Mit „V wie Vendetta“ schufen die „Matrix“-Masterminds Lilly und Lana Wachowski sowie James McTeigue im Jahr 2005 eine Comic-Verfilmung, die sich von den bekannten Marvel- und DC-Universen abhob – zumindest auf den ersten Blick.
Denn eine Verbindung zum DC-Kosmos gibt es durchaus: Die gleichnamige Graphic Novel von Alan Moore erschien ab 1982 zunächst in Schwarz-Weiß im britischen Comicmagazin Warrior. Nachdem das Magazin jedoch eingestellt wurde, blieb die Geschichte zunächst unvollendet. Erst später veröffentlichte DC Comics eine kolorierte Gesamtausgabe und brachte das Werk damit einem größeren Publikum näher.
Schon seit Längerem gibt es Pläne, den Stoff als Serie neu zu interpretieren. Im vergangenen November wurde bekannt, dass der US-Sender HBO an einer Serienadaption arbeitet. Den damaligen Berichten zufolge sollten James Gunn, der Begründer des neuen DC-Universums, und sein DC-Studios-Partner Peter Safran als ausführende Produzenten fungieren. Für die Drehbücher war Pete Jackson („Somewhere Boy“) vorgesehen. Offenbar ist das Projekt inzwischen jedoch ins Stocken geraten.
HBO hat das Drehbuch zur "V wie Vendetta"-Serie abgelehnt
Wie der gut vernetzte Hollywood-Insider Jeff Sneider in seinem Newsletter The InSneider berichtet, hat HBO das Drehbuch von Pete Jackson abgelehnt. Demnach entsprach das Skript nicht den Vorstellungen des Senders. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig das Aus für die Serie: Da die Rechte weiterhin bei HBO liegen, könnte das Projekt mit einer neuen Autorin oder einem neuen Autor weiterentwickelt werden. Ob und wann die Serienadaption tatsächlich realisiert wird, bleibt daher abzuwarten.
Es wäre nicht der erste Anlauf, „V wie Vendetta“ ins Fernsehen zu bringen. Bereits 2017 gab es Pläne für eine Serienumsetzung, die letztlich jedoch nie verwirklicht wurden. Auch die Serie „Pennyworth“, die die Vorgeschichte von Bruce Waynes späterem Butler Alfred im London der 1960er-Jahre erzählt, sollte zumindest teilweise als Prequel zu „V wie Vendetta“ dienen. Nach drei Staffeln wurde die Serie jedoch eingestellt, bevor dieser Ansatz näher ausgearbeitet werden konnte.
Übrigens: Aktuell könnt ihr den neuesten Eintrag ins DC-Universum im Kino sehen. Dort läuft nämlich „Supergirl“. Welche Formate derweil noch auf uns zukommen werden, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Was kommt nach "Supergirl"? DC-Plan für die nächsten Jahre enthüllt – inklusive "Superman 2" und "Justice League"! [UPDATE]