„Edge Of Tomorrow“ ist grandios inszeniert, mitreißend erzählt und so ungemein kurzweilig, dass man auch zwei-, drei- oder zehnmal seinen Spaß damit haben kann. Das findet wohl nicht nur der Verfasser dieses Artikels, sondern offenbar auch viele andere – darauf deuten jedenfalls 4,1 von 5 möglichen Sternen hin, die die FILMSTARTS-User für das Sci-Fi-Action-Vehikel mit Tom Cruise und Emily Blunt durchschnittlich vergeben.
Ja, tatsächlich hat der Kracher von „Die Bourne Identität“- und „Mr. & Mrs. Smith“-Macher Doug Liman viele, viele Fans, die sich seit Jahren für eine Fortsetzung stark machen. Und so werden die Stars des Films auch regelmäßig mit diesem Wunsch konfrontiert, vertrösten Journalisten jedoch regelmäßig mit vagen Aussagen. Dadurch kommt wiederum immer wieder ein Funken Hoffnung auf, dass das mit „Edge Of Tomorrow 2“ doch noch etwas werden könnte – und Cruise und Blunt in ihren vollen Terminkalendern doch noch einen freien Slot für die Dreharbeiten finden (sofern es überhaupt ein verfilmbares Drehbuch gibt).
Etwas Zählbares kam dabei aber selbst nach mittlerweile zwölf Jahren nicht heraus. Deswegen wollen wir uns heute keinem Was-wäre-wenn-Wunschszenario widmen, sondern einen Ausblick auf die neue Adaption des Stoffes geben. Denn die bekommen wir bereits in Kürze zu sehen.
Und nachdem im vergangenen November bereits der Trailer veröffentlicht wurde, hat die Neuverfilmung jetzt endlich einen offiziellen deutschen Starttermin: „All You Need Is Kill“ wird am 24. September 2026 als Video-on-Demand erscheinen – und dann, wie euch gerade aufgefallen sein dürfte, auch einen anderen Titel haben. Und zwar den der zugrunde liegenden Light Novel von Hiroshi Sakurazaka*!
Nach "Edge Of Tomorrow" kommt "All You Need Is Kill"
Und sich auf diese Weise vom Hollywood-Blockbuster aus dem Jahr 2014 abzuheben, macht dabei doppelt Sinn. Immerhin unterscheidet sich auch der Film selbst stark von dem starbesetzten Kassenschlager aus dem Jahr 2014:
Denn bei „All You Need Is Kill“ handelt es sich um einen Animationsfilm – der stilistisch auf neuen, ziemlich aufregenden Pfaden wandelt, inhaltlich aber natürlich Altbewährtes wiederkäut. Im Zentrum steht so einmal mehr die tapfere Kriegerin Rita Vrataski, die den Kampf gegen außerirdische Invasoren aufnimmt – und mitten im Gefecht plötzlich in einer Zeitschleife landet, die sie denselben Tag immer wieder erleben lässt.
So lernt sie ihre Widersacher Stück für Stück besser kennen, ihre Stärken sowie vor allem ihre Schwächen. Doch erst als sie auf Keiji trifft, der ebenfalls in einem Loop gefangen zu sein scheint, wittern die beiden eine Möglichkeit, den Ursprung des Phänomens zu verstehen – und so vielleicht auch einen Ausweg daraus zu finden…
„All You Need Is Kill“ ist das Regiedebüt von Ken'ichirô Akimoto und Yukinori Nakamura, die allerdings schon an Animes wie Studio Ghiblis „Der Junge und der Reiher“ und „Berserk - Das goldene Zeitalter III“ mitarbeiteten und somit reichlich Erfahrung auf dem Gebiet mitbringen. Und die Fachpresse zeigt sich von ihrem Erstlingswerk durchaus angetan:
Der Audience Score von 88 Prozent kann sich sehen lassen, ebenso fallen beachtliche 83 Prozent der Kritiken bei Rotten Tomatoes positiv aus. „‚All You Need Is Kill‘ ist eine detailreich animierte und emotional berührende Zeitschleifengeschichte, die ihren unerbittlichen Kreislauf des Todes in eine überraschend hoffnungsvolle und herzzerreißende Reise verwandelt“, heißt es auf der Kritikensammelseite so etwa zusammenfassend. In etwas mehr als zwei Monaten könnt ihr euch genau davon dann endlich auch selbst ein Bild machen.
Fun Fact: In Japan wurde „Edge Of Tomorrow“ im selben Steelbook wie auch im Rest der Welt veröffentlicht. Der einzige Unterschied? Dort nutzte man ebenfalls den Titel der Vorlage für das Cover:
Webedia GmbH / Daniel Fabian
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