In ihrem Dokumentarfilm „Meeting The Buddha“ widmet sich die Regisseurin Márta György-Kessler dem 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje, dem Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie. Der Film schildert seine frühen Jahre in Tibet, die Flucht ins indische Exil, die im Zuge der chinesischen Besetzung Tibets nötig wurde, und seine prägende Rolle bei dem Versuch, den Buddhismus im Westen zugänglich zu machen.
Einen entscheidenden Part spielen dabei Ole und Hannah Nydahl. Das dänische Ehepaar begegnete dem 16. Karmapa 1969 im Himalaya. Dieses Treffen veränderte beider Leben so radikal, dass aus dem unangepassten Hippie-Paar schließlich sogar die engsten westlichen Schüler des Karmapa wurde. Ole Nydahl wurde Jahre später selbst der Titel eines „Lamas“, eines spirituellen Lehrers im tibetischen Buddhismus, verliehen. Als einer der ersten westlichen Lamas überhaupt begann er gemeinsam mit seiner Frau, die jahrhundertealten, oft geheimnisvollen Lehren des Himalaya zu demokratisieren und für den modernen westlichen Geist zugänglich zu machen. In den folgenden Jahrzehnten gründete das Paar weltweit über 600 Meditationszentren, die den Diamantweg-Buddhismus fest in der westlichen Pop- und Alltagskultur verankerten.
Ab Oktober 2026 im Kino
Regisseurin Márta György-Kessler knüpft damit auch an ihren früheren Dokumentarfilm „Hannah: Ein buddhistischer Weg zur Freiheit“ an. Ihr neues Werk entstand, weil sie bei den zahlreichen Vorführungen des Vorgängers die Erfahrung machte, dass das Publikum noch tiefere Einblicke forderte und viele Fragen stellte.
Nachdem „Meeting The Buddha“ seine Weltpremiere 2025 beim Royal Starr Film Festival in den USA feierte und seitdem auf zahlreichen Festivals gezeigt wurde, steht jetzt der reguläre Kinostart an. In Deutschland wird „Meeting The Buddha“ ab dem 8. Oktober 2026 in den Kinos laufen. Der Dokumentarfilm wird dabei im englischen und tibetischen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die Laufzeit beträgt 144 Minuten.