Neu auf Netflix: Einer der schaurigsten Filme einer ebenso innovativen wie kolossal erfolgreichen Horrorreihe
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Er ist der vierte Teil der wohl profitabelsten Horrorreihe aller Zeiten. Und doch könnt ihr euch bei dem Film problemlos gruseln, ohne auch nur einen der Vorgänger gesehen zu haben.

Die „Paranormal Activity“-Filme sind sogenannter „Found-Footage-Horror“, wie auch „Blair Witch Project“ einer ist. Bei diesem Subgenre sehen und hören wir als Publikum ausschließlich Film- und Tonmaterial, das etwa von verstorbenen oder verschwundenen Figuren aufgenommen und erst im Nachhinein aufgefunden wurde. Ab sofort könnt ihr den effektiv gemachten „Paranormal Activity 4“ aus dem Jahre 2012 bei Netflix schauen. Die Macher sind das Regieduo Henry Joost und Ariel Schulman („Nerve“) sowie Drehbuchautor Christopher Landon („Drop - Tödliches Date“).

Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Paramount+* streamen. Natürlich ist der Film aber auch als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:

Solltet ihr Amazon-Prime-Kund*in sein, könnt ihr den Schocker dort übrigens ebenfalls ohne Aufpreis streamen*. Dazu müsst ihr euch lediglich für den 7-tägigen Gratis-Test des Home-Of-Horror-Channels anmelden, der noch andere Teile der Reihe im Flatrate-Programm hat. Sofern ihr nicht wieder stornieren wollt, werden nach Ablauf des Probezeitraums 3,99 Euro pro Monat fällig.

Eine der erfolgreichsten Horrorreihen aller Zeiten

Das „Paranormal Activity“-Franchise hat entscheidend dazu beigetragen, dass das von Jason Blum („Get Out“) gegründete und noch immer geführte Indie-Studio Blumhouse Productions seit Jahren die erfolgreichste Horrorschmiede unseres Planeten ist. Denn kaum eine andere Reihe entspricht mehr dem Geschäftsprinzip Blums als die Found-Footage-Schocker.

Immer wieder finanziert Blum nämlich aufstrebenden jungen Horrormacher*innen die Realisierung ihrer Projekte mit relativ geringen Summen und macht dann gewaltige Gewinne damit. Der erste „Paranormal Activity“ etwa kostete vergleichsweise lächerliche 15.000 Dollar in der Herstellung, spielte dann aber weltweit mehr als 193 Millionen ein.

Blum scheint eine hervorragende Nase dafür zu haben, was am Box-Office funktionieren könnte. Natürlich produziert auch er hin und wieder mal einen Flop – bei zehn bis zwölf Blumhouse-Filmen pro Jahr ist das komplett logisch. Die Verluste sind aber jeweils so gering, dass sie schon mit dem nächsten erfolgreichen Reißer problemlos getilgt werden können.

Mit den Filmen der „Paranormal Activity“-Reihe allein konnten Blum und Oren Peli („Chernobyl Diaries“), der das Drehbuch für den ersten Film schrieb und ihn auch inszenierte, insgesamt sagenhafte 890 Millionen Dollar an den Kinokassen generieren. Das macht „Paranormal Activity“ zu einem der erfolgreichsten Grusel-Franchise überhaupt.

Paranormal Activity 4
Paranormal Activity 4
Starttermin 18. Oktober 2012 | 1 Std. 35 Min.
Von Henry Joost, Ariel Schulman
Mit Katie Featherston, Kathryn Newton, Matt Shively
Pressekritiken
1,9
User-Wertung
2,3
Filmstarts
3,0
Auf Paramount+ streamen

Das Ganze ist aber auch eine extrem effektive Idee. Alle „Paranormal Activity“-Filme setzen sich komplett aus mit Überwachungskameras, Webcams oder Smartphones gedrehtem Bildmaterial zusammen. Dadurch ergibt sich von Anfang an eine sehr spezielle Atmosphäre. Die Qualität der Bilder ist oft sehr grobkörnig und das Licht entweder arg dunkel oder gleißend hell – da lassen sich Schockeffekte und Jump-Scares besonders gut einbauen. Von beidem gibt es in „Paranormal Activity 4“ einige gelungene Exemplare.

Interessant ist außerdem, dass der Streifen zwar neue Figuren in den Mittelpunkt der Handlung rückt, aber doch die Story des zweiten Teils weiterspinnt. Wobei ihr diesen nicht unbedingt gesehen haben müsst, um euch hier mächtig zu gruseln. Alles, was wichtig ist, wird zu Beginn kurz und bündig erklärt. Und mit der dank späterer Kinohits wie „Pokémon Meisterdetektiv Pikachu“, „Freaky“ oder „Ant-Man And The Wasp: Quantumania“ groß herausgekommenen Kathryn Newton wird sogar ein echter Star in der Hauptrolle geboten.

"Paranormal Activity 4": Das ist die Story

Seit den grauenvollen Ereignissen im Jahr 2006 sind die Kalifornierin Katie (Katie Featherston) und ihr damals einjähriger Neffe Hunter spurlos verschwunden. 2011 beginnt der Spuk in New Mexico nun von Neuem: Teenagerin Alex Nelson (Kathryn Newton) traut dem kleinen Jungen, der kürzlich mit seiner Mutter ins Nachbarhaus eingezogen ist, nicht so richtig über den Weg. In ihren Augen verhält sich dieser nämlich äußerst seltsam.

Als seine Mutter kurzfristig ins Krankenhaus muss, bietet Alex‘ Mama Holly (Alexondra Lee) an, den sechsjährigen Robbie (Brady Allen) übergangsweise aufzunehmen. Mit seinem Eintreffen beginnen jedoch seltsame Dinge zu passieren. Lampen flackern, Gegenstände bewegen sich wie von Geisterhand und Alex wird um ein Haar von einem von der Decke stürzenden Kronleuchter erschlagen.

Das Mädchen hat genug gesehen und will Robbie wieder loswerden. Ihre Mutter möchte von übernatürlichen Vorkommnissen in ihrem Heim aber nichts wissen und lehnt die Forderung ihrer Tochter strikt ab. Schon bald soll sie diese Entscheidung bitter bereuen …

Ihr habt Lust auf noch mehr Horror? Im nachfolgenden Artikel stellen wir euch einen Film vor, der erst kürzlich im Kino lief und schon jetzt im Streaming-Abo zu finden ist:

Nicht einmal 3 (!) Monate nach Kino-Start schon im Streaming-Abo: Die Wiederbelebung eines klassischen Hollywood-Monsters

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.
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