Social Media Managerin bei FILMSTARTS.de. Sie mag besonders einfühlsame Lebensgeschichten aus aller Welt, bei denen sie auch mal eine Träne wegdrücken kann. Ein guter Soundtrack und starke Bilder sind für sie im Kino ein absolutes Muss.
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren