Der Horrorfilm, mit dem der "Weapons"-Macher uns erstmals so richtig schockierte: Nach 4 (!) Jahren kommt er endlich ins Heimkino
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Vor „Weapons“ kam „Barbarian“: Zach Creggers boshaftes und schwarzhumoriges Solo-Regiedebüt war in den USA ein Überraschungserfolg, landete in Deutschland dagegen direkt im Streaming. Bald erscheint aber endlich eine 4K-Scheibe!

Mit dem ambitionierten Horror-Hit „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“ schuf Regisseur und Autor Zach Cregger einen von Presse und Publikum gefeierten Überraschungserfolg. Der heimste unter anderem einen Oscar ein und wurde im gemeinsamen Ranking von FILMSTARTS und Moviepilot zu einem der besten Filme 2025 gekürt. Doch schon 2022 sorgte der frühere Comedian für Angst und Schrecken:

Creggers wendungsreiches Solo-Regiedebüt „Barbarian“ generierte an den US-Kinokassen rund das Zehnfache seines Vier-Millionen-Dollar-Budgets und wurde von vielen sehr positiven Kritiken begleitet. Auch FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph Petersen war schwer angetan und vergab in seiner Review starke vier Sterne. In der Zwischenzeit wanderte der Film hierzulande von Streamingdienst zu Streamingdienst, bald aber erhält der Titel endlich eine physische Veröffentlichung: Am 11. September 2026 erscheint „Barbarian“ erstmals im deutschen Heimkino – und zwar auf 4K-Disc im Limited Edition Steelbook.

Als Bonusmaterial sind ein Audiokommentar von Regisseur Zach Cregger und Produzent Roy Lee, eine Featurette über die Entstehung von „Barbarian“ sowie gelöschte Szenen angekündigt. Alternativ zum Steelbook wird auch eine 4K-Edition in Standardaufmachung* erscheinen.

Darum geht es in "Barbarian"

Detroit: Tess (Georgina Campbell) hat morgen in aller Früh ein Vorstellungsgespräch und sich deshalb per Airbnb ein kleines Häuschen in der Stadt gemietet. Als sie dort spätabends eintrifft, befindet sich dort aber bereits ein Mann namens Keith (Bill Skarsgård). Offenbar gab es in der Unterkunft versehentlich eine Doppelbuchung – und weil gerade eine Konferenz in der Stadt stattfindet, ist auf die Schnelle kein Hotelzimmer aufzutreiben!

Keith will Gentleman sein und bietet Tess das Schlafzimmer an, während er sich auf's Sofa im Wohnzimmer zurückziehen will. Tess nimmt das Angebot zwar zögerlich an, allerdings ist Keiths Gehabe so betont zuvorkommend, dass es wieder verdächtig wird. Also ist sie streng auf der Hut und nimmt beispielsweise nur Getränke aus Flaschen an, die vor ihren Augen geöffnet werden.

Dennoch gelingt es wem, nachts die abgeschlossene Tür zu Tess' Zimmer zu öffnen. Keith behauptet, damit nichts zu tun zu haben. Es drängt sich also die Frage auf, was schlimmer wäre: Dass Keith lügt oder noch wer sein Unwesen treibt...

Bald kann man diesen Horror endlich in Händen halten

Obwohl der Verfasser dieses Artikels nicht in die Lobeshymnen auf „Barbarian“ mit einstimmen konnte, freut er sich ungeheuerlich, dass dem Film der Sprung vom hierzulande exklusiv im Streaming ausgewerteten Titel auf ein haptisches Medium gelingt. Denn Craggers Horror-Hit war in Deutschland zeitweise ausschließlich auf Disney+ zu finden, zwischendurch im Prime-Abo und dann auch mal in gar keinem Streaming-Abo beheimatet.

„Barbarian“-Fans müssen sich bald nicht weiter mit der Frage „Welchen Streamingdienst muss ich denn jetzt wieder buchen?“ herumschlagen, sondern können schlicht und ergreifend zu ihrer eigenen Disc greifen. Damit ergeht es ihnen deutlich besser als Tess und Bill zum glaubhaft überspitzten, in seiner Grundidee aus dem Leben gegriffenen Filmbeginn, an den eine nahezu konstant eskalierende Kette an grotesken, erschreckenden und schwarzhumorig-makabren Ereignissen anschließt.

Über die sei an dieser Stelle nicht mehr verraten, denn gerade der stilistische Abwechslungsreichtum von „Barbarian“ gehört zu den Aspekten, die ihm seinen Ruhm eingebracht haben. „Der oft bitterböse 'Barbarian' ist vor allem deshalb so ungemein effektiv, weil selbst ein genreerfahrenes Publikum lange nichts hat, an dem es sich festklammern kann“, heißt es daher in der FILMSTARTS-Kritik. Petersen setzt darin fort: „Eine waschechte Horror-Wundertüte, die einen so wild durchschüttelt wie eine mit Loopings vollgestopfte Achterbahnfahrt.“

Und wenn euch „Barbarian“ nicht genug den Appetit verdirbt, dann schaut euch doch auch unseren folgenden Heimkino-Tipp an:

Er war lange Zeit verboten: Einer der verstörendsten Skandalfilme der Kinogeschichte erscheint erstmals komplett ungekürzt in 4K

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.
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