Mit „Die Odyssee“ erzählt Christopher Nolan eine der größten Sagen der Geschichte. Matt Damon spielt König Odysseus, der im Trojanischen Krieg kämpft und eine Schlüsselrolle bekleidet. Doch nach der erfolgreichen Eroberung will er einfach nur nach Hause. Damit beginnt eine beschwerliche, gefährliche und von zahlreichen fantastischen Begegnungen geprägte Reise. In seiner Heimat Ithaka halten ihn viele dagegen längst für tot und machen seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) den Hof, um die Macht an sich zu reißen. Die sendet ihren Sohn Telemachos (Tom Holland) aus, den Vater zu finden.
Am 16. Juli 2026 kommt „Die Odyssee“ in die Kinos und verspricht gewaltige Bilder. Um euch auf diese einzustimmen, könnt ihr euch als Vorbereitung die beiden Filme anschauen, die auch Nolan inspiriert haben und die er selbst noch einmal vor dem Dreh von „Die Odyssee“ geschaut und seinem Cast und seiner Crew gezeigt hat.
Vor "Die Odysssee" schauen: "Andrej Rubljow" & "Ran"
Im Interview mit der New York Times stellte Nolan jetzt Andrei Tarkovskis „Andrej Rubljow“ und Akira Kurosawas „Ran“ als große Inspirationen heraus.
„Andrej Rubljow“ habe „auf alle Beteiligten ziemlichen Eindruck gemacht – die Texturen sind wirklich bemerkenswert“, erklärt er. Tarkovskis historische Episodenfilm aus dem Jahr 1966 beleuchtet das raue Leben eines Ikonenmalers im mittelalterlichen Russland. Der Film gilt als Meisterwerk, das durch eine ziemlich ungeschönte und fast greifbare Darstellung von Schmutz, Leid und spiritueller Sinnsuche besticht, die sich mit Themen von „Die Odyssee“ decken dürfte.
Dass Kurosawas Samurai-Epos „Ran“ eine große Inspiration sein würde, war Nolan selbst erst gar nicht klar. „Ich habe ihn eher als Experiment gezeigt, weil ich nicht genau wusste, ob er überhaupt relevant sein würde“, so der Filmemacher. Doch im Nachhinein sei die Wirkung unverkennbar: „Er ist zwar ganz anders gefilmt, aber da ist diese Beziehung zwischen der Umgebung und dem Wind. Wenn ich mir [unseren] fertigen Film jetzt ansehe, denke ich, dass er einen riesigen Einfluss hatte.“
Nolan spielt damit wohl vor allem darauf an, wie der auf Shakespeares „King Lear“ basierende Film über einen alternden Kriegsherrn, der sein Reich an seine drei Söhne aufteilt und damit einen Krieg auslöst, Stürme und Naturkräfte einsetzt. Diese werden nämlich von Regie-Legende Kurosawa immer wieder als Spiegel menschlicher Abgründe genutzt.
„Ran“ gibt es übrigens aktuell bei Amazon Prime Video im Abo:
Nolan macht Han-Solo-Vergleich für Odysseus
Im Rahmen des ausführlichen Interviews mit der New York Times erwähnt Christopher Nolan auch noch eine legendäre Filmreihe bei der Beschreibung seines kommenden Fantasy-Blockbusters. Seine Hauptfigur Odysseus beschreibt er nämlich als „sehr vielschichtigen Charakter“, als einen „Trickser, jemand, der klug und gerissen ist“. Dabei vergleicht er ihn mit einer legendären Figur:
„Auf Star-Wars-Verhältnisse übertragen wäre das Han Solo – aber Han Solo ist nicht der Held von Star Wars, das ist Luke Skywalker.“
All das könnt ihr in Kürze im Kino sehen: „Die Odyssee“ startet am 16. Juli 2026 und wird übrigens voraussichtlich ohne die immer wieder diskutierten Social-Media-Stimmen auskommen. Denn Nolan wird für seinen Film, der seine Weltpremiere am 6. Juli zeigt, keine Screenings für Fanseiten-Blogger und Influencer abhalten, nach denen nur kurze, meist enthusiastische Stimmen auf X und Co. gepostet werden dürfen. Es soll direkt nur reguläre Pressevorführungen geben, die dann für ausführliche Rezensionen genutzt werden dürfen.
Um einen anderen Film, den Nolan feiert, geht es im folgenden Artikel:
"Ein verdammt guter Film": Christopher Nolan liebt diesen Actionthriller, der zu den unterschätztesten Einträgen in ein absolutes Kult-Franchise gehört!Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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