Habt ihr es gewusst? Unter der Rüstung von "The Mandalorian" steckt meist der Enkel einer Western-Ikone – und nicht Pedro Pascal!
Sebastian Groß
Sebastian Groß
-Freier Autor
Manchmal fühlt er sich alt, weil er damals „The Big Lebowski“ oder „Matrix“ zum Kinostart gesehen hat. Andererseits konnte er damals „The Big Lebowski“ und „Matrix“ zum Kinostart sehen. Zum Glück behält er das für sich, außer jemand fragt ihn. Jetzt fragt ihn halt endlich.

Viele wissen es nicht: Hinter der ikonischen Rüstung aus "The Mandalorian" steckt oft ein anderer Darsteller als gedacht. Warum die Western-Wurzeln der Figur so entscheidend sind, überrascht selbst eingefleischte Fans.

Vielleicht wird es doch noch einige schockieren, aber Pedro Pascal („Eddington“) ist nicht immer der Mandalorian! Obwohl der Schauspieler längst untrennbar mit der erfolgreichen Serie aus dem „Star Wars“-Universum verbunden ist, zeigt er sich nur in wenigen Momenten tatsächlich selbst in der ikonischen Beskar-Rüstung. Vor allem dann, wenn Din Djarin seinen Helm abnimmt oder sein Gesicht sichtbar wird, steht Pascal selbst vor der Kamera.

The Mandalorian
The Mandalorian
Starttermin 2019-11-12
Serie: The Mandalorian
Mit Pedro Pascal, Katee Sackhoff
User-Wertung
4,5
Auf Disney+ streamen

In den meisten Szenen hingegen übernimmt ein anderer Darsteller die körperliche Performance. Er bewegt sich durch die Galaxie, kämpft, läuft und verkörpert den stillen Kopfgeldjäger in unzähligen Einstellungen, während Pascal seine Dialoge häufig separat einspielt. Damit entsteht eine ungewöhnliche Arbeitsteilung, die den Charakter über Jahre hinweg geprägt hat.

Der Mann hinter der Rüstung von "The Mandalorian"

Der Schauspieler, der den Mandalorianer körperlich maßgeblich formt, heißt Brendan Wayne. Seit dem Beginn von „The Mandalorian“ ist er ein zentraler Teil der Produktion und hat das Auftreten von Din Djarin entscheidend mitgeprägt. Schon früh während der Arbeit an der Serie fiel ihm auf, dass bestimmte Elemente des Kostüms nicht optimal funktionierten. So war etwa das ursprüngliche Gewehr zu lang konstruiert und schlug beim Gehen gegen die Stiefel. Wayne schlug daraufhin praktische Anpassungen vor, die später übernommen wurden und den Look der Figur mitveränderten.

Seine Herangehensweise ist stark von klassischen Western geprägt. „Ich liebe Western. Ich liebe den Cowboy-Kodex“, erklärte Wayne in einem Interview mit Variety. „Meine Mutter bestand darauf, dass das Teil meines Lebens wird. Es ging immer um die Idee: ‚Wenn einer von uns aufsteigt, steigen wir alle auf.‘ Niemals nur ich allein.“

Diese Haltung passt erstaunlich gut zur Figur des Din Djarin, dessen Weltbild von Loyalität, Pflichtgefühl und einem strengen Ehrenkodex bestimmt ist. Die Parallelen wirken umso interessanter, wenn man bedenkt, dass Brendan Wayne der Enkel von John Wayne ist.

Western-Erbe im Herzen von "The Mandalorian"

John Wayne gilt bis heute als eine der prägendsten Figuren des klassischen Hollywood-Westerns. Filme wie „Der schwarze Falke“ (1956), „Rio Bravo“ (1959) oder „Der Marshal“ (1969) machten ihn zu einem Symbol für den einsamen, stoischen Helden, der seinen eigenen moralischen Kompass verfolgt. Seine Präsenz, sein Gang und seine Körpersprache haben das Genre nachhaltig geprägt und wirken bis heute nach. Achtet mal darauf, wenn ihr euch die Serie anseht. Ihr könnt sie entweder direkt bei Disney+ streamen* oder sie euch sogar ins Regal stellen:

Dieser Cowboy-Einfluss spielt auch in „The Mandalorian“ eine entscheidende Rolle. Die Serie ist stark von Western-Elementen inspiriert und erzählt die Geschichte eines wortkargen Einzelgängers, der durch eine gefährliche Grenzwelt zieht. Brendan Wayne bringt dabei jene physische Präsenz ein, die stark an klassische Western-Ikonen erinnert – etwas, das auch Regisseur Jon Favreau („Iron Man“) früh erkannte.

Besonders interessant ist dabei, dass Wayne seine Bewegungen zunächst gar nicht bewusst als Hommage an seinen Großvater verstand. Erst während der Arbeit wurde ihm klar, wie sehr bestimmte Haltungen und Bewegungsmuster in ihm verankert sind. Während der Dreharbeiten trug er zudem eine über 28 Kilogramm schwere Rüstung und verbrachte oft bis zu 13 Stunden darin am Set. Die körperliche Belastung war enorm, dennoch beschreibt er die Rolle als prägend für seine Karriere.

Im Kinofilm „The Mandalorian & Grogu“ (2026), der zum Erstaunen vieler Fans mit einer alten Tradition bricht, war Brendan Wayne allerdings nicht mehr durchgehend in seiner bisherigen Funktion beteiligt. Dort übernahm Stuntdarsteller Lateef Crowder viele der physischen Szenen innerhalb der Rüstung.

Übrigens war auch John Wayne indirekt bereits Teil des „Star Wars“-Universums – wenn auch auf eine ungewöhnliche Weise. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem FILMSTARTS-Artikel.

Dieser legendäre Hollywood-Megastar versteckt sich in "Star Wars" – und ihr habt es garantiert nicht bemerkt!

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