Kjell Nilsson ist tot. Das bestätigte jetzt die Familie des 1949 in Göteborg geborenen Schauspielers, der sich 1981 mit seinem allerersten Auftritt vor der Filmkamera ins kollektive Gedächtnis brannte, seine Schauspielkarriere nach wenigen Jahren allerdings wieder an den Nagel hing, jetzt via Facebook. Er starb am 2. Juli 2026 und wurde 76 Jahre alt.
Das war Kjell Nilsson
Nilsson machte zunächst Karriere als Gewichtheber – und wurde im Jahr 1980 schließlich engagiert, schwedische Athleten für die Olympischen Spiele in Moskau zu trainieren. Dass er dafür seinen Lebensmittelpunkt nach Australien verlagern musste, wirkte sich sowohl privat als auch beruflich nachhaltig auf Nilssons Leben aus.
Einerseits lernte er dort die Schauspielerin Kate Ferguson kennen, die er einige Zeit später heiratete. Andererseits war sie es letzten Endes auch, die ihm ans Herz legte, einen Job in der australischen Filmindustrie zu suchen – den er wenig später auch tatsächlich fand. Und was für einen.
Warner Bros.
Bei seiner ersten Rolle handelte es sich um keine Geringere als die des Lord Humungus, den legendären Bösewicht in „Mad Max II - Der Vollstrecker“ – der lange Zeit als Höhepunkt der postapokalyptischen Filmreihe galt (bis über drei Jahrzehnte später „Mad Max: Fury Road“ alles in den Schatten stellte). Als Muskelpaket mit Eishockeymaske sorgte er im Ödland für Angst und Schrecken, eroberte das Publikum – und fand schließlich auch Gefallen an der Schauspielerei.
Folgte wenig später noch ein Part in „The Pirate Movie“, blieb es letzten Endes jedoch bei einer Reihe von Nebenrollen, bevor der Schwede einmal mehr einen neuen Karriereweg einschlug, bei einer Software-Firma anheuerte und das Leben im Scheinwerferlicht hinter sich ließ. Als diabolischer Lord Humungus wird er in den Herzen der vielen „Mad Max“-Fans jedoch auf ewig weiterleben.