"Es geht hier um Menschenleben": Pedro Pascal wollte seine gefährlichste Rolle nur dann noch einmal spielen, wenn die Sicherheit am Set garantiert ist

Vor neun Jahren endete eine der größten Netflix-Serien ihrer Zeit – deren Dreharbeiten von Drohungen und einem Mord überschattet wurden. Pedro Pascal knüpfte eine mögliche Rückkehr zu seiner Rolle deshalb an klare Bedingungen.

Der Sprung zum Leinwand-Star ist Pedro Pascal längst gelungen. In den vergangenen Jahren war er mit Filmen wie „Massive Talent“, „Gladiator 2“, „Eddington“ oder „The Fantastic Four: First Steps“ im Kino förmlich dauerpräsent. Zuvor waren vor allem Serienfans mit dem Gesicht des heute 51-Jährigen vertraut – schließlich hat Pascal an einer Vielzahl namhafter Produktionen mitgewirkt, von „Game Of Thrones“ über „The Mandalorian“ bis hin zu „The Last Of Us“.

Und dann ist da noch eine Netflix-Hitserie, in der Pascal eine der Hauptrollen spielte: „Narcos“. 30 Episoden lang verkörperte der „Wonder Woman 1984“-Star den DEA-Agenten Javier Peña, der gemeinsam mit seinem Partner Stephen Murphy (Boyd Holbrook) Jagd auf den kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar (Wagner Moura) und später das berüchtigte Cali-Kartell machte.

Narcos
Narcos
Starttermin 2015-08-28
Serie: Narcos
Mit Pedro Pascal, Damián Alcázar, Francisco Denis
User-Wertung
4,3
Im Stream

„Narcos“ entwickelte sich zwischen 2015 und 2017 zu einer der ersten weltweit gefeierten Prestige-Serien von Netflix. Das Crime-Drama brachte es auf drei Staffeln, erhielt mit „Narcos: Mexico“ ein ebenso langlebiges Spin-off und kommt bei Rotten Tomatoes bis heute auf starke 89 Prozent positive Kritiken sowie 94 Prozent Zustimmung vom Publikum. Doch dieser Erfolg hatte einen hohen Preis – denn die Dreharbeiten entwickelten sich für sämtliche Beteiligte zu einer ziemlich gefährlichen Angelegenheit.

Drohbriefe und ein Mord: So gefährlich war der Dreh von "Narcos"

Das erklärte Ziel der Macher bestand darin, die Geschichte der Escobar-Brüder möglichst realitätsgetreu wiederzugeben. Das stieß nicht überall auf Begeisterung: Roberto Escobar, der Bruder des 1993 getöteten Drogenbosses Pablo Escobar, bedrohte Netflix öffentlich und forderte sogar Geld von dem Streamingdienst. Doch dabei blieb es nicht: 2017 wurde ein für die Drehortsuche zuständiger Mitarbeiter der Serie nach einem Location-Scouting in Kolumbien ermordet aufgefunden.

Ob die Tat tatsächlich mit den Dreharbeiten zu „Narcos“ in Verbindung stand, wurde zwar nie abschließend geklärt – trotzdem erschütterte der Vorfall die gesamte Produktion. Auch Pedro Pascal äußerte sich wenig später und machte deutlich, dass für ihn die Sicherheit von Cast und Crew oberste Priorität habe (via NME). Auf die Nachfrage zu einer möglichen vierten Staffel sagte er: „Wir können das nicht machen, wenn es nicht sicher ist. Es geht hier um Menschenleben.“

Pascal nahm seine Rolle nicht noch einmal auf, allerdings machte Showrunner Eric Newman nach dem Ende der dritten Staffel ohnehin unmissverständlich klar, dass Peñas Geschichte im Wesentlichen auserzählt sei. Übrigens schloss es der Schauspieler auch kategorisch aus, erneut gegen einen ganz bestimmten Kollegen zu kämpfen. Um wen es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Ich würde mich lieber von einem Gebäude schmeißen lassen": Pedro Pascal möchte nie wieder gegen diesen Schauspieler kämpfen
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Filme gehen für ihn fast immer vor Serien. Doch es gibt Ausnahmen: In den letzten 10 Jahren hat er wenig Besseres gesehen als David Lynchs "Twin Peaks"-Revival – und nach dem Motto "Besser spät als nie" wühlt er sich gerade durch sämtliche "Friends"-Staffeln.
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren