"Ein absoluter Triumph" und die "Krönung" von Christopher Nolans Karriere: Die ersten Stimmen zu "Die Odyssee" sind da!
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Mit seinem neuesten Film spaltet Christopher Nolan bereits vorab das Publikum. Bevor ihr euch ab dem 16. Juli selbst von „Die Odyssee“ überzeugen könnt, gibt es jetzt die ersten Pressestimmen zum potentiellen Mega-Blockbuster.

Während einige User im Netz „Die Odyssee“ bereits vorab verteufeln, dem neuen Werk von Christopher Nolan nicht einmal eine Chance geben und einen Flop prophezeien – zu dem es wohl ziemlich sicher nicht kommen wird (allein in Nordamerika werden für das Startwochenende Einnahmen von 80 bis 100 Millionen Dollar prognostiziert) –, kann das Gros der Cinephilen wohl kaum erwarten zu sehen, womit sie der Regisseur von Meisterstücken wie „Prestige“, „Inception“, „Interstellar“ und „Oppenheimer“ dieses Mal in Staunen versetzen wird.

Ein paar Tage müssen wir uns noch gedulden, bis es „Die Odyssee“ ab dem 16. Juli in den deutschen Kinos zu sehen gibt. Was uns in der epischen Homer-Verfilmung so ungefähr erwartet, legen jetzt die ersten Pressestimmen nahe. Während das Kritikenembargo nämlich erst nächste Woche fällt, dürfen Kritiker*innen ihre Meinungen in den Sozialen Medien schon jetzt in Form kurzer Reviews kundtun – und diese fallen erwartungsgemäß ziemlich begeistert aus.

Erwartungsgemäß nicht nur, weil derartige erste Stimmen in der Regel ohnehin ein wenig in Euphorie getränkt sind (und meist etwas überschwänglicher als die letztlichen Kritiken ausfallen), sondern auch, weil sich Christopher Nolan im Laufe der Zeit eben zu einem wahren Crowdpleaser entwickelt hat, dessen Blockbuster Filmfans jeglicher Couleur begeistern. Und diese dürfen sich wohl einmal mehr über ein Spektakel der Superlative freuen.

Ist Matt Damons erster Schauspiel-Oscar fällig?

Odysseus-Darsteller Matt Damon erhielt bekanntermaßen für sein Drehbuch zu „Good Will Hunting“ gemeinsam mit Ben Affleck seinen ersten Academy Award. Als Schauspieler ging er bereits dreimal ins Rennen um den begehrten Goldjungen, bislang jedoch ohne Erfolg. Das könnte sich nun ändern – wenn man den Worten von Anne Thompson Glauben schenken mag. Nicht nur die Kritikerin von Indie Wire schreibt ihm hohe Chancen zu – und sieht auch in einigen Nebendarsteller*innen Potenzial im Oscar-Rennen. „Die Odyssee“ sei hinsichtlich der nächsten Oscarverleihung zum jetzigen Stand der „Topfavorit, den es zu schlagen gilt“:

Ihr Kollege David Ehrlich zeigt sich ebenfalls angetan, ist zugleich aber einer der Wenigen, die Kritik üben. Das IMAX-Erlebnis sei „natürlich gewaltig“, zur absoluten Nolan-Spitzenklasse gehöre der Film aber nicht.

Viele andere heben indes kaum Schwächen des Films hervor und zeigen sich schier begeistert. Joshua Rothkopf von den LA Times bezeichnet das fast dreistündige Epos als „Kino pur“ und verspricht zudem „eine Rückkehr zu den mitreißenden Actionfilmen, für die das Kino einst erfunden wurde.“

Der Film sei „anspruchsvoll und doch zugänglich“, stellt indes Phil de Semlyen von Timeout heraus – eine der großen Stärken Nolans, die auch seinen bisherigen Arbeiten innewohnt. Der Film sei zudem eine „Mischung aus handwerklichem Können und Spektakel für die Ewigkeit.“

Erik Davis scheut Superlative ebenfalls nicht. Ihmzufolge sei „Die Odysee“ ein „absoluter Triumph und eine krönende Leistung eines der größten Filmemacher unserer Zeit“.

Auch beim Collider stimmt man zur Lobeshymne ein. Perri Nemiroff verspricht so etwa ein „filmisches Fest“. Ihr zufolge sei es „schwer vorstellbar, dass irgendein anderer Filmemacher auf der Welt dieses Werk mit solch einer Wucht, Tiefe und Leidenschaft auf die Leinwand bringen könnte.“ Ihr Kollege Steven Weintraub geht mit, lobt alles von dem groß aufspielenden Cast bis hin zu Nolans Umgang mit dem Übernatürlichen: „Einfach alles ist perfekt.“

Weintraub rät obendrein vor allem zur IMAX-70mm-Version – und erinnert dabei noch einmal daran, dass „Die Odyssee“ ja in ganzen sechs (!) verschiedenen Varianten in die weltweiten Kinos kommt. Was diese unterscheidet und warum es das Nonplusultra unter ihnen in Deutschland gar nicht zu sehen gibt, erfahrt ihr hier:

Es gibt 6 (!) Versionen von "Die Odyssee" und je nachdem, wo ihr den Film schaut, bekommt ihr eine andere zu sehen – das steckt dahinter!

Kritiker Lou Thomas spricht ebenfalls von einem „Volltreffer“ und betont dabei auch einige Cast-Mitglieder fernab von Matt Damon. Ein Name, der auch von anderen immer wieder genannt wird: Samantha Morton („Minority Report“, „Anemone“). Womöglich darf sich die Circe-Darstellerin also schon bald auf ihre dritte Oscarnominierung freuen…

Für David Crow von Den of Geek sei der Film zwar „emotional vielschichtig“, zugleich packe er jedoch einfach zu viel in seine Geschichte, „dass sein Umfang selbst 70mm-IMAX übertrifft“.

Am Ende macht es natürlich wie immer am meisten Sinn, wenn ihr euch selbst ein Bild macht – und zwar am besten im Kino. Denn in einem Punkt sind sich alle ziemlich einig: „Die Odyssee“ ist dafür gemacht, auf der größtmöglichen Leinwand erlebt zu werden! Welche ebenfalls unbedingt sehenswerte Meisterwerke Christopher Nolan als Inspiration dienten, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Bevor "Die Odyssee" ins Kino kommt: Diese zwei Meisterwerke müsst ihr laut Christopher Nolan gesehen haben

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.
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