„Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ (Originaltitel: „La Soupe aux choux“) mit Kultstar Louis de Funès ist ein Riesenspaß mit viel Slapstick und einem großen Science-Fiction-Element, der zwischendurch aber auch mal nachdenklich macht.
„Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ läuft am heutigen 4. August 2026 um 20.15 Uhr auf Nitro. Eine Wiederholung ist derzeit nicht vorgesehen. Wer die Ausstrahlung verpasst, aber Lust hat, den FSK-0-Titel (mal wieder) zu sehen, kann ihn jederzeit für ein paar Euro als Video-on-Demand anschauen:
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Ein echter Superhit
Louis de Funès war bis Anfang der 1980er ein echter Superstar. Und das nicht nur in den französischen Kinos, sondern spätestens dank des umwerfenden Erfolgs der „Fantomas“- und „Der Gendarm von St. Tropez“-Filme in den 1960ern auch hierzulande. Egal, ob er uns – wie in den eben genannten Reihen – als herrlich inkompetenter Polizist, in „Balduin, das Nachtgespenst“ als geldgieriger Kunsthändler, in meinem persönlichen Favoriten „Brust oder Keule“ als überkandidelter Restaurantkritiker oder wie in „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“ als falscher Geistlicher kam: die Vorstellungen waren zuverlässig rappelvoll. Denn der Pariser war ein Garant für Spaß und ist es heute noch.
Die Science-Fiction-Komödie „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ war der vorletzte Film von de Funès, der leider keine zehn Monate nach dem deutschen Kinostart im März 1982 mit nur 68 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts verstarb. Dieser Umstand ist umso trauriger, da der zuvor in Sachen Dreharbeiten schon deutlich kürzertretende Star sich hier noch einmal in Höchstform präsentierte. Zwar gab er dabei nicht seine Paraderolle als cholerischer Chef beziehungsweise Patriarch. Seine umwerfende Grimassen-Mimik, die erratischen Bewegungen und das perfekte Timing seiner Pointen sind aber dennoch allgegenwärtig.
Auch de Funès' Zusammenspiel mit seinen primären Szenenpartnern Jean Carmet („Den Mörder trifft man am Buffet“) und Jacques Villeret („Dinner für Spinner“) läuft absolut harmonisch ab. Wobei er offenbar keinerlei Probleme damit hatte, ihnen den einen oder anderen Gag schon mal virtuos vorzulegen, anstatt ihn selbst zu verwandeln.
Der Film von Regisseur und de-Funés-Dauerkollaborateur Jean Girault („Hasch mich, ich bin der Mörder!“) basiert auf einem Roman von René Fallet („Die Dirne und der Narr“). Neben jeder Menge Klamauk und Zoten gibt es – wie in den meisten Filmen mit Louis de Funés – auch ein paar stillere und nachdenklichere Augenblicke, die vom Cast ebenso souverän gemeistert werden, wie die immer wieder herrlich absurden Comedy-Einlagen.
Dieser fast schon bittersüß anmutende Mix kam beim deutschen Publikum extrem gut an. 5,6 Millionen Filmfans strömten in die Kinos, um „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ zu sehen. Zum Vergleich: „Avengers: Endgame“ brachte es im Jahr 2019 „nur“ auf 5,1 Millionen verkaufte Tickets. Also schaltet ein und erfreut euch an einem der meiner Meinung nach begnadetsten Komiker aller Zeiten.
"Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe": Das ist die Story
Claude (Louis de Funès) und sein lebenslanger Nachbar Francis (Jean Carmet) sind zwei alte Bauern in einer abgelegenen Ecke Frankreichs. Die Freunde leben in bescheidenen Hütten in der Nähe eines kleinen Dorfs und verbringen ihren Lebensabend hauptsächlich mit dem Genuss von Wein sowie dem Vertilgen ihrer geliebten, selbstgekochten Kohlsuppe. Wobei der exzessive Genuss dieser Leibspeise regelmäßig zu mächtigen Blähungen führt, über die sich das Duo jeweils nach Anbruch der Dunkelheit bei ein paar Gläschen Pernod auf der Veranda amüsiert.
Eines Abends sind die Furze dann aber dermaßen gewaltig, dass sie versehentlich eine Begegnung der dritten Art heraufbeschwören: Ein außerirdisches Raumschiff, das die „Signale“ von Claude und Francis im All aufgefangen hat, landet auf dem Kohlfeld der beiden Bauern. Nachdem der Besucher (Jacques Villeret) aus dem Weltraum sich jedoch als großer Liebhaber ihrer Kohlsuppe erweist, schließen Claude und Francis schnell Freundschaft mit dem fremden Wesen vom Planeten Oxo. Wobei der über ganz besondere Talente verfügt, wie sich bald herausstellt …
Ihr habt Lust auf eine weitere Komödie, wisst aber nicht so recht, welche ihr schauen sollt? Dann lasst euch doch von diesem Artikel inspirieren:
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